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Impulse für die Demokratie der Zukunft

(openPR) Zwölf internationale Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kreativwirtschaft entwickeln im diesjährigen Humboldt Residency Programm vom 3. August bis 11. September Ideen zum Thema „Democracy 2.26 – Designing Political Participation“. Die Teilnehmenden hinterfragen politische Teilhabe als Konzept und entwerfen und erproben innovative Formate der informellen politischen Partizipation.

Derzeit gewinnen populistische Bewegungen, die demokratische Grundwerte infrage stellen, weltweit an Zulauf. Diese Entwicklung wird durch wachsendes Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen und das Gefühl unzureichender politischer Repräsentation begünstigt. Um ihre langfristige Stabilität zu sichern, müssen Demokratien daher die unterschiedlichen Lebensrealitäten ihrer Bürger*innen stärker berücksichtigen und vielfältige Möglichkeiten zur politischen Beteiligung schaffen. Denn eine funktionierende Demokratie lebt davon, dass sich die Bevölkerung über das reine Wählen hinaus aktiv am politischen und gesellschaftlichen Leben beteiligt.

Unter der kreativen Leitung des Historikers und Kulturwissenschaftlers Klaus Neumann startet das Programm am 3. August 2026 mit einer Kennenlern- und Arbeitsphase in der brandenburgischen Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf. Während des anschließenden vierwöchigen Aufenthalts in Berlin plant die Gruppe, deren Mitglieder unter anderem aus Kamerun, Kanada, Mexiko und Nepal kommen, Netzwerktreffen mit Expert*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie eigene Dialogangebote für die Berliner Öffentlichkeit.

Das Humboldt Residency-Programm bringt seit 2022 jedes Jahr eine transdisziplinäre Gruppe von Forschenden, Journalist*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen zusammen, die während eines sechswöchigen Aufenthalts in Brandenburg und Berlin an einem gemeinsamen Thema arbeitet. Die fachlich, räumlich und sozial diverse Herkunft der Teilnehmenden soll zu innovativen Ideen und Lösungsansätzen beitragen, die wissenschaftliche Erkenntnisse für die Gesellschaft nutzbar machen. Mit Veranstaltungen und Veröffentlichungen will das Programm sichtbare Impulse in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik setzen. Es wird vom Auswärtigen Amt finanziert und findet in Kooperation mit der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf statt.

Die Teilnehmenden:

• Leitung: Der Historiker und Kulturwissenschaftler Klaus Neumann (Australien) arbeitet zu (Post-)Kolonialismus, Flüchtlings- und Asylpolitik sowie Fragen historischer Gerechtigkeit.

• Matthias Fritsch (Kanada) befasst sich als Philosophieprofessor mit Umweltphilosophie und politischer Theorie, insbesondere an der Schnittstelle von Klimawandel und Demokratie.

• Guy Beaudry Jengu Jengu (Kamerun) ist als Politikanalyst in der Abteilung für Governance und Demokratie am Nkafu Policy Institute tätig.

• Xianan Jin (Vereinigtes Königreich) ist eine feministische Politikwissenschaftlerin an der Universität Exeter, wo sie afrikanische Politik und Gender-Theorie unterrichtet.

• Samik Kharel (Nepal) ist international publizierender Journalist, der sich auf die Auswirkungen digitaler Technologien in Demokratien, besonders im Hinblick auf Jugendbewegungen, spezialisiert hat.

• Daryna Kharuk (Polen) ist Politikwissenschaftlerin und untersucht die Rolle der Zivilgesellschaft in der Ukraine während des russischen Angriffskrieges.

• Kamila Kolodziejczyk (Kanada) erforscht als Doktorandin der Politikwissenschaft, welchen Einfluss die Vertretung junger Menschen auf deren Einstellungen und politisches Verhalten hat.

• Akos Kopper (Ungarn) ist Politikwissenschaftler und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Rolle von Humor und Vulgarität in populistischer Politik.

• Marcella Nery (Brasilien) ist Programmdirektorin bei Delibera Brasil, einer gemeinnützigen Organisation, die sich der Stärkung der Demokratie durch Bürgerbeteiligung widmet.

• Katy Rubin (USA, Vereinigtes Königreich) ist ausgebildete Schauspielerin und Expertin für „Legislative Theatre“. Sie ist Gründerin von „The People Act“, einer Plattform für kreatives bürgerschaftliches Engagement.

• Margarita Valdovinos (Mexiko) erforscht als Professorin für Philologie kulturelle und sprachlichen Praktiken der indigenen Völker Mexikos und fördert aktiv die Teilhabe von Frauen in der Wissenschaft.

• Alethea Wong (Malaysia) unterstützt staatliche und zivilgesellschaftlichen Institutionen darin, Verwaltungsreformen und Gesetzgebung weiterzuentwickeln.

Fünf der Teilnehmenden wurden in der Vergangenheit bereits von der Humboldt-Stiftung gefördert: Klaus Neumann mit einem Feodor Lynen-Forschungsstipendium, Matthias Fritsch, Akos Kopper und Margarita Valdovinos mit einem Humboldt-Forschungsstipendium und Marcella Nery mit einem Bundeskanzler-Stipendium.

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Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 63 mit Nobelpreis.

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Pressekontakt
Kristina Güroff
Tel: +49 228 833-455
E-Mail: E-Mail

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