(openPR) Der Autor und Vermisst-Experte Peter Jamin weiß aus langjähriger Erfahrung um die Sorge und Nöte der Angehörigen von vermissten Menschen – und der völlig unzureichenden Unterstützung und Hilfe durch die Öffentlichkeit. Gestern stellt er sein neues Buch „Vermisst – und manchmal Mord“ auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, vor. Unterstützung erhält Jamin bei seinem Engagement auch von Natascha Kampusch, deren Entführungsfall im letztem Jahr die Schlagzeilen beherrschte. Sie verfasste ein Geleitwort zum Buch.
Etwa 100.000 Personen registriert die Polizei in Deutschland jährlich als vermisst, davon rund 45.000 Kinder und Jugendliche und 55.000 Erwachsene. Hinter diesen Schicksalen verbergen sich alle persönlichen und familiären Katastrophen die unsere Gesellschaft kennt: Ehekrisen, Vergewaltigungen und häusliche Gewalt, Arbeitsplatzverlust und sozialer Abstieg, Stress und Mobbing in Schule, Studium und Beruf, Krankheit, Ängste und vieles mehr – und manchmal geht es um Entführung und Mord. Wer von einer Stunde zur nächsten sein Kind, einen Verwandten, Lebenspartner oder engen Freund vermisst, erlebt unvermittelt eine psychologische Katastrophe. Die Betroffenen reagieren oft mit Hilflosigkeit. Zwar klären sich etwa 80% der Fälle schnell wieder auf. Doch die Zeit des Bangen und Hoffens betrifft jeden Angehörigen. Ist jemand für längere Zeit vermisst, kommen neben dieser Belastung die alltäglichen Probleme für die Angehörigen hinzu. Sei es der Umgang mit dem Arbeitgeber eines Vermissten, Bankangelegenheiten, Krankenkassen, Miet- oder Rentenzahlungen – mit all ihre Problemen und Sorgen werden sie weitgehend allein gelassen. Vom Rest der Gesellschaft werden diese Probleme größtenteils ignoriert. Natascha Kampusch dazu: „Die Erlebnisse meiner Eltern, Geschwister und anderer Verwandter zeigen mir, dass die Angehörigen von Vermissten die oftmals übersehen Opfer solcher Schicksalschläge sind.“
Die Polizei bleibt in der Regel einziger und kompetenter Ansprechpartner für die Angehörigen. „Die Polizei erfüllt in diesem Bereich ihre soziale Rolle mehr als es ihre eigentliche Aufgabe wäre“, so Peter Jamin in einem Interview. Sein Buch ist eine Bestandsaufnahme der Situation von Vermissten und vor allem ihrer Angehörigen. Gleichzeitig dient es als Ratgeber für Betroffene und ihre Helfer. Bei dieser Hilfe will es Jamin jedoch nicht belassen. Die Tsunami-Katastrophe in Südostasien hat gezeigt, dass dringender Handlungsbedf besteht. In diesem Fall reagierten die Behörden umgehend und richteten im Internet Beratungsseiten ein. Daran gilt es anzuknüpfen. Jamin fordert Vermisst-Berater in den Kommunen, die Betroffenen schnell und kompetent weiterhelfen. Zudem gibt es weder ausreichend Informationsmaterial noch seriöse Angebote im Internet, die direkte Hilfe bieten könnten. Einen ersten Schritt hat Jamin nun selbst in die Wege geleitet. Auf seiner Homepage startete er die Initative zur Gründung eines Vermisst-Verbandes im Internet.
Für interessierte Journalisten, Helfer und Betroffene hat der Verlag Deutsche Polizeiliteratur ein kostenloses Informationspaket zum Buch geschnürt (PDF-Format; Inhalt u.a. Leseprobe, Pressemitteilungen zum Buch: Artikel zum Thema). Dieser kann per E-Mail unter der Adresse
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