openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Verpackungen - PPWR: Kreislaufwirtschaft beginnt im Design

20.03.202609:49 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Verpackungen - PPWR: Kreislaufwirtschaft beginnt im Design
Recyclingfähige Verpackungen sichern langfristig Rohstoffe und Marktzugang. (© yes or no Media GmbH)
Recyclingfähige Verpackungen sichern langfristig Rohstoffe und Marktzugang. (© yes or no Media GmbH)

(openPR) Recyclingfähigkeit wird vom freiwilligen Qualitätsmerkmal zur regulatorischen Voraussetzung. Die neue Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) der EU schreibt vor, dass Verpackungen ab 2030 recyclingfähig sein und verbindliche Quoten von Post-Consumer-Rezyklat enthalten müssen. Unternehmen stehen vor steigenden Anforderungen, höheren Materialkosten und wachsendem Druck auf Lieferketten. Gleichzeitig verringert der Materialkreislauf die Abhängigkeit von Primärrohstoffen und reduziert das Abfallaufkommen.

Über den Kreislauf wird bereits beim Design entschieden. Materialwahl, Farben, Verbundstrukturen und Additive bestimmen, ob eine Verpackung effizient recycelt werden kann oder ob wertvolle Rohstoffe verloren gehen. Design for Recycling wird damit zum zentralen Hebel für nachhaltige und künftig zugelassene Verpackungen.

Eckpunkte der PPWR
Ab 2030 gilt ein verbindlicher Standard: Alle Verpackungen müssen mindestens zu 70 Prozent stofflich verwertbar sein. Die EU-Verordnung klassifiziert die Recyclingfähigkeit von Verpackungen in drei Grade:

  • Klasse A: bis 95 Prozent
  • Klasse B: bis 80 Prozent
  • Klasse C: bis 70 Prozent (Untergrenze)

Verpackungen der Klasse C werden langfristig vom Markt ausgeschlossen.

Gleichzeitig gelten verbindliche Quoten für Post-Consumer-Rezyklate (PCR), die in den jeweiligen Verpackungsdesigns eingesetzt werden müssen:

  • PET-Kontaktverpackungen: 30 Prozent
  • Kontaktsensible Nicht-PET-Kunststoffe: 10 Prozent
  • Einweg-Getränkeflaschen: 30 Prozent
  • Andere Kunststoffverpackungen: 35 Prozent

Bis 2040 steigen diese Quoten je nach Kategorie von 25 Prozent bis auf 65 Prozent.

Knapp werdende Rezyklate
Die PPWR könnte Kunststoffverpackungen deutlich verteuern. Design, Herstellung und Beschaffung müssen an die erforderlichen Recyclingkriterien und vorgeschriebenen Rezyklat-Mengen angepasst werden. Deshalb prognostizieren Studien, dass die Nachfrage nach PCR das verfügbare Angebot um rund 30 Prozent übersteigen könnte[1].

Experten rechnen aus diesem Grund mit Versorgungslücken bei recycelten Kunststoffen[2]. Mögliche Engpässe und entstehende Mehrkosten würden Markt und Verbraucher deutlich belasten.

Billigimporte können kurzfristig das Rezyklat-Angebot erhöhen und die Preise entlasten. Anbieter aus Ländern mit niedrigeren Umwelt- und Arbeitsstandards sowie geringeren Energiepreisen gefährden jedoch die europäische Recyclingindustrie: Regionale Recycler sind mit ihrer Auflagen- und Kostenstruktur nicht konkurrenzfähig. Investitionen in Design for Recycling und lokale Recyclingkapazitäten werden weniger rentabel und hochwertige PCR-Lieferketten destabilisiert. Das führt zu Qualitätseinbußen sowie hoher Importabhängigkeit mit erheblichen Beschaffungsrisiken.

Langfristig gesehen, entscheidet Design for Recycling – neben einer effizienten Sammlung recycelbarer Kunststoffe und der Entwicklung neuer Recyclingverfahren – darüber, ob Europa ausreichend hochwertiges Post-Consumer-Rezyklat aus eigenen Stoffströmen generieren und eine unabhängige Kreislaufwirtschaft etablieren kann.

Vorbereitung ist maßgebend
Der führende Hersteller für starre Kunststoffverpackungen ALPLA denkt Recycling bei der Produktion gleich mit. ALPLA-CEO Philipp Lehner:

"Wir integrieren den kompletten Recyclingprozess in Europa, vom Ballen bis zur Herstellung von Post-Consumer-Rezyklat. Wir verzichten auf Billigimporte." Mit eigenen Recyclingwerken und dem „Closed-loop-Ansatz“ fördert der Konzern zum einen die Kreislaufwirtschaft, sichert zum anderen seine Produktionssicherheit und Materialqualität.

Das Beispiel ALPLA zeigt: Wer frühzeitig auf Design for Recycling, hochwertige PCR-Lieferketten und effiziente Recyclingprozesse setzt, verschafft sich regulatorische Sicherheit, stabile Produktionsprozesse und langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Denn die PPWR macht deutlich: Kreislaufwirtschaft beginnt nicht bei der Entsorgung, sondern im Design – und wer hier konsequent agiert, legt den Grundstein für nachhaltigen Erfolg.

[1] https://www.kunststoffweb.de/branchennews/rezyklate_luecke_steigt_bis_2030_auf_30_prozent_t257384

[2] https://vdma.eu/de/viewer/-/v2article/render/140200853

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1306937
 234

Pressebericht „Verpackungen - PPWR: Kreislaufwirtschaft beginnt im Design“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von yes or no Redaktion

Bild: Maritime Energieversorgung - Abfall ahoi: Wie Kreuzfahrtschiffe ihren Müll auf See nutzenBild: Maritime Energieversorgung - Abfall ahoi: Wie Kreuzfahrtschiffe ihren Müll auf See nutzen
Maritime Energieversorgung - Abfall ahoi: Wie Kreuzfahrtschiffe ihren Müll auf See nutzen
Die Ozeanriesen produzieren unterwegs enorme Mengen an Reststoffen. Die Lösung: Moderne Waste-to-Energy-Systeme verwandeln den Abfall nun auf ihren Routen in saubere Energie, mithilfe einer hochinnovativen Mikrowellen-Technologie. Was also bislang aufwändig und teuer an Land entsorgt werden musste, kommt jetzt in einem geschlossenen Kreislauf direkt an Bord effizient wieder zum Einsatz. Ermöglicht wird dieses hocheffiziente Abfall- und Energiesystem durch ein integriertes Verwertungskonzept. Mikrowellen statt Müllberge Auf den modernsten K…
Bild: Rohstoffmarkt 2.0 - Recycling sortiert sich neu: Mit KI zu Premium-RezyklatBild: Rohstoffmarkt 2.0 - Recycling sortiert sich neu: Mit KI zu Premium-Rezyklat
Rohstoffmarkt 2.0 - Recycling sortiert sich neu: Mit KI zu Premium-Rezyklat
Premium-Rezyklat wird zum Schlüssel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft: Entscheidend ist nicht mehr die Menge des recycelten Materials, sondern seine Eignung. Steigende EU-Rezyklatquoten und Billigimporte erhöhen zusätzlich den Druck auf Qualität und Verfügbarkeit. Künstliche Intelligenz wird dabei zum zentralen Faktor: Sie verknüpft Daten aus dem gesamten Recyclingprozess und ermöglicht so eine effizientere Verwertung. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage für leistungsstarke Sekundärrohstoffe im industriellen Maßstab. Das Recycl…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: FACHPACK 2025: Fernholz präsentiert „PPWR-ready“-Verpackungslösungen in Halle 4 Bild: FACHPACK 2025: Fernholz präsentiert „PPWR-ready“-Verpackungslösungen in Halle 4
FACHPACK 2025: Fernholz präsentiert „PPWR-ready“-Verpackungslösungen in Halle 4
… zukunftsweisend ist“, erklärt Uwe Fernholz, Geschäftsführer der Fernholz GmbH. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und zeigen auf der FACHPACK, wie echte Kreislaufwirtschaft funktioniert.“Die Messebesucher erwartet eine Auswahl an bereits PPWR-konformen Verpackungslösungen. Dazu gehören zum Beispiel Verpackungsfolien der Generationen rPS 1.0/2.0/3.0 für Quark- …
Bild: PPWR: Ihr Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der EU-Verpackungsrichtlinie!Bild: PPWR: Ihr Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der EU-Verpackungsrichtlinie!
PPWR: Ihr Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der EU-Verpackungsrichtlinie!
… werden? Jetzt ist der entscheidende Moment, um die Weichen richtig zu stellen. Eine Struktur für alle AnforderungenNeben der Registrierung und Lizenzierung Ihrer Verpackungen gemäß EPR (Erweiterte Herstellerverantwortung) müssen Sie mittels eines festgelegten Verfahrens die Konformität mit der PPWR prüfen und bestätigen. Bei einigen Verpackungen könnte …
Bild: IntegrityNext erweitert Product-Compliance-Plattform um PPWR-FunktionalitätenBild: IntegrityNext erweitert Product-Compliance-Plattform um PPWR-Funktionalitäten
IntegrityNext erweitert Product-Compliance-Plattform um PPWR-Funktionalitäten
Neue Funktionen unterstützen Unternehmen dabei, relevante Verpackungen zu identifizieren, Lieferantendaten zentral zu erfassen, Stoffgrenzwerte zu prüfen und prüffähige Dokumentation aus einer Plattform heraus zu erstellen.München / New York, 17. Juni 2026 - IntegrityNext, die AI‑gestützte Plattform für nachhaltige Lieferketten, erweitert ihre Product-Compliance-Lösung …
Bild: 2025: Rechtliche Änderungen in der VerpackungsbrancheBild: 2025: Rechtliche Änderungen in der Verpackungsbranche
2025: Rechtliche Änderungen in der Verpackungsbranche
Der Umweltimpakt von Verpackungen ist immens – daher werden sie zunehmend reguliert. Wie können Sie hieraus Vorteile für Ihr Unternehmen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen Änderungen ab 2025. Oder laden Sie hier unser Whitepaper herunter. CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive)Seit Januar 2024 gilt die …
Bild: Neuer On-Demand-Kurs zur PPWR – EU-Verpackungsverordnung flexibel & praxisnah lernenBild: Neuer On-Demand-Kurs zur PPWR – EU-Verpackungsverordnung flexibel & praxisnah lernen
Neuer On-Demand-Kurs zur PPWR – EU-Verpackungsverordnung flexibel & praxisnah lernen
… bringt für Unternehmen weitreichende neue Anforderungen mit sich. Ab 2026 gelten europaweit verbindliche Vorgaben zur Gestaltung, Kennzeichnung, Dokumentation und Konformität von Verpackungen. Viele Unternehmen stehen dabei vor der Herausforderung, die umfangreiche Verordnung nicht nur rechtlich zu verstehen, sondern konkret auf die eigene Organisation, …
Bild: Fernholz auf der Fachpack 2024: Innovationen im FokusBild: Fernholz auf der Fachpack 2024: Innovationen im Fokus
Fernholz auf der Fachpack 2024: Innovationen im Fokus
… unterstützen Fernholz-Kunden dabei, die jeweiligen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Durch den Einsatz von rPS und rPP leistet Fernholz einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zur Schonung natürlicher Ressourcen.Desto®-Becher: Erfolg in Serie„Je weniger Kunststoff, desto besser.“ So startete 2020 die Desto-Technologie mit dem Ansatz, die …
Bild: Kallfass-Wrap® spart bis zu 90 % Kunststoff – Nachhaltige Verpackungslösung für die Frischetheke Bild: Kallfass-Wrap® spart bis zu 90 % Kunststoff – Nachhaltige Verpackungslösung für die Frischetheke
Kallfass-Wrap® spart bis zu 90 % Kunststoff – Nachhaltige Verpackungslösung für die Frischetheke
… ressourcenschonender, recyclingfähiger und nachhaltiger zu gestalten. Für die Lebensmittelindustrie bedeutet das: Verpackungssysteme müssen künftig verstärkt Materialeinsparung, Recyclingfähigkeit und Kreislaufwirtschaft berücksichtigen. Bis zu 90 % weniger Kunststoff in der FrischeverpackungMit dem Kallfass-Wrap® reagiert Kallfass auf diese regulatorischen …
Bild: EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Fulfillment-Dienstleister Subke informiert Online-HändlerBild: EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Fulfillment-Dienstleister Subke informiert Online-Händler
EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Fulfillment-Dienstleister Subke informiert Online-Händler
… Systembeteiligung bringt die PPWR eine Reihe operativer Änderungen, die den Versandhandel direkt betreffen:- Leerraumquote: Ab 2030 dürfen Versand- und E-Commerce-Verpackungen maximal 50 Prozent Leerraum aufweisen. Füllmaterial wie Luftpolster oder Papierpolster zählt dabei zum Leerraum. Das Ende des „Ein-Standardkarton-für-alles"-Prinzips ist absehbar.- …
Bild: Wirtschaftliche Papierverpackungen für Industrie, Handel und LogistikBild: Wirtschaftliche Papierverpackungen für Industrie, Handel und Logistik
Wirtschaftliche Papierverpackungen für Industrie, Handel und Logistik
… Warenschutz bei minimalem Einsatz von Verpackungsmaterial.Nachhaltigkeit und PPWR als zusätzlicher TreiberNeben Funktion und Wirtschaftlichkeit rücken Aspekte wie Recyclingfähigkeit und Kreislaufwirtschaft bei der Wahl des Verpackungsmaterials stärker in den Fokus. Regulatorische Entwicklungen wie die PPWR verstärken den Trend, Verpackungslösungen zukunftsfähig …
Bild: German Design Award 2026 für SlimPac: Faserguss-Standardpolster vereinfacht ElektronikversandBild: German Design Award 2026 für SlimPac: Faserguss-Standardpolster vereinfacht Elektronikversand
German Design Award 2026 für SlimPac: Faserguss-Standardpolster vereinfacht Elektronikversand
… Packaging Waste Regulation (PPWR) und der EUDR.Die Jury des German Design Award würdigte insbesondere die konsequente Verbindung von Funktion, Gestaltung und Kreislaufwirtschaft. Hervorgehoben wurden die klare Formensprache, die praxisnahe Integration in bestehende Verpackungsprozesse sowie der messbare Beitrag zur Reduktion von Ressourcenverbrauch und …
Sie lesen gerade: Verpackungen - PPWR: Kreislaufwirtschaft beginnt im Design