(openPR) 50 % aller Gründerpaare trennen sich geschäftlich oder privat, weil die Doppelbelastung von Beziehung und Business zu extrem ist.*
Kein Wunder also, dass viele Investor:innen davon abraten, mit dem eigenen Partner oder der eigenen Partnerin zu gründen. Zu viel Nähe, zu wenig Distanz, zu hohes Konfliktpotenzial. Schnell wird der Küchentisch zum Büro. Entscheidungen hören nicht am Feierabend auf, Verantwortung nicht am Wochenende.
Und doch entstehen gerade dort, wo Arbeit und Leben sich berühren, Modelle, die überraschend stabil sind. Kater Kasimir ist ein Beispiel dafür. Nicht, weil hier alles perfekt wäre, sondern weil Nähe und Rollen bewusst gestaltet werden.
Beziehung vor Business
Die Gründer Denise und Gerald sind seit siebzehn Jahren ein Paar. Sie sind gemeinsam durch verschiedene Lebensphasen gegangen: Ausbildung, klassische Karrieren, Selbstständigkeit, Elternschaft. Erst danach wurden sie auch Unternehmer:innen zusammen.
Diese Reihenfolge ist entscheidend. Denn sie bedeutet, dass die Beziehung nicht aus dem Unternehmen heraus entstanden ist, sondern umgekehrt. Vertrauen, Konfliktfähigkeit und gegenseitiges Verständnis waren bereits da, lange bevor Zahlen oder Prozesse eine Rolle spielten.
Einer der häufigsten Gründe, warum Gründerpaare scheitern, ist eine unklare Rollenverteilung. Bei Kater Kasimir ist sie bewusst eindeutig.
Denise verantwortet Marke, Produktentwicklung, Kommunikation, Unternehmenskultur und das People-Thema. Sie ist der kreative Motor und entwickelt neue Ideen. Ihr Fokus liegt auf den Mitarbeitern. Darauf, dass Arbeit menschlich bleibt und die Produkte ehrlich sind.
Gerald hingegen verantwortet Zahlen, Struktur, Operations und Skalierung. Er sorgt dafür, dass aus Ideen ein wirtschaftlich stabiles Unternehmen wird. Prozesse, Planung und strategische Entscheidungen liegen bei ihm.
Diese Trennung ist keine Abgrenzung, sondern eine Entlastung. Beide wissen, wofür sie zuständig sind und wofür eben nicht.
Vertrauen als operative Grundlage
Was diese Rollenverteilung trägt, ist Vertrauen. Entscheidungen müssen nicht ständig abgesichert oder kontrolliert werden. Es gibt keine Machtkämpfe um Zuständigkeiten, sondern ein gemeinsames Verständnis davon, wer in welchem Bereich die Führung übernimmt.
Dieses Vertrauen ist nicht selbstverständlich. Es ist über Jahre gewachsen, unter anderem durch gemeinsame Krisen, berufliche Brüche und Neuanfänge. Beide haben erlebt, wie sich Lebensrealitäten verändern, wie Prioritäten sich verschieben und wie wichtig Anpassungsfähigkeit ist.
Gemeinsam lernen, nicht gleichzeitig alles wissen
Weder Denise noch Gerald sind als „fertige“ Unternehmer:innen gestartet. Beide haben sich ihre Rollen erarbeitet. Sie haben gelernt, sich weiterzuentwickeln, Verantwortung abzugeben und neue Perspektiven zuzulassen. Gerade dieser Lernprozess über verschiedene Lebensphasen hinweg prägt das Unternehmen. Kater Kasimir ist nicht aus einem klassischen Start-up-Mindset heraus entstanden, sondern aus Erfahrung und dem Wunsch nach langfristiger Tragfähigkeit.
Dabei denken die beiden auch jene Aspekte mit, die im Gründerkontext oft als Hindernis gesehen werden: Kinder, Verantwortung und Zeitmangel. Bei Kater Kasimir werden diese direkt mitgedacht und das nicht nur in der eigenen Zusammenarbeit, sondern auch in das gesamte Arbeitsmodell des Unternehmens.
Denn dank der dezentralen Produktion, der flexiblen Strukturen und der definierten Prozesse profitiert auch das Team hinter Kater Kasimir. Die Arbeit soll sich in das Leben einfügen, nicht umgekehrt.
Ein Modell, das nicht romantisiert
Kater Kasimir zeigt kein idealisiertes Bild vom Gründen als Paar. Es zeigt ein realistisches. Eines, das funktioniert, weil es auf Klarheit basiert: in den Rollen, in der Kommunikation und in den Erwartungen aneinander.
Am Ende geht es nicht darum, ob man mit dem eigenen Partner oder der eigenen Partnerin gründen kann. Sondern darum, wie bewusst man es tut. Vielleicht ist genau das der Punkt, der oft übersehen wird. Co-Funding als Paar muss kein Risiko bedeuten, wenn der eine die Grenzen des anderen respektiert und Vertrauen nicht vorausgesetzt, sondern gepflegt wird.
* Quelle: Harvard Business Review, Forbes Artikel


















