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GREIX-Kaufpreisindex Q4 2025: Preisanstieg lässt nach

05.02.2026 • 09:00 Uhr • Politik, Recht & Gesellschaft
Bild: GREIX-Kaufpreisindex Q4 2025: Preisanstieg lässt nach

(openPR) Das zeigt das jüngste Update des GREIX-Kaufpreisindex, einem Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte und dem Kiel Institut für Weltwirtschaft. Der GREIX-Kaufpreisindex bildet die Preisentwicklung von 24 Städten und Regionen ab. Alle Daten sind unter greix.de (https://www.greix.de/) frei zugänglich.

„Die Preisentwicklung verliert an Dynamik. Die Wachstumsrate flacht ab, das heißt die Preise steigen weiterhin, jedoch weniger stark“, sagt Jonas Zdrzalek (https://www.kielinstitut.de/de/expertinnen-und-experten/jonas-zdrzalek/), Projektleiter des GREIX am Kiel Institut für Weltwirtschaft. „Gleichzeitig nimmt die Marktaktivität zwar zu, allerdings in geringerem Tempo.”

Vergleich zum Vorquartal: Eigentumswohnungen sinken im Preis

Im Vergleich zum Vorquartal (Q4 2025 zu Q3 2025) sanken die Preise für Eigentumswohnungen um 0,3 Prozent. Inflationsbereinigt, das heißt gemessen an der aktuellen Kaufkraft, sanken sie um 0,6 Prozent. Bei Einfamilienhäusern stiegen die Preise um 0,8 Prozent (inflationsbereinigt 0,4 Prozent). Mehrfamilienhäuser wurden dagegen mit 4,0 Prozent deutlich teurer gehandelt (inflationsbereinigt 3,7 Prozent). Aufgrund der geringen Anzahl an Verkäufen ist die Aussagekraft in diesem Segment jedoch begrenzt.

Leichter Anstieg der Kaufpreise im Vergleich zum Vorjahresquartal

Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q4 2025 zu Q4 2024) zeigt sich nur noch ein leichter Anstieg der Kaufpreise. Eigentumswohnungen stiegen um 1,5 Prozent im Preis, Einfamilienhäuser um 1,6 Prozent. Damit lagen die Preise für Eigentumswohnungen zwar das sechste Quartal in Folge über dem jeweiligen Vorjahresniveau, allerdings liegen die Zuwächse für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser unter der allgemeinen Teuerung von ca. 2,2 Prozent – inflationsbereinigt sind die Preise damit in diesen beiden Segmenten leicht gesunken. Mehrfamilienhäuser verzeichneten mit 4,8 Prozent (inflationsbereinigt 2,6 Prozent) ein klares Plus gegenüber dem Vorjahresquartal.

Anzahl der Transaktionen nimmt langsamer zu

Nach dem starken Einbruch im Jahr 2023 nahm die Marktaktivität im Folgejahr 2024 wieder spürbar zu. Diese Entwicklung setzte sich 2025 fort, wenn auch mit geringeren Wachstumsraten. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 4,1 Prozent mehr Eigentumswohnungen, 1,9 Prozent mehr Einfamilienhäuser und 8,9 Prozent mehr Mehrfamilienhäuser verkauft.

Großstädte: Uneinheitliche Preisentwicklung

„Die regionalen Unterschiede bleiben im vierten Quartal 2025 ausgeprägt“, so Zdrzalek. „Während einige Städte weiter Aufholbewegungen zeigen, treten andere Märkte zum Jahresende auf der Stelle oder verzeichnen Rückgänge.“

In Leipzig stiegen die Preise im Quartalsvergleich kräftig um 2,9 Prozent. Auch in Stuttgart legten sie mit 1,4 Prozent deutlich zu. In Frankfurt am Main erhöhten sich die Preise moderat um 0,6 Prozent. In Berlin gingen die Preise dagegen um 1,5 Prozent zurück. Für Dresden, Hamburg und München liegen für das vierte Quartal 2025 noch keine Daten vor.

Jetzt vollständigen Bericht lesen: GREIX Q4 2025: Anstieg der Preise schwächt sich ab (https://www.kielinstitut.de/de/publikationen/greix-q4-2025-anstieg-der-preise-schwaecht-sich-ab-19459/)

Methodischer Hinweis

Die Preisentwicklung des GREIX-Kaufpreisindex (https://www.greix.de/) wird als Index berechnet. Nur so können mittels statistischer Verfahren (hedonische Methode) Verzerrungen eliminiert werden, die ansonsten bei durchschnittlichen Quadratmeterpreisen auftreten. Ein Verkauf besonders vieler hochpreisiger Immobilien, etwa aufgrund hoher Quadratmeterzahlen, einer guten Lage oder eines guten Zustands, führt beispielsweise zu steigenden Durchschnittspreisen pro Quadratmeter. Einem solchen Anstieg liegt jedoch keine generelle Wertsteigerung für Immobilien zugrunde. Durch die Indexbildung gibt es keine Verzerrung der Preisentwicklung nach oben oder unten aufgrund spezifischer Eigenschaften der verkauften Immobilien.

Über den GREIX-Kaufpreisindex

Was ist der German Real Estate Index (GREIX)?
Der German Real Estate Index (GREIX) ist ein am Kiel Institut für Weltwirtschaft angesiedeltes, durch öffentliche Fördermittel finanziertes Forschungsprojekt zur Erhöhung der Transparenz auf dem deutschen Immobilienmarkt. Dazu gibt es regelmäßig Veröffentlichungen zur Entwicklung der Transaktionspreise (GREIX-Kaufpreisindex) sowie zur Entwicklung der Angebotsmieten (GREIX-Mietpreisindex). Neben den Preisentwicklungen werden regelmäßig Sonderauswertungen veröffentlicht, etwa zur Erschwinglichkeit oder zu preisbestimmenden Faktoren wie der Lage oder dem energetischen Zustand. 

Was ist der GREIX-Kaufpreisindex?
Der GREIX-Kaufpreisindex ist ein Immobilienpreisindex für Deutschland auf Basis der Kaufpreissammlungen der lokalen Gutachterausschüsse, die notariell beglaubigte Verkaufspreise enthalten. Er bildet die Preisentwicklung einzelner Städte und Stadtviertel bis zurück ins Jahr 1960 ab und basiert auf über zwei Millionen Transaktionsdaten. Mit Hilfe des Datensatzes können langfristige Trends der Immobilienmärkte analysiert und aktuelle Entwicklungen im historischen Kontext eingeordnet werden. Auf greix.de (https://www.greix.de/) stehen Kaufpreisindizes für verschiedene Segmente in derzeit 24 Städten frei zur Verfügung. Nach und nach wird der Datensatz um weitere Städte erweitert werden.

Welche Daten und Methoden werden zur Erstellung der Kaufpreisindizes verwendet?
Die Datenerhebung findet bei den lokalen Gutachterausschüssen statt. Dabei werden alle Immobilientransaktionen vollständig erfasst. Die Auswertung der Kaufpreise wird mit neuesten wissenschaftlichen Methoden und statistischen Verfahren (hedonische Regressionsmethode) vom Kiel Institut vorgenommen. Der GREIX-Kaufpreisindex steht somit für höchste wissenschaftliche Datenqualität.

Medienkontakt:
Friederike McKeague
Kommunikation GREIX
T +49 30 30830637-7
E-Mail

Kiel Institut für Weltwirtschaft

Standort Kiel
Kiellinie 66
24105 Kiel

Standort Berlin
Chausseestraße 111
10115 Berlin

Kontakt
+49 431 8814-1
www.kielinstitut.de

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Jonas Zdrzalek
Kiel Institute Researcher
E-Mail

Steffen Zetzmann
Kiel Institute Researcher
E-Mail

Dr. Francisco Osswald do Amaral
Kiel Institute Fellow
E-Mail

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