(openPR) Die Hanfmesse LändleCan war von Beginn an mehr als eine reine Branchenveranstaltung. Sie versteht sich als Plattform für Aufklärung, Dialog und gesellschaftliche Verantwortung rund um das Thema Hanf – wirtschaftlich, medizinisch, ökologisch und politisch.
In den vergangenen Wochen fanden dazu konstruktive Gespräche mit politischen Vertreter:innen statt. Unter anderem mit Fabienne Lackner (NEOS) sowie Bernhard Weber (Die Grünen). Beide Gespräche waren von einem sachlichen und offenen Austausch geprägt und behandelten zentrale Zukunftsthemen rund um Hanf in Österreich.
Wirtschaft, Medizin und Klimaschutz im Fokus
Diskutiert wurden insbesondere:
der wirtschaftliche Faktor von Hanf als nachhaltiger Rohstoff mit hoher Wertschöpfung entlang der gesamten Produktionskette
die medizinischen Voraussetzungen und Forschungspotenziale der Hanfpflanze, etwa im Bereich Schmerztherapie, Neurologie und chronischer Erkrankungen
die klimapolitische Bedeutung von Industriehanf, insbesondere dessen hohe CO₂-Bindungsfähigkeit
positive Effekte für Landwirtschaft und Bauindustrie, etwa durch bodenverbessernde Eigenschaften und CO₂-neutrale bis CO₂-negative Baustoffe
internationale Best-Practice-Beispiele, vor allem laufende Cannabis-Forschungs- und Pilotprojekte in der Schweiz
Im politischen Kontext wurde zudem auf das richtungsweisende EuGH-Urteil vom 19. November 2020 (Rechtssache C-663/18, „Kanavape“) verwiesen, das klarstellt, dass CBD kein Betäubungsmittel im unionsrechtlichen Sinne ist. Dieses Urteil gilt als wesentlicher Ansatzpunkt für eine Neubewertung der aktuellen österreichischen Praxis.
Übertriebener Polizeieinsatz belastet Veranstaltung
Überschattet wurde die erste LändleCan jedoch durch einen massiven und aus Sicht der Veranstalter überzogenen Polizeieinsatz, der viele potenzielle Besucher:innen abschreckte und zu erheblichen finanziellen Einbußen führte.
Zwar liegt mittlerweile ein Statement der Landespolizeidirektion (LPD) vor, dieses steht jedoch in deutlichem Widerspruch zu den tatsächlichen Erlebnissen von Aussteller:innen, Besucher:innen und Veranstaltern. Die Thematik wird daher aktuell politisch aufgearbeitet.
Politische Rückendeckung – aber keine finanzielle Unterstützung
Positiv hervorzuheben ist, dass NEOS und Die Grünen ihre moralische und inhaltliche Unterstützung für die LändleCan sowie für eine zukünftige Auflage signalisiert haben. Eine finanzielle Absicherung besteht jedoch nicht.
Andere politische Parteien – ÖVP, SPÖ und FPÖ – haben sich bislang weder auf direkte Anfragen noch öffentlich zu den Geschehnissen oder zur Zukunft der Veranstaltung geäußert.
Crowdfunding als letzter Rettungsanker
Aufgrund der entstandenen Verluste sind die Veranstalter aktuell auf sich selbst und auf die Unterstützung der Community angewiesen. Um die Zukunft der LändleCan zu sichern und eine weitere Auflage zu ermöglichen, wurde eine Crowdfunding- bzw. Spendenaktion ins Leben gerufen:
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Jeder Beitrag hilft, die finanziellen Schäden abzufedern und den Fortbestand dieser wichtigen Plattform zu sichern.
Blick nach vorne: International präsent, regional verwurzelt
Ungeachtet der Herausforderungen wird die LändleCan weiter für Vorarlberg als Messestandort kämpfen. Geplant ist eine verstärkte Präsenz auf internationalen Veranstaltungen in Zürich, Hamburg und Berlin, um Partner, Sponsoren und Unterstützer zu gewinnen.
Die Botschaft ist klar:
Die Hanfkultur lässt sich nicht aufhalten. Aufklärung, Toleranz und Dialog sind unverzichtbar.
Die LändleCan soll und muss weitergehen – als gesellschaftliches Statement, als wirtschaftliche Chance und als Plattform für Wissen statt Vorurteile.











