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Multiple Sklerose (MS): nicht selten, aber selten gesehen

28.02.202610:00 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Multiple Sklerose (MS): nicht selten, aber selten gesehen
Multiple Sklerose: Eine Erkrankung, die häufig unter dem Radar läuft (© AMSEL e.V., Martin Stollberg)
Multiple Sklerose: Eine Erkrankung, die häufig unter dem Radar läuft (© AMSEL e.V., Martin Stollberg)

(openPR) 28. Februar 2026: Zum Tag der seltenen Erkrankungen lenkt AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V. den Blick auf eine Erkrankung, die häufig unter dem Radar läuft: Zwar ist Multiple Sklerose (MS) keine seltene Krankheit – sie wird jedoch in ihren Auswirkungen vielfach nicht gesehen. Viele typische MS-Symptome sind für Außenstehende nicht sichtbar oder werden fehlinterpretiert. Das bedeutet für Betroffene eine zusätzliche Belastung, weil sie sich im Alltags- und Berufsleben rechtfertigen oder erklären müssen.

Unsichtbare Symptome – sichtbare Missverständnisse

Mit mehr als 280.000 Erkrankten ist MS in Deutschland die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems. In Baden-Württemberg sind derzeit ca. 38.000 Personen an MS erkrankt. Weil das Immunsystem die schützenden Myelinscheiden der Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark angreift, wird die Weiterleitung elektrischer Impulse gestört. Das kann sich auf Bewegung, Empfindung und kognitive Funktionen auswirken. Viele Menschen verbinden mit MS vor allem sichtbare Beeinträchtigungen wie Gehhilfen oder einen Rollstuhl. Dabei gehören unsichtbare Symptome wie Fatigue (abnorme Müdigkeit und Erschöpfung), Sensibilitäts-, Gleichgewichts- oder Blasenfunktionsstörungen zu den häufigsten Beschwerden. Mit 44,4 Prozent ist Fatigue das zweithäufigste Symptom hinter Mobilitätseinschränkungen bei MS-Erkrankten in Baden-Württemberg (MS-Register 2024). Besonders belastend für MS-Erkrankte: Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen werden oftmals als Trunkenheit gedeutet.

Kein Tag wie der andere

Menschen mit Multipler Sklerose erleben häufig erhebliche Schwankungen ihrer Beschwerden. An manchen Tagen ist selbstständiges Gehen möglich, an anderen ist schon der Weg vom Bett ins Bad kaum zu bewältigen. Diese Dynamik ist ein typisches Merkmal der „Erkrankung mit den 1.000 Gesichtern“, die sich von Tag zu Tag und von Person zu Person anders zeigen kann. Während hoher entzündlicher Aktivität kann die Signalübertragung deutlich beeinträchtigt sein. Klingen entzündliche Prozesse ab, stabilisiert sich häufig auch (vorübergehend) die Funktion. Geschädigte Nerven reagieren zudem empfindlich auf Hitze, Infekte oder Erschöpfung; Symptome können sich dadurch vorübergehend deutlich verstärken.

MS-Diagnose braucht Zeit

Die Vielfalt der Symptome erschwert nicht nur das Verständnis in der Öffentlichkeit, sondern auch die Diagnosestellung. Einen einzelnen Test, der MS eindeutig nachweist, gibt es nicht. In der Regel sind mehrere Untersuchungen notwendig, darunter MRT, Analysen des Nervenwassers und neurologische Verlaufsbeobachtungen. Häufig vergeht Zeit, bis eine gesicherte Diagnose gestellt werden kann. Besonders frühe Krankheitszeichen sind oft unspezifisch und können auch bei anderen neurologischen Erkrankungen auftreten.

Mehr Wissen schafft Verständnis

MS ist keine seltene Erkrankung, aber sie wird selten im richtigen Licht gesehen. Das Wissen um die unsichtbaren Symptome und ihren Einfluss auf die Lebensqualität MS-Erkrankter fördert Verständnis und gesellschaftliche Teilhabe. Unterstützung im Umgang mit der Krankheit sowie fundierte Informationen bietet AMSEL seit über 50 Jahren auf https://www.amsel.de/

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