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„Kooperationen sind das Gebot der Stunde“

27.11.202515:18 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: „Kooperationen sind das Gebot der Stunde“

(openPR) „Künftig wird es mehr hochschulübergreifende, kooperative Studienangebote in Nordrhein-Westfalen geben. Kooperationen sind das Gebot der Stunde. Denn schließlich wächst auch die Nachfrage nach flexiblen Studienangeboten, die zum Beispiel eine Berufstätigkeit oder Care-Arbeit ermöglichen, und Weiterbildung im Sinne des lebenslangen Lernens. In den vergangenen Jahren hat sich das Verbundstudium als Erfolgsmodell in der Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen etabliert. Denn Kooperationen ermöglichen Studiengänge mit zwei oder mehr Hochschulen gemeinsam anzubieten, die man alleine nicht mit dem Ressourcenansatz hätte anbieten können“, erklärt Prof. Dr. Susanne Staude. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der nordrhein-westfälischen Landesrektor_innenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW).

Zudem ist Susanne Staude Präsidentin der Hochschule Ruhr West und Vorsitzende im Vorstand des Instituts für Verbundstudien (IfV NRW), das im Jahr 1993 gegründet wurde. Als zentrale Koordinationsstelle für die Verbundstudienangebote und Dienstleister und Serviceeinrichtung der kooperierenden Hochschulen hilft das IfV NRW den Professorinnen und Professoren der HAW bei der Entwicklung und Durchführung von Verbundstudienangeboten.

Das Verbundstudium wurde in den 1990er-Jahren initiiert, um die hochschulübergreifende Kooperation unter den HAW in NRW zu fördern und zu stärken. Verbundstudium meint neben Verbund von Studium und Beruf auch die hochschulübergreifende Zusammenarbeit von Hochschulen. In einem Verbundstudium können sich Berufstätige und Auszubildende gezielt weiterqualifizieren. Es kombiniert Selbst- und Präsenzstudienanteile.

Über die vielfältigen Möglichkeiten zur Kooperation im Verbundstudium diskutierten rund 50 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft am 27. November 2025 auf der „Tagung Verbundstudium 2025“ am IfV NRW in Hagen.

„Wir wollen das Verbundstudium weiterentwickeln, indem wir neue hochschulübergreifende Studiengänge einrichten, gern mit anderen Studien- oder Fachrichtungen als bisher, indem wir neue Zielgruppen von Studierenden erschließen und die Mitgliedshochschulen aktivieren, die bislang noch kein Verbundstudium anbieten. Die enge hochschulübergreifende Kooperation, die praxisnahe Forschung und der regelmäßige Austausch mit der Wirtschaft garantieren schließlich einen anwendungsorientierten Wissenstransfer“, betont Susanne Staude. So könne das im Verbundstudium erworbene Know-how direkt im beruflichen Alltag genutzt werden.

Man müsse sich auf die Stärken der HAW bei der Gestaltung eines Verbundstudiums besinnen, appellierte Susanne Staude. „Schließlich können bei uns Studierende unsere Labore nutzen und von der Forschungsstärke der HAW profitieren. Denn wir sind fachlich sehr gut aufgestellt“, fügte sie hinzu.

Eine neue Kommunikationskampagne, die das IfV NRW im kommenden Jahr plant umzusetzen, soll helfen, die Bekanntheit des Verbundstudiums zu steigern und die Attraktivität für Studierende sichtbar zu machen.

„Kooperationen sind auch politisch gewünscht. Wir bedanken uns beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft, das Kooperationen fördert, für die Unterstützung“, so Staude.

So können interessierte HAW-Professorinnen und Professoren noch bis zum 11. Dezember 2025 Anträge für eine aktuelle Förderung für ein Verbundstudium einreichen. Die Förderausschreibung ist hier online: https://www.verbundstudium.de/aktuelles/artikel/ausschreibung-des-foerderprogramms-verbundstudium-20

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