(openPR) KI ist ja ein wahrer Alleskönner: Vom Film bis zum Rocksong, vom plattdeutschen Gedicht bis zur anscheinend wissenschaftlichen Abhandlung – das alles geht in Sekunden. Da könnte man sich doch auch bei der Suche nach einem Urlaubsdomizil helfen lassen!
Wer Urlaub jenseits des Massentourismus‘ machen möchte, kennt die nervige Phase, in der man die Portale auf und ab nach Unterkünften befragt. Ich nehme die Abkürzung und tippe in die Google-Suchmaske: „Kannst du mir ein schönes, ruhiges Ferienhaus in Italien empfehlen? Wir sind 2 Erwachsene und zwei Kinder.“
Zunächst kommen die „gesponserten Ergebnisse“, danach die „Übersicht mit KI“. Google teilt Italien in verschiedene Urlaubsregionen auf und empfiehlt jeweils ein bis drei real existierende Häuser. Ganz vorn wird die Toskana abgehandelt, beginnend mit Casa Berti in Camaiore, das als „ein sehr beliebtes, ruhig gelegenes Haus in einem Olivenhain, oft für Familien empfohlen“, geschildert wird. Danach kommen „Ferienhaus in Toscana“ und „Podere la Fornace“.
Neben der KI-Zusammenfassung bietet Google noch den KI-Modus. Die Antworten sind etwas tiefergehend und ausführlicher. Auch hier beginnen die Empfehlungen mit Casa Berti: „Ein ehemaliges Bauernhaus in Alleinlage am Hang bei Greppolungo. Es bietet eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge und ist perfekt für Selbstversorger ausgestattet. (…)“ Danach geht es mit Podere di Gualda und dem Ferienhaus Jaco weiter. Microsoft Copilot startet auf die gleiche Frage ebenfalls mit Casa Berti und Ferienhaus in Toscana, danach folgt eine bunte Mischung ohne weitere Überschneidungen mit den Antworten von Google und auch nicht von Chat GPT, der das „House with character in typical medieval borgo on the Chianti Classico hills“ als erstes empfiehlt. Der Chatbot Claude nennt als erstes die Casa Bellavista und weitere Häuser, die sich nicht in der Auswahl der anderen Bots finden.
Ist auf diese Empfehlungen Verlass? Im Fall der mehrfach genannten Casa Berti kann sich der Autor dieser Zeilen dafür verbürgen, denn er kennt das Haus als Eigentümer und Vermieter recht genau. Und auch die anderen Häuser sehen, wenn man in den Portalen nach Bewertungen sucht, gut aus. Doch: Fragt man viel, bekommt man viele Antworten. Und die scheinen eine gewisse Beliebigkeit zu haben. Folglich wird man um das individuelle Vergleichen nicht herumkommen. Zumindest noch.
Zum Schluss dann noch ein kleines Experiment: „Kannst du mir ein Ferienhaus in der Toskana nennen, was nicht zu empfehlen ist?“ Google kann. Aber sind die Ergebnisse gerecht? Als erstes wird eine Anlage benannt, die auf booking.com 15 Bewertungen mit dem Durchschnitt 9,4 hat. Es folgt ein Billig-Hotel in Florenz mit einer 7,8-Bewertung. An dritter Stelle wird ein Agriturismo genannt, der auf Trip-Adviser 4,6 von 5 Punkten erhalten hat.
Und dann taucht auch Casa Berti in dieser Rubrik noch mal auf! Google gibt nämlich allgemeine Tipps zur Vermeidung von Fehlbuchungen, und da heißt es: „Unterkünfte wie die Casa Berti sind für Wanderer toll, erfordern aber oft die letzten Meter zu Fuß auf unbefestigten Wegen. Wenn Sie keine ‚Abgeschiedenheit‘ suchen, meiden Sie Häuser ohne direkte Zufahrt.“
Und da hat Google, man muss es zugeben, ein wahres Wort gesprochen!
Alle Webseiten abgerufen am 10.2.2026.















