openPR Recherche & Suche
Presseinformation

DAAD warnt vor Ende der Hochschulkooperationen in der Entwicklungszusammenarbeit

(openPR) „Die Kürzungen bedrohen eine wichtige Säule der deutschen Außenwissenschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit: den strukturierten und nachweislich sehr erfolgreichen Einsatz unserer Hochschulen für deutsche Interessen durch Zusammenarbeit mit Partnern in den Ländern des Globalen Südens“, erklärte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee in Bonn. „Wer diese Hochschulkooperationen abbaut, spart zwar kurzfristig Geld, schwächt zugleich aber Deutschlands internationale Handlungsfähigkeit in Wissenschaft, Wirtschaft und bei der Fachkräftegewinnung. Die entstehenden Lücken weltweit werden andere Staaten wie China, möglicherweise auch Russland füllen – mit erheblichen Folgen für den Einfluss Deutschlands in den Ländern des Globalen Südens.“

Kürzungen treffen Hochschulpartnerschaften weltweit

Der DAAD befürchtet erhebliche Folgen für Hochschulpartnerschaften mit Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Bereits in diesem Jahr können von deutschen Hochschulen stark nachgefragte Projekte nicht erneut ausgeschrieben werden (SDG-Partnerschaften). In den Folgejahren laufen dann alle Hochschulkooperationsprogramme mit Ausnahme eines Alumni-Programms sowie die Programme aus BMZ-Sonderinitiativen, beispielsweise die sogenannten „Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und Afrika“, aus. Bis 2031 wären rund 60 Hochschulen in Deutschland von der Beendigung der Programme betroffen.

Der DAAD fördert mit BMZ-Mitteln bislang Projekte deutscher Hochschulen mit Partnerhochschulen in den Ländern des Globalen Südens. Die Kooperationen arbeiten zu Zukunftsthemen wie Energieversorgung, Wassermanagement, Gesundheit, Digitalisierung oder Unternehmertum. Der DAAD fördert dabei die Entwicklung praxisnaher Studiengänge, den Ausbau gemeinsamer Forschung, die Ausbildung von Fachkräften sowie die Verbesserung des Managements von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. In den vergangenen fünf Jahren erreichten die vom DAAD geförderten Hochschulprogramme fast 120.000 Menschen in knapp 60 Ländern. Rund 450 Partnerhochschulen und -institutionen weltweit waren daran beteiligt.

Kooperationen schaffen Netzwerke und sichern Einfluss

„Viele globale Herausforderungen lassen sich nur in enger Zusammenarbeit mit Partnern im Globalen Süden bewältigen“, sagte Mukherjee. „Die Hochschulkooperationen schaffen dafür langfristige und internationale Netzwerke zwischen Hochschulen, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Wer den Zugang zu diesen wissenschaftlichen Netzwerken verliert, verliert auch wichtige Zugänge zu Innovationen, internationalen Partnern und Zukunftsmärkten.“

Deutschland konkurriere weltweit um Talente, Partner und wissenschaftliche Kooperationen, so der DAAD-Präsident. In geopolitisch aufgeladenen Zeiten und unter hohem systemischem Konkurrenzdruck brauche Deutschland stabile internationale Wissenschaftsnetzwerke. „Die Hochschulkooperationen fördern nicht nur die Entwicklungsmöglichkeiten in den Partnerländern, sondern stärken auch Deutschlands Interessen in Wissenschaft, Wirtschaft und Außenpolitik weltweit. Wir sollten daher gemeinschaftlich großes Engagement daran setzen, diese Netzwerke langfristig zu erhalten“, so Mukherjee weiter.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1312392
 321

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „DAAD warnt vor Ende der Hochschulkooperationen in der Entwicklungszusammenarbeit “ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Betriebe können mit neuer kostenfreier App ihre Pflanzenschutz-Anwendungen digital erfassen
Betriebe können mit neuer kostenfreier App ihre Pflanzenschutz-Anwendungen digital erfassen
(Kleinmachnow) Mit DiPAgE stellt das Julius Kühn-Institut (JKI) eine kostenfreie Web-Anwendung zur Verfügung, mit der berufliche Anwenderinnen und Anwender von Pflanzenschutzmitteln (PSM) ihre Anwendungen digital und maschinenlesbar dokumentieren können. Die „App“ wurde vom JKI extra entwickelt, um die ab 2027 geltenden neuen gesetzlichen Anforderungen an die elektronische Dokumentation von Pflanzenschutzmittel-Anwendungen einfach in die betriebliche Praxis übertragen. Das Kürzel DiPAgE steht dabei für Digitale Pflanzenschutz-Anwendungsdaten-…
Fünf Hamburger Wissenschaftseinrichtungen bündeln ihre KI-Forschung im europäischen Netzwerk ELLIS
Fünf Hamburger Wissenschaftseinrichtungen bündeln ihre KI-Forschung im europäischen Netzwerk ELLIS
ELLIS steht für „European Laboratory for Learning and Intelligent Systems“. Das 2018 gegründete paneuropäische Exzellenznetzwerk verbindet führende Institutionen auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI) und fördert insbesondere die Grundlagenforschung zum maschinellen Lernen. Mit Hamburg sowie den neuen Standorten Côte d’Azur, Innsbruck, Irland und Norwegen wächst ELLIS auf 49 Units. Die ELLIS-Unit Hamburg bündelt die Expertise der fünf Einrichtungen. Das Forschungsprofil umfasst fünf Bereiche: Grundlagen des maschinellen Lernens, kog…

Das könnte Sie auch interessieren:

Neue „SDG-Partnerschaften“ ausgewählt: DAAD stärkt internationale Hochschulkooperationen für nachhaltige Entwicklung
Neue „SDG-Partnerschaften“ ausgewählt: DAAD stärkt internationale Hochschulkooperationen für nachhaltige Entwicklung
… institutionelle Kapazitäten in den Partnerländern zu stärken und anwendungsorientierte Beiträge zu nachhaltiger Entwicklung zu leisten.wissenschaftliche Ansprechpartner:Andreas BöhlerReferatsleiter Partnerschaftsprogramme, Alumniprojekte und Hochschulmanagement in der Entwicklungszusammenarbeit - P32DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst+49 228 882-8686
Bild: DAAD fördert deutsch-südafrikanische Kooperation für eine sozial gerechte Energiewende | Neues Fachzentrum ausgewählt
DAAD fördert deutsch-südafrikanische Kooperation für eine sozial gerechte Energiewende | Neues Fachzentrum ausgewählt
… Programmstart wurden 14 Fachzentren in 13 afrikanischen Ländern gefördert – acht befinden sich derzeit in der Förderung, sechs wurden bereits erfolgreich abgeschlossen.wissenschaftliche Ansprechpartner:Lars GeroldLeiter des Referats P31 - Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst+49 228 882 685
Bild: DAAD-Preis für hervorragende Studentin
DAAD-Preis für hervorragende Studentin
… Akademische Austauschdienst ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen und Mittlerorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik, der Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie der Entwicklungszusammenarbeit im Hochschulbereich. Des Weiteren fördert er die internationalen Beziehungen der deutschen Hochschulen mit dem Ausland durch den Austausch von …
Wolfgang Jung erhält den FH-Innovationspreis
Wolfgang Jung erhält den FH-Innovationspreis
… Fördervereins der Fachhochschule Frankfurt am Main e.V. wird für besondere Leistungen in Lehre, Forschung, Transfer, Weiterbildung oder bei der Entwicklung internationaler Hochschulkooperationen sowie für herausragende Verdienste um die Entwicklung der FH FFM insgesamt verliehen. Termin: 8. Juli 2008, 18 Uhr, FH FFM, Campus Nibelungenplatz/Kleiststraße, …
TH Wildau ist Best Practice Beispiel des DAAD für europäische Hochschulkooperationen bei Erasmus+
TH Wildau ist Best Practice Beispiel des DAAD für europäische Hochschulkooperationen bei Erasmus+
Die Technische Hochschule Wildau gehört zu den bundesweit zehn besten Beispielen für europäische Hochschulkooperationen der Projekte des Jahres 2015 im Rahmen des EU-Programms Erasmus+. Dabei wurden Studienaufenthalte von 29 Studierenden an Partnerhochschulen in den Niederlanden, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Litauen, Finnland, Schottland, Polen, …
DAAD fördert Internationalisierung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
DAAD fördert Internationalisierung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
… Beispiel ist die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die strategische Kooperationen mit drei internationalen Partnerhochschulen und Praxisakteuren aufbauen möchte. So sollen bestehende Hochschulkooperationen gezielt um eine Transferkomponente erweitert werden, die wissenschaftliche Zusammenarbeit und Praxis verbindet. Die Hochschule Rhein-Waal wiederum plant, unter …
Hochschulkooperationen als Schlüssel für Partnerschaften mit dem Globalen Süden
Hochschulkooperationen als Schlüssel für Partnerschaften mit dem Globalen Süden
… Konferenz stehen Expertinnen und Experten ausländischer Hochschulen für Gespräche bereit. Der DAAD vermittelt auf Anfrage gern Kontakte zu den internationalen Gästen. wissenschaftliche Ansprechpartner:Stefan Hase-BergenBereichsleiter – Entwicklungszusammenarbeit und überregionale ProgrammeDAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst+49 151 15 72 89 14
DAAD-Mitglieder warnen vor Ende der Hochschulkooperationen mit dem Globalen Süden
DAAD-Mitglieder warnen vor Ende der Hochschulkooperationen mit dem Globalen Süden
… erheblichen Folgen für den Einfluss Deutschlands in den Ländern des Globalen Südens.„Die deutschen Hochschulen und Studierendenschaften senden heute ein klares Signal: Hochschulkooperationen mit Partnern im Globalen Süden sind kein verzichtbares Nebenfeld, sondern ein strategischer Beitrag zur Sicherung deutscher Interessen und zur internationalen Handlungsfähigkeit …
Bild: Erasmus erreicht Marke von einer Million geförderten Studierenden aus DeutschlandBild: Erasmus erreicht Marke von einer Million geförderten Studierenden aus Deutschland
Erasmus erreicht Marke von einer Million geförderten Studierenden aus Deutschland
… nur Studienaufenthalte im Ausland, sondern auch Praktika, Kurzzeit- und Blended-Mobility-Formate, Lehr- und Weiterbildungsaufenthalte von Hochschulpersonal sowie internationale Hochschulkooperationen.Wirkung für Beruf, Karriere und persönliche EntwicklungDie Wirkung von Erasmus+ reicht über Studium und Hochschule hinaus: Ehemalige Erasmus-Geförderte …
Sie lesen gerade: DAAD warnt vor Ende der Hochschulkooperationen in der Entwicklungszusammenarbeit