openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Die Rente ist sicher - Kein Kahlschlag bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwarten

23.06.2026 • 14:53 Uhr • Politik, Recht & Gesellschaft
CGB (© CGB)
CGB (© CGB)

(openPR) Zu den heute vorgelegten Empfehlungen der Rentenkommission erklärte in einer ersten Stellungnahme der stellvertretende Bundesvorsitzende der CGB-CDA-Arbeitsgemeinschaft und Bremer CGB-Landesvorsitzende Peter Rudolph:

Die Rentenkommission hat termingerecht ihren Bericht vorgelegt. Das die 33 Empfehlungen, auf die man sich verständigt hat, nicht auf ungeteilte Zustimmung der Koalitionsparteien wie auch der Opposition, der Sozialverbände oder der Sozialpartner stoßen würde, war zu erwarten. Es wäre daher verfehlt, die Kommissionsempfehlung in Gänze in einen Gesetz-entwurf zu übernehmen und noch vor der parlamentarischen Sommerpause dem Deutschen Bundestag zuzuleiten. Die Vorschläge verdienen es, sorgfältig geprüft und debattiert zu werden. CGB und CDA/CGB-AG erwarten, dass Bundesre-gierung und Parlament hierfür ausreichend Zeit einräumen.

Zu den Empfehlungen selbst:

Anders als vielfach befürchtet, wird in den Empfehlungen der Rentenkommission die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung nicht infrage gestellt. Dies gilt auch in Bezug auf das Rentenniveau, für das die Kommission in ihrer Empfehlung 1 als politische Zielgröße einer lebensstandardsichernden Altersversorgung eine Nettoersatzquote von mindestens 70 Prozent nach Steuern empfiehlt sowie in Empfehlung 14 die Beibehaltung der Koppelung der Rentenentwicklung an die Lohnentwicklung. Ein konkretes Rentenniveau, wie es aktuell bis 2031 festgeschrieben ist, wird in den Kommissions- empfehlungen nicht genannt. In Bezug auf den Nachhaltigkeitsfaktor, der nach seiner Aussetzung bis 2031 wieder zum Tragen kommen soll, sowie bezüglich weiterer Dämpfungsfaktoren heißt es in Empfehlung 14, dass das Rentenniveau unter Berücksichtigung des gesamten vorgeschlagenen Rentenpakets sowohl für den Rentenbestand als auch für die zukünftigen Rentenneuzugänge mindestens so hoch wie heute ausfallen soll.

Zur Sicherung des Rentenniveaus soll laut Kommissionsempfehlung 28 auch die Einführung einer obligatorischen kapitalgedeckten Renten-Komponente beitragen. Empfohlen hierzu wird ein paritätisch finanzierter zusätzlicher Beitragssatz von zwei Prozent. Ausgebaut soll ebenfalls die betriebliche Altersvorsorge, für die keine gesetzliche Verpflichtung gefordert, aber perspektivisch eine annähernd flächendeckende Verbreitung gefordert wird.

Die Rentenkommission hat sich in ihren Empfehlungen nicht die Forderung nach einer Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre zu eigen gemacht. Stattdessen schlägt sie für die Zeit nach 2031 eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung vor, was bis 2041 eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters von 67 auf 67,5 Jahre bedeuten würde. Ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren wäre danach erst in den 2090er Jahren erreicht.

Zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung insbesondere Älterer empfiehlt die Rentenkommission u.a. die Anhebung der Alters-grenze für die Inanspruchnahme von Altersteilzeit von 55 auf 58 Jahre, eine zeitnahe Anhebung der Altersgrenze für lang-jährig Versicherte von 63 auf 65 Jahre, die Abschaffung der Altersteilzeit im Blockmodell sowie die Abschaffung des abschlagsfreien Renteneintritts für besonders langjährig Versicherte. Nach einer Studie des DIW für die Bertelsmann-Stiftung könnte allein die Umsetzung der letztgenannten Empfehlung der Rentenversicherung zu Einsparungen von rd. 10 Mrd. Euro jährlich verhelfen. Gleichwohl wird diese Empfehlung nicht nur vom CGB und der CDA/CGB-AG kritisch gesehen, da sie auch viele gesundheitlich Beeinträchtigte sowie Personen mit erschwerter Arbeitsbiographie dazu zwingen würde, länger arbeiten zu müssen. Dies ist allerdings auch der Kommission bewusst. Sie fordert daher für diesen Personenkreis neue Entlastungsregelungen sowie eine Überarbeitung des Begriffs Erwerbsminderung.

Zur Empfehlung der Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung, wie sie Österreich weitgehend vollzogen hat, konnte sich die Rentenkommission nicht durchringen. In ihren Empfehlungen 22, 23 und 24 empfiehlt sie jedoch, künftig alle nicht obligatorisch abgesicherten Selbständigen, die Vorstände von Aktiengesellschaften sowie die Abgeordneten des Bundestags und der Landesparlamente in den Kreis der Pflichtversicherten der gesetzlichen Rentenversicherung einzubeziehen.

Besonders zu begrüßen ist aus Sicht christlicher Gewerkschaften, dass die Rentenkommission eine Begrenzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung ablehnt, dessen Höhe in der politischen Diskussion vielfach zu Begründung einer Rentenreform herhalten musste. Die Kommission empfiehlt in ihrer Empfehlung 17 vielmehr eine nachvollziehbare Systematisierung und transparente Darstellung der sogenannten versicherungsfremden Leistungen. Leistungen, die eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe erfüllen, seien perspektivisch vollständig über Bundesmittel zu erstatten.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1315757
 249

Pressebericht „Die Rente ist sicher - Kein Kahlschlag bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwarten“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von CGB-Landesverband Bremen

Bild: Demokratie sichern - AfD verbieten
Demokratie sichern - AfD verbieten
Statement des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CGB/CDA-Arbeitsgemeinschaft und Bremer CGB-Vorsitzenden Peter Rudolph Sachsen-Anhalt hat gewählt. Nach vorläufigem Endergebnis erhielt die als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD 43,8 Prozent der Wählerstimmen. Rechnet man noch die Stimmen für die Linkspartei und das BSW hinzu, haben in Sachsen-Anhalt 57,7 Prozent der Wählerinnen und Wähler bewusst den Extremisten von rechts und links ihre Stimme gegeben. Sie haben damit ihre demokratische Unreife bewiesen und den alten APO-Spruch „Nu…
Bild: Kaum Netto-Entlastung durch die vom Kabinett beschlossene Steuerreform
Kaum Netto-Entlastung durch die vom Kabinett beschlossene Steuerreform
Das Bundeskabinett hat sich in seiner Sitzung am 2.9. auf eine halbherzige Steuerreform mit ei­nem Entlastungsvolumen von rund 10 Mrd. Euro verständigt. In der Diskussion war zuvor von Ent­lastungen von 20 bis 30 Mrd. Euro die Rede. Der CGB erachtet die vorgese­hene Reform, die noch von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden muss, als mut­los und unzureichend. Er kriti­siert insbesondere, dass mit dem Einkommenssteuerreform­gesetz kein vollständiger Abbau der kalten Progression verbunden ist. Wenn es nicht noch zu Nachbesserungen im Geset…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Rentner unter 65 dürfen jetzt 400 Euro dazuverdienenBild: Rentner unter 65 dürfen jetzt 400 Euro dazuverdienen
Rentner unter 65 dürfen jetzt 400 Euro dazuverdienen
… dür-fen Rentner unter 65 jetzt monatlich dazuverdienen. Rückwirkend zum 1. Januar 2008 hat der Gesetzgeber die Hinzuverdienstgrenze jetzt angeho-ben. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Hessen hin. Die Hinzuverdienstgrenze für Altersrentner unter 65 wurde oft mit der Ver-dienstgrenze für Minijobber verwechselt, die schon länger bei 400 Euro liegt. …
Kahlschlag bei der Rente - Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik werden die Renten gekürzt
Kahlschlag bei der Rente - Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik werden die Renten gekürzt
… die zuständigen Berichterstatter, Hildegard Müller MdB und Gerald Weiß MdB: Nachdem die Bundesregierung mit ihrer verfehlten Wirtschafts- und Finanzpolitik der letzten fünf Jahre die gesetzliche Rentenversicherung in die größte Finanzkrise seit Bestehen der Bundesrepublik geführt hat, greift sie - wie in den vergangenen beiden Jahren - erneut zu völlig …
Bild: Pflegebeiträge 2025: Neurentner zahlen doppelt - Rentenberater fordern Korrektur
Pflegebeiträge 2025: Neurentner zahlen doppelt - Rentenberater fordern Korrektur
… doppelt – Rentenberater fordern KorrekturFür viele Neurentnerinnen und Neurentner, die zwischen Februar und Juni 2025 erstmals eine Rente der Deutschen Rentenversicherung bezogen haben, bringt der Rentenmonat Juli eine unerwartete finanzielle Belastung: Die Deutsche Rentenversicherung erhebt rückwirkend Pflegeversicherungsbeiträge – auch für Monate, …
Bild: Gut beraten macht die Rente im Alter keine Sorgen!Bild: Gut beraten macht die Rente im Alter keine Sorgen!
Gut beraten macht die Rente im Alter keine Sorgen!
… wird Sie im Alter nicht ausreichend absichern!": Mahnt Serdar Siktas, Geschäftsführer von Siktas24, an ------------------------------ Nach wie vor ist die gesetzliche Rentenversicherung (https://www.siktas24.de/vorsorge-kapital/rente/) für einen großen Teil der Deutschen der wichtigste Baustein für die Sicherung ihres Einkommens im Alter. Dabei sinkt …
Bild: Zusatzrente für Pflegepersonen
Zusatzrente für Pflegepersonen
Seit 01.01.2017 sind für pflegende Angehörige durch die Pflegekasse auch dann Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung zu zahlen, wenn die Pflegeperson bereits Altersrente bezieht   Für Personen, die pflegebedürftige Menschen in häuslicher Umgebung nicht erwerbsmäßig pflegen, sind durch die Pflegekasse unter bestimmten Voraussetzungen Pflichtbeiträge zur …
Bild: Leitfaden für die Rürup Rente - die wichtige Basisvorsorge für Selbständige und FreiberuflerBild: Leitfaden für die Rürup Rente - die wichtige Basisvorsorge für Selbständige und Freiberufler
Leitfaden für die Rürup Rente - die wichtige Basisvorsorge für Selbständige und Freiberufler
… Förderung, wurde insbesondere an die Personengruppen der Selbständigen und Freiberufler gedacht, die keine Riester-Förderung erhalten und oft auch nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Für sie ist die Basisrente meist die einzige Möglichkeit, steuerlich geförderte Altersvorsorge aufzubauen. Im 3-Schichten Modell der Altersvorsorge steht die …
Bild: Finanziell bestens beratenBild: Finanziell bestens beraten
Finanziell bestens beraten
… vorhersagen, welche Rente er einmal erwarten kann. Da er noch nicht einmal weiß, in welchem Alter er tatsächlich in Rente gehen kann, ist eine private Rentenversicherung nahezu unverzichtbar. Canada Life bietet verschiedene Möglichkeiten für die private Rentenversicherung und für die betriebliche Altersvorsorge, nähere Informationen kann man bei Marco Mahling …
Bild: Neues Buch von Werner Siepe: Ihr Weg zu mehr Rente als Freiberufler
Neues Buch von Werner Siepe: Ihr Weg zu mehr Rente als Freiberufler
… der berufsständischen Versorgung. Selbstständige Künstler und Publizisten sind in der Künstlersozialkasse pflichtversichert. Nur wenige andere Freiberufler sind in der gesetzlichen Rentenversicherung kraft Gesetzes oder auf eigenen Antrag pflichtversichert. Rund die Hälfte aller selbstständigen Freiberufler muss auf andere Weise finanziell fürs Alter …
Bild: Die gesetzliche Rente betrifft alle ArbeitgeberBild: Die gesetzliche Rente betrifft alle Arbeitgeber
Die gesetzliche Rente betrifft alle Arbeitgeber
Der überwiegende Teil aller Beschäftigten in Deutschland wird Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Dabei hat sich der Schwerpunkt der Diskussion in den letzten Jahren auf die Höhe der Rente und auf den Zeitpunkt des Rentenbezuges verlagert. Doch wird dabei häufig übersehen, dass die gesetzliche Rentenversicherung als Bestandteil des …
Bild: Gerichte verbieten Fiktivabzug bei der Anrechnung rumänischer RentenBild: Gerichte verbieten Fiktivabzug bei der Anrechnung rumänischer Renten
Gerichte verbieten Fiktivabzug bei der Anrechnung rumänischer Renten
… Anwaltskanzlei Wagner aus Karlsruhe vertritt Rentner, die zum Teil in Rumänien geboren, nach Deutschland übergesiedelt sind und in beiden Staaten rentenversicherungspflichtige Arbeitszeiten zurückgelegt haben, bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche gegen die Deutsche Rentenversicherung. Die Deutsche Rentenversicherung berechnet eine geringere Rente, indem …
Sie lesen gerade: Die Rente ist sicher - Kein Kahlschlag bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwarten