(openPR) Sein beruflicher Weg in der Lasertechnik begann vor Jahren tatsächlich am BIAS. Geboren nahe Lübeck, waren mit Hamburg, Bremen und Dortmund weitere (ehemalige) Hansestädte wichtige Stationen in seinem Leben. Einst durch den Luft- und Raumfahrtschwerpunkt Bremens angezogen, studierte er hier Produktionstechnik mit dem Schwerpunkt Materialwissenschaft, promovierte im Bereich Laserfügetechnik für Leichtbaustrukturen und übernahm am BIAS parallel schrittweise Führungsverantwortung: zunächst als Gruppenleitung, über die Abteilungsleitung bis hin zur stellvertretenden bzw. kommissarischen Institutsleitung. 2021 erhielt er den Ruf auf eine Juniorprofessur mit Tenure Track von der TU Dortmund, wo er ab 2022 eine eigene Forschungsgruppe sowie neue Lehr-/Lernformate aufbaute.
In der Lehre verfolgt Peer Woizeschke einen integrativen Ansatz aus fallbasiertem Lehren, forschendem Lernen und Kompetenzorientierung. Sein erklärtes Ziel ist es, Studierende nicht nur mit Fachwissen auszustatten, sondern in ihnen die Fähigkeit und die Begeisterung zu wecken, eigenständig neue Lösungen für kommende Herausforderungen zu entwickeln. Woizeschke möchte seine eigene Faszination für Laserstrahlung als universelles berührungsloses Werkzeug weitergeben. Am BIAS und bei Kooperationspartnern werden Studierende daher bereits früh in die aktuelle Forschung und Entwicklung sowie in Kooperationsprojekte eingebunden.
Für das BIAS bringt er eine entscheidende Leitfrage mit: Wie kann Laserstrahlung dazu beitragen, sowohl die Fertigung als auch die Nutzungsphase von Produkten ressourcenschonend und gleichzeitig wirtschaftlich zu gestalten? Die Lasermaterialbearbeitung besitzt aufgrund ihrer hohen Präzision, Energieeffizienz, Flexibilität und Skalierbarkeit ein großes Potenzial für zukünftige wettbewerbsfähige Produktionsprozesse und klimaverträgliche Produkte. Fragestellungen am BIAS umfassen grundlegende Laser-Material-Wechselwirkungen als auch anwendungsorientierte Entwicklungen in den Bereichen Fügetechnik, Auftragschweißen, Schneiden und Bohren, Additive Fertigung, Oberflächenstrukturierung/-funktionalisierung sowie Mikrofertigung, speziell in Verbindung mit Lösungen zur Prozessüberwachung/-regelung, vertiefter Datennutzung, neuartiger Systemtechnik und/oder neuer Fertigungskonzepte. Ziele sollen die Fortführung und Stärkung bestehender Aktivitäten sowie der Aufbau neuer strategischer Schwerpunkte sein, auch an wichtigen Schnittstellen zu Wasserstofftechnologien, Luft- und Raumfahrtanwendungen sowie den Lebenswissenschaften. Anknüpfungen an bestehende Forschungsschwerpunkte der Universität Bremen gibt es u. a. im Rahmen des MAPEX Center for Materials and Processes und der Humans on Mars-Initiative. Gemeinsam gilt es, zukunftsfähige Wertschöpfungsnetzwerke und Kreisläufe zu etablieren.
Ende November lädt das BIAS erneut zum Laser Anwender Forum (LAF) nach Bremen ein. Anwenderberichte geben Einblicke in neue technologische Entwicklungen und beim Open House öffnet das BIAS seine Forschungslabore für die Teilnehmenden und gemeinsame Diskussionen vor Ort. Hier wird Woizeschke Einblicke in die zukünftige Ausrichtung geben und die Verflechtung von Wissenschaft und Anwendung vorantreiben.












