(openPR) Ein Schuldnerberater aus Thüringen schlägt Alarm: Wer überschuldet ist und seinen Gläubigern trotz knapper Mittel noch einen Vergleich anbietet, steht am Ende schlechter da als jemand, der ein Insolvenzverfahren durchläuft.
Der Hintergrund: Nach mehreren Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, Rs. C-26/22, C-64/22, C-634/21) muss die Schufa Daten über eine Restschuldbefreiung spätestens sechs Monate nach deren Erteilung löschen. Für Betroffene bedeutet das: Wer ein Insolvenzverfahren erfolgreich beendet hat, kann nach einem halben Jahr wieder unbelastet am Wirtschaftsleben teilnehmen.
Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn Schuldner ihre Verbindlichkeiten außergerichtlich oder im Rahmen eines gerichtlichen Schuldenbereinigungsplans regulieren. „Selbst wenn der Schuldner jahrelang Raten gezahlt hat und der Vergleich vollständig erfüllt ist, bleibt der Negativeintrag noch ganze drei Jahre in der Schufa stehen“, erklärt der erfahrene Schuldnerberater.
Diese Praxis ist für ihn nicht nachvollziehbar: „Obwohl Gläubiger im Insolvenzverfahren regelmäßig nichts erhalten und sie bei einem Vergleich wenigstens noch Zahlungen bekommen, behandelt die Schufa den Schuldner im Vergleichsfall schlechter.“ Die Folgen: Für Betroffene bedeutet das 2,5 zusätzliche Jahre erschwerten Zugang zu Mietwohnungen, Deutschlandticket oder Mobilfunkverträgen – obwohl sie ihre Schulden eigenverantwortlich geregelt haben. Das signalisiert: Wer sich bemüht, macht sich am Ende selbst zum Verlierer.
Die Schufa zeigt bislang keine Bereitschaft, diese Ungleichbehandlung zu beenden. Für den Schuldnerberater ist klar: „Diese Benachteiligung verletzt nicht nur das Gerechtigkeitsempfinden, sondern auch das Prinzip der Gleichbehandlung nach europäischem Datenschutzrecht. Hier braucht es eine rechtliche Klärung.“ Daher sucht er nun juristische Unterstützung: „Es braucht einen engagierten Anwalt, der bereit ist, für die Rechte mittelloser Schuldner zu kämpfen und diese Ungerechtigkeit zu beenden.“ Juristen, die sich für faire Behandlung von Schuldnern einsetzen möchten, melden sich gerne per E-Mail.
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Medien Kontakt
Sandra Bauer
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