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Wald im Wandel: Forschungsprojekt ROOT macht Veränderungen sichtbar und nutzbar

16.04.202610:57 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Wald im Wandel: Forschungsprojekt ROOT macht Veränderungen sichtbar und nutzbar

(openPR) Im Zentrum des vom bidt geförderten Projekts „ROOT“ steht eine digitale Anwendung, die aktuelle Informationen zu Waldveränderungen aus Perspektive von Satelliten direkt verfügbar macht – etwa zu Störungen des Waldes durch Dürre, Sturm oder Schädlingsbefall. Die App „ROOT Forest Monitor“ richtet sich insbesondere an Försterinnen und Förster, Waldbesitzende und weitere Entscheidungsträgerinnen und -träger im Forstbereich – kann aber auch von interessierten Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Im Rahmen des Abschlussevents zum Projekt wurde die App Ende März im Steigerwald präsentiert.

Die „ROOT Forest Monitor“-App ist ein digitales Werkzeug, das große Mengen an Satellitendaten verarbeitet und mit weiteren Quellen, wie Wetterdaten, kombiniert. Die Daten werden so aufbereitet und kontinuierlich aktualisiert, dass sie direkt vor Ort nutzbar sind – auch auf dem Smartphone im Gelände. Nutzende können Waldgebiete abonnieren, werden bei Veränderungen automatisch benachrichtigt und erhalten detaillierte Informationen zu Zeitpunkt, Ausmaß und vermuteten Ursachen von Störungen. Dadurch unterstützt die App Arbeitsabläufe im Wald und ermöglicht bessere Planbarkeit der Waldbegehungen und fundierte Entscheidungen.

„,ROOT‘ ist eines der erfolgreichsten vom bidt geförderten Konsortialprojekte. Im interdisziplinären Verbund wurden innovative wissenschaftliche Ergebnisse erzielt, die hochklassig publiziert wurden und die Grundlage für weitere Projekte gelegt haben. Gleichzeitig wurde eine Softwarelösung entwickelt, die einen konkreten Nutzen für den Umwelt- und Klimaschutz in Bayern hat und damit exakt dem bidt-Ziel einer gemeinwohlorientierten und nachhaltigen Gestaltung der digitalen Transformation entspricht“, sagt bidt-Direktorin Professorin Ute Schmid bei der Vorstellung des Wald-Monitors.

Auch der Informatiker Professor Samuel Kounev, der gemeinsam mit Dr. Nikolas Herbst im Projekt für Software Engineering verantwortlich zeichnete, lobte die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Forschende aus Biologie, Erdbeobachtung und Informatik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die sonst nicht gemeinsam arbeiten, hätten für dieses Projekt eine gemeinsame Sprache entwickelt. Diese disziplinübergreifende Kooperation habe erstaunlich gut funktioniert: „Weil wir alle ein gemeinsames, sehr greifbares Ziel hatten, das uns motiviert hat: Informationen so aufzubereiten, dass sie für Personen, die mit Wald zu tun haben, die für den Wald arbeiten, einen Mehrwert bieten. Mit dem großen Ziel, einen positiven Beitrag zum Thema Klimawandel zu leisten", sagt Herbst.

Der am Projekt beteiligte Ökologe Professor Jörg Müller hebt den Nutzen der Digitalisierung für die Praxis hervor: „Digitalisierung heißt im Falle unserer App nicht nur, dass es Daten von Satelliten gibt – sondern auch, dass jede und jeder sie zeitnah bekommt, um sie nutzen zu können. Gerade im Wald ist das umso wichtiger.“

In einem rund zehnköpfigen Projektteam ist so in drei Jahren eine leistungsfähige Anwendung entstanden – trotz vieler meist technischer Herausforderungen auf dem Weg der Entwicklung. Zugleich verstehen die Beteiligten den „ROOT Forest Monitor“ erst als Ausgangspunkt für weitere Entwicklungen:
„Mit der App ist ein wertvolles Werkzeug entstanden, das sich sehr gut in bestehende digitale Lösungen einfügt – und perspektivisch weiter ausgebaut werden kann“, sagt Professorin Claudia Künzer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Geplant seien unter anderem die Einbindung ergänzender Informationen wie die Differenzierung von Baumarten oder offene Schnittstellen zu bestehenden Plattformen.

In einer Forschungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Uni Würzburg geht das Thema weiter auf – unter anderem werden hier noch offene Forschungsfragen aus „ROOT“ in breiterem Kontext und weiteren Anwendungsszenarien untersucht. Ein Fortbetrieb der Anwendung über das Projektende hinaus wird derzeit geplant.

Das Projektteam ist sich einig, dass Störungen im Wald zugleich auch eine Chance bieten – für nachhaltigen Waldumbau und um somit auch die Klimaresilienz von Wäldern zu stärken. Dürreperioden, Schädlingsbefall, aber auch Stürme und in einigen Regionen Deutschlands ein erhöhtes Feuerrisiko setzen den Wäldern zunehmend zu. Gleichzeitig müssten Entscheidungen langfristig gedacht werden – denn Wälder entwickeln sich über viele Jahrzehnte hinweg.

Pressekontakt:
Anna-Maria Esch
Referentin Dialog
Tel.: +49 89 540 235 627
E-Mail:

Über das bidt:
Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) ist ein Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Es trägt dazu bei, die Entwicklungen und Herausforderungen des digitalen Wandels besser zu verstehen. Damit liefert es die Grundlagen, um die digitale Zukunft im Dialog mit der Gesellschaft verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert zu gestalten. Das bidt fördert herausragende interdisziplinäre Forschung und liefert als Think Tank Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft evidenzbasierte Empfehlungen. Forschung findet am Institut im offenen Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft statt.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. rer. nat. Nikolas Herbst
Lehrstuhl für Informatik II „Software-Engineering“ | Julius-Maximilians-Universität Würzburg
E-Mail:

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