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Wenige Hochschulen prägen die Start-up-Landschaft

(openPR) Die Studie „Entrepreneurial Impact of Academic Institutions“ hatte im vergangenen Jahr erstmals ein vollständiges Bild gezeigt, wo in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Start-up-Gründerinnen und -Gründer studiert und geforscht haben. Nun hat das Forschungsteam von Technischer Universität München (TUM), ETH Zürich und Universität Innsbruck die Daten zu den rund 51.000 Start-ups, die von 2014 bis 2024 in den drei Ländern gegründet wurden, weiter ausgewertet. Die heute beim TUM Entrepreneurship Day vorgestellten Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für Gründungsförderung und Hochschulpolitik und zeigen, welche Hochschulen die Start-up-Landschaft prägen.

Zahl der Mitarbeitenden:

Die meisten Arbeitsplätze im deutschsprachigen Raum wurden von Start-ups geschaffen, die Unternehmenssoftware anbieten. Es folgen die Branchen Verkehr, Energie und Finanztechnologie. Die Verteilung in der Schweiz und in Österreich fällt anders aus. In der Schweiz sind Finanztechnologie und der Gesundheitssektor führend, in Österreich die Energiebranche.

Im Ranking der Hochschulen und Forschungsgesellschaften gibt es vier Einrichtungen, deren Studierende, Forschende und Alumni mit ihren Start-ups mehr als 20.000 Arbeitsplätze geschaffen haben: die TUM (rund 25.500), die WHU – Otto Beisheim School of Management (25.000), die Universität St. Gallen (21.500) und die ETH Zürich (21.000). Auch gemessen an der Zahl der Start-ups, die mehr als 50 Mitarbeitende beschäftigen, sind Gründungsteams mit mindestens einer Gründerin oder einem Gründer von TUM (90), Universität St. Gallen (85) und WHU (76) am erfolgreichsten.

Der erste Teil der Studie hatte bereits ergeben, dass die meisten Start-ups von Studierenden, Mitarbeitenden und Alumni der TUM (rund 1.100), der ETH Zürich (1.000) und der Universität St. Gallen (850) gegründet wurden. Setzt man die Zahl der Start-ups in Relation zur Zahl der Studierenden der Hochschulen, steht die WHU vorn (350 Start-ups pro 1.000 Studierende).

Finanzierung:

Die Höhe der Finanzierung der Start-ups unterscheidet sich stark. Während 10 Prozent mehr als 20 Millionen Euro einwerben konnten, mussten sich mehr als 40 Prozent mit weniger als einer Million Euro begnügen. Am meisten Investitionen flossen in Start-ups aus den Bereichen Finanztechnologie, Gesundheit und Software. Die höchste Finanzierung pro Unternehmen erzielte die Verkehrsbranche.

Die höchste Gesamtsumme haben Gründerinnen und Gründer aus der TUM eingeworben (rund 8,6 Milliarden Euro). Es folgen die Universität St. Gallen (6,6 Milliarden) und die WHU (6,1 Milliarden). Den besten Medianwert erreichten Teams aus der WHU (4,4 Millionen), den besten Durchschnittswert Teams aus der LMU München (33,2 Millionen).

Gründungszeit und Vorerfahrung:

Fast 40 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer gründen in den ersten zwei Jahren nach ihrem (letzten) Hochschulabschluss, die Durchschnittszeit liegt bei sechs Jahren. Frauen gründen im Schnitt ein Jahr früher als Männer. Ebenfalls ein Jahr kürzer ist die Zeit bis zur Gründung in Deutschland im Vergleich zur Schweiz. Haben die Gründerinnen und Gründer nach ihrem Hochschulabschluss zunächst bei anderen Unternehmen gearbeitet, dann überwiegend bei DAX-Konzernen, zumeist in der Industrie, und Unternehmensberatungen. Deutlich kleiner ist der Anteil der IT-Branche.

Am schnellsten nach ihrem Abschluss gründen Absolventinnen und Absolventen der HHL Leipzig Graduate School of Management (4,4 Jahre), gefolgt von Alumni der TUM und der WHU (jeweils 4,7 Jahre).

Methodik:

Erfasst hat das Forschungsteam die zwischen 2014 bis 2024 gegründeten Start-ups, deren Gründerinnen und Gründer, Mitarbeitende und Finanzierung über Datenbanken und Plattformen wie Startupdetector, Austrian Startup Monitor, Startupticker, Startup.ch, Dealroom, Crunchbase und Pitchbook sowie über LinkedIn-Profile. Die Start-ups wurden den verschiedenen akademischen Institutionen zugeordnet, sofern diese mit einem substanziellen Anteil zu den Ausbildungs- und Karrierestufen der Gründungsteams beigetragen hatten.

Weitere Informationen:
Die Studie wurde mit Mitteln der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Isabel Tretow
Technische Universität München (TUM)
Lehrstuhl für Strategie und Organisation
E-Mail

Originalpublikation:
Tretow, I., Lemanczyk, P., Treffers, T., Welpe, I.M., Clarysse, B., Füller, J. (2026). Entrepreneurial Impact of Academic Institutions 2026 in DACH Region: Munich Impact Study – Deep Dive Analysis.
https://www.entrepreneurshipranking.com

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