(openPR) Individuelle Business-Software gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Werkzeugen in Unternehmen. Gleichzeitig stehen viele Entwickler und Unternehmen heute vor der Herausforderung, bestehende Anwendungen langfristig weiterzuentwickeln und gleichzeitig neue Technologien wie künstliche Intelligenz, moderne Cloud-Architekturen und flexible Deployment-Modelle zu integrieren.
Mit SchallOS Studio entsteht derzeit eine neue Entwicklungsplattform, die genau diese Anforderungen miteinander verbinden soll. Die Plattform richtet sich insbesondere an Entwickler individueller Business-Anwendungen sowie an FileMaker-Entwickler, die bestehende Lösungen in eine moderne, unabhängige Softwarearchitektur überführen oder neue Anwendungen entwickeln möchten.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Entwicklung einer Anwendung. SchallOS begleitet den gesamten Lebenszyklus einer Business-Lösung – von der ersten Tabellenstruktur über KI-gestützte Programmierung und automatische Dokumentation bis hin zu Deployment, Updates und langfristigem Betrieb.
Von der FileMaker-Migration zur eigenständigen Plattform
Ausgangspunkt des Projekts war die Entwicklung einer leistungsfähigen Migrationsplattform für bestehende FileMaker-Lösungen. Schnell zeigte sich jedoch, dass eine moderne Nachfolgeplattform weit mehr leisten muss als Tabellen, Felder und Layouts zu übernehmen.
Gewachsene Unternehmenslösungen bestehen aus Geschäftsprozessen, Berechnungen, Skripten, Dokumentationen und zahlreichen individuellen Erweiterungen. SchallOS verfolgt deshalb das Ziel, diese Anwendungen nicht lediglich technisch zu übertragen, sondern in eine eigenständige Plattform zu überführen, die langfristig unabhängig weiterentwickelt werden kann.
Nach einer vollständigen Migration soll FileMaker für den produktiven Betrieb der neuen Lösung nicht mehr erforderlich sein. Anwendungen können stattdessen lokal, auf eigenen Servern oder als Cloud-Lösung betrieben werden.
Entwicklung und Betrieb bleiben klar getrennt
Die Plattform gliedert sich in mehrere klar definierte Bereiche:
- SchallOS Studio bildet die Entwicklungsumgebung für Datenmodell, Layouts, Formeln, Funktionscontainer und Benutzeroberflächen.
- SchallOS Runtime führt veröffentlichte Anwendungen aus und stellt die eigentliche Laufzeitumgebung bereit.
- SchallOS Control übernimmt die Verwaltung von Installationen, Deployment-Zielen, Datenbankadaptern, KI-Adaptern und Updates.
- SchallOS Cloud ermöglicht den Betrieb derselben Anwendungen als zentral verwaltete SaaS-Lösung.
Alle Bereiche greifen auf dieselbe Lösungsarchitektur zurück und verwenden dieselben portablen Struktur- und Datencontainer.
Trennung von Struktur und Daten
Ein zentrales Architekturmerkmal von SchallOS ist die konsequente Trennung zwischen Anwendungsstruktur und produktiven Geschäftsdaten.
Der sogenannte SSC-Container beschreibt Aufbau, Layouts, Formeln, Funktionen, Übersetzungen und weitere Bestandteile der Anwendung. Der SSD-Container enthält dagegen ausschließlich die produktiven Unternehmensdaten.
Diese Trennung erleichtert Updates, Migrationen und unterschiedliche Betriebsmodelle erheblich. Anwendungen können weiterentwickelt werden, ohne den produktiven Datenbestand vollständig austauschen zu müssen. Gleichzeitig wird der Wechsel zwischen lokalen Installationen, Serverbetrieb und Cloud deutlich vereinfacht.
KI wird Bestandteil der Entwicklungsumgebung
Ein wesentlicher Schwerpunkt von SchallOS liegt auf der tiefen Integration künstlicher Intelligenz. Die KI arbeitet nicht als separates Chatfenster neben der eigentlichen Entwicklungsumgebung, sondern direkt innerhalb der Werkzeuge, mit denen Entwickler täglich arbeiten.
Sie unterstützt unter anderem beim Erstellen und Erklären von Formeln, bei der Entwicklung von Funktionscontainern, bei der Analyse bestehender Geschäftslogik sowie bei der Dokumentation und Migration vorhandener Anwendungen.
Besonders umfangreiche Geschäftsprozesse werden dabei über sogenannte Funktionscontainer beschrieben. Die eigentliche Programmlogik kann auf Grundlage dieser semantischen Beschreibung durch die KI erzeugt werden. Bestehende FileMaker-Skripte dienen dabei als zusätzliche Lern- und Referenzschicht, ohne dauerhaft Bestandteil der neuen Laufzeitumgebung zu bleiben.
Dadurch soll sich die Rolle des Entwicklers verändern: Weg von der manuellen Programmierung einzelner Befehle, hin zur fachlichen Beschreibung, Prüfung und Weiterentwicklung komplexer Geschäftsprozesse.
Agentensystem für spezialisierte KI-Aufgaben
Die KI-Schicht von SchallOS soll künftig nicht nur aus einem einzelnen Sprachmodell bestehen. Geplant ist ein modulares Agentensystem, bei dem spezialisierte KI-Agenten unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Ein Agent kann beispielsweise Formeln analysieren, ein anderer die Dokumentation erstellen, ein weiterer Migrationen vorbereiten oder bestehende Funktionen optimieren.
Dadurch lassen sich komplexe Entwicklungsaufgaben in mehrere spezialisierte Schritte aufteilen. Gleichzeitig bleibt die eigentliche Entwicklungsumgebung unabhängig von einem einzelnen Modell oder Anbieter.
Lokale KI und Cloud-Modelle über Adapter
SchallOS verfolgt bewusst einen offenen Ansatz bei der Einbindung künstlicher Intelligenz. Über SchallOS Control können sowohl lokale als auch cloudbasierte KI-Systeme eingerichtet werden.
Lokale Modelle lassen sich beispielsweise über llama.cpp, Ollama oder LM Studio verwenden. Zusätzlich können Cloud-Dienste wie ChatGPT oder Claude eingebunden werden.
Einmal eingerichtete KI-Adapter stehen anschließend der gesamten Plattform zur Verfügung – etwa im Formeleditor, in Funktionscontainern, bei der Dokumentation oder im Adapter Studio. Dadurch kann je nach Aufgabe entschieden werden, ob ein kleines lokales Modell ausreicht oder ein leistungsfähiger Cloud-Dienst verwendet werden soll.
Dokumentation entsteht automatisch
Ein weiterer Schwerpunkt der Plattform liegt auf der automatischen Dokumentation. Während der Entwicklung protokolliert SchallOS Änderungen an Tabellen, Feldern, Layouts, Formeln und Funktionen. Diese Informationen werden in sogenannten Change Sessions zusammengefasst und können später einem Release zugeordnet werden.
Die integrierte KI erzeugt daraus unterschiedliche Dokumentationen – beispielsweise technische Entwicklerberichte, Release Notes oder verständliche Leistungsnachweise für Kunden.
Dadurch entfällt ein großer Teil der nachträglichen Dokumentationsarbeit. Gleichzeitig entsteht eine langfristige Wissensbasis über die Entwicklung der jeweiligen Anwendung.
Einheitliche Update-Pipeline für Plattform und Anwendungen
SchallOS verwendet eine systemweite Update-Pipeline. Dieselbe Infrastruktur, über die SchallOS Studio, Runtime und Control aktualisiert werden, steht später auch für die mit SchallOS entwickelten Anwendungen zur Verfügung.
Ein Release kann neben einer neuen Anwendungsstruktur auch Datenmigrationen, Prüfungen, Signaturen und Rollback-Informationen enthalten. Vor der Installation werden Sicherungen erstellt und technische Voraussetzungen überprüft. Nach der Aktualisierung kontrolliert SchallOS automatisch, ob Struktur, Daten und Runtime wieder einen konsistenten Zustand bilden.
Dadurch erhalten auch individuell entwickelte Business-Anwendungen eine professionelle Update-Infrastruktur, wie sie bislang häufig nur großen Softwareprodukten vorbehalten war.
Flexible Deployment-Modelle
Neben der eigentlichen Entwicklung spielt auch die Bereitstellung fertiger Anwendungen eine zentrale Rolle. SchallOS unterstützt unterschiedliche Betriebsmodelle – vom lokalen Einzelplatz über Desktop-Anwendungen für Windows und macOS bis hin zu zentralen PostgreSQL-Servern und vollständig cloudbasierten SaaS-Lösungen.
Die Plattform trennt dabei konsequent Entwicklung und Laufzeit. Anwendungen werden einmal entwickelt und anschließend über SchallOS Control für die jeweilige Zielumgebung bereitgestellt.
Auch Datenbankadapter und Runtime-Profile lassen sich zentral verwalten.
Offene Architektur für langfristige Weiterentwicklung
Ein wesentliches Ziel von SchallOS besteht darin, Herstellerabhängigkeiten zu reduzieren. Datenbankadapter, KI-Systeme und Deployment-Ziele sollen austauschbar bleiben. Neue Modelle und Technologien können ergänzt werden, ohne die eigentliche Entwicklungsplattform grundlegend verändern zu müssen.
Dadurch soll eine langfristig offene Architektur entstehen, die sich an neue technische Entwicklungen anpassen kann und gleichzeitig bestehende Unternehmenslösungen schützt.
Geplanter Start im Herbst 2026
Der öffentliche Start von SchallOS ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Bis dahin werden insbesondere die Entwicklungsumgebung, die integrierte KI-Schicht, die Migration bestehender FileMaker-Strukturen sowie die Deployment- und Runtime-Komponenten weiter ausgebaut.
Hier finden Sie weitere Informationen und Screenshots zu SchallOS:
Von FileMaker zur Cloud: Wie SchallOS Business-Software mit KI, Runtime und Updates verbindet
Mit SchallOS entsteht damit nicht nur eine neue Entwicklungsumgebung, sondern eine Plattform, die Entwicklung, künstliche Intelligenz, Dokumentation, Deployment und Betrieb erstmals innerhalb einer gemeinsamen Architektur zusammenführen möchte.
Weitere Informationen und regelmäßige Entwicklungsberichte werden auf dem Online-Magazin des M. Schall Verlags veröffentlicht.
Häufig gestellte Fragen
- Was ist SchallOS Studio eigentlich?
SchallOS Studio ist eine Entwicklungsplattform für individuelle Business-Software. Sie verbindet Datenmodell, Layoutentwicklung, KI-gestützte Programmierung, Dokumentation, Deployment und Updates in einer gemeinsamen Umgebung. Entwickelt wurde die Plattform insbesondere für anspruchsvolle Business-Anwendungen und für die Migration bestehender FileMaker-Lösungen in eine moderne, unabhängige Architektur. - Warum wurde SchallOS entwickelt?
Viele Unternehmen setzen seit Jahren auf individuell entwickelte Datenbanklösungen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Cloud-Betrieb, künstliche Intelligenz, Dokumentation und langfristige Wartbarkeit. SchallOS soll diese Bereiche in einer gemeinsamen Plattform zusammenführen und eine langfristige Perspektive für bestehende und neue Business-Anwendungen schaffen. - Ist SchallOS ausschließlich für FileMaker-Entwickler gedacht?
Nein. FileMaker bildet zwar einen wichtigen Ausgangspunkt des Projekts, SchallOS kann jedoch ebenso für vollständig neue Anwendungen genutzt werden. Die Plattform richtet sich grundsätzlich an Entwickler individueller Business-Software und Unternehmen, die langfristig unabhängige Anwendungen entwickeln oder betreiben möchten. - Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz in SchallOS?
Die KI ist direkt in die Entwicklungsumgebung integriert. Sie unterstützt beim Erstellen und Erklären von Formeln, entwickelt Funktionscontainer, hilft bei Migrationen und erstellt automatisch Dokumentationen. Geplant ist außerdem ein Agentensystem, bei dem spezialisierte KI-Agenten unterschiedliche Entwicklungsaufgaben übernehmen. - Muss für die KI immer ein Cloud-Dienst verwendet werden?
Nein. SchallOS unterstützt sowohl lokale als auch cloudbasierte Modelle. Lokale KI kann beispielsweise über llama.cpp, Ollama oder LM Studio betrieben werden. Zusätzlich lassen sich Cloud-Dienste wie ChatGPT oder Claude als KI-Adapter einrichten. Dadurch kann je nach Aufgabe zwischen Datenschutz, Geschwindigkeit und Rechenleistung gewählt werden. - Wie werden Anwendungen später ausgeliefert?
SchallOS unterstützt verschiedene Deployment-Modelle. Anwendungen können lokal auf Windows oder macOS betrieben, auf einem eigenen Server installiert oder als Cloud-Lösung bereitgestellt werden. SchallOS Control verwaltet dabei Deployment, Runtime-Profile, Updates und technische Konfigurationen zentral. - Was unterscheidet SchallOS von klassischen Low-Code-Plattformen?
SchallOS beschränkt sich nicht auf die Erstellung von Benutzeroberflächen. Die Plattform integriert Entwicklung, KI, Dokumentation, Deployment, Updates und Runtime in einer gemeinsamen Architektur. Außerdem werden Struktur und produktive Daten konsequent getrennt, wodurch Wartung und Weiterentwicklung erheblich vereinfacht werden. - Wie unterstützt SchallOS die langfristige Wartung einer Anwendung?
Während der Entwicklung werden Änderungen automatisch protokolliert. Die integrierte KI kann daraus technische Dokumentationen, Release Notes oder Kundenberichte erzeugen. Zusammen mit der integrierten Update-Pipeline entsteht eine nachvollziehbare Entwicklungsgeschichte, die spätere Erweiterungen und Wartungsarbeiten deutlich erleichtert. - Wann soll SchallOS veröffentlicht werden?
Der erste öffentliche Start ist für Herbst 2026 geplant. Zunächst stehen die Entwicklungsumgebung, die Migration bestehender FileMaker-Strukturen, die KI-Schicht, Deployment, Runtime sowie die automatische Dokumentation im Mittelpunkt. Weitere Funktionen werden anschließend schrittweise ergänzt. - Wo gibt es weitere Informationen über SchallOS?
Aktuelle Informationen, technische Einblicke und Entwicklungsberichte erscheinen regelmäßig auf dem Online-Magazin des M. Schall Verlags. Dort werden auch neue Funktionen, Screenshots und Fortschritte der Plattform vorgestellt.

Der M. Schall Verlag wurde 2025 von Markus Schall gegründet – aus dem Wunsch heraus, Bücher zu veröffentlichen, die Klarheit schaffen, zum Nachdenken anregen und sich bewusst dem hektischen Strom des Zeitgeists entziehen. Der Verlag versteht sich nicht als Massenmarktplatz, sondern als kuratierte Plattform für Inhalte mit Haltung, Tiefgang und Substanz.








