(openPR) Bonn, März 2026 – Anlässlich der Internationalen Woche gegen Rassismus vom 16. bis 29. März 2026 engagiert sich der Bonner Verlag Yalden mit einem besonderen literarischen Beitrag: Der Verlag bietet Lesungen aus dem bewegenden autobiografischen Werk „Mein verdorbenes Blut oder Streuselkuchen nach schlesischer Art“ von Hubert C. Küter an.
Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von Hubert C. Küter, der 1930 in Breslau geboren wurde. Seine Familie lebte dort seit Generationen, war teils jüdischer, teils deutscher Herkunft und gehörte der protestantischen Kirche an. Im Mittelpunkt der Erzählung steht der junge Horst, der mit einer jüdischen Mutter und einem deutschen Vater aufwächst.
Als sein „arischer“ Vater 1936 stirbt, bleibt Horst mit seiner Mutter in Breslau zurück. Die Mutter hofft lange, dass die nationalsozialistische Herrschaft nicht von Dauer sein werde – und schärft ihrem Sohn dennoch ein, niemals seine „semitische“ Herkunft preiszugeben. Mutter und Sohn überleben die Kriegsjahre in Breslau. Nach Kriegsende gelten sie als Deutsche und müssen die Stadt verlassen. Ihnen gelingt die Flucht in den Westen. In Bayern und später im Allgäu erfahren sie Ablehnung gegenüber Flüchtlingen und fortbestehenden Antisemitismus, bevor sie schließlich in die USA auswandern.
Erstmals erschien das Werk 2007 in den USA unter dem Titel „My Tainted Blood“. Die deutsche Übersetzung von Gisela Diemer wurde im Oktober 2023 im Verlag Yalden veröffentlicht. Der Untertitel „Eine autobiografische Geschichte vom Überleben und vom Abenteuer“ verweist auf die besondere Erzählperspektive: Neben den existenziellen Bedrohungen schildert Küter seine Jugend mit bemerkenswerter Lebenskraft, Neugier und Hoffnung.
Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen zeigt das Buch eindrücklich, wie gefährlich antisemitische und ausgrenzende Denkweisen sind – selbst dann, wenn sie zunächst harmlos erscheinen. Es macht deutlich, wie sich Vorurteile schleichend verfestigen und welche zerstörerische Kraft sie entfalten können.
Hubert C. Küter wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA aus. Von 1965 bis 1997 lehrte er als Professor am Colby College in Waterville, Maine. Neben seiner akademischen Tätigkeit betrieb er zwischen 1975 und 2003 das Restaurant „Johann Sebastian B.“ in Oakland, Maine. Am 2. August 2025 verstarb Hubert C. Küter in den USA im Alter von 94 Jahren.
Mit den Lesungen im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus möchte Verlag Yalden Räume für Erinnerung, Dialog und Sensibilisierung schaffen.
Für weitere Informationen und Buchungsanfragen:
Frau Elena Khanina
Verlag Yalden
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Telefon: 0177 851 66 57


















