openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Klimaschutz wählen heißt Meere schützen

17.11.202510:48 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Mit Blick auf die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 weist die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) auf die Bedeutung der Meere und Ozeane für das Leben auf der Erde hin: „Die Meere und Ozeane sind für uns überlebenswichtig – doch sie sind durch den Einfluss der Menschen, insbesondere den menschengemachten Klimawandel, zunehmend gefährdet. Eine Wahl pro Klimaschutz ist also auch eine Wahl pro Meeresschutz.“, fasst Joachim Harms, Vorstandsvorsitzender DAM, zusammen.

Ein stabiles Klima, gesunde Meere und intakte Ökosysteme sind von existenzieller Bedeutung für die Zukunft der Menschen. Sie zu stabilisieren und zu erhalten, stellt eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Trotz vielerlei internationaler Ansätze und Bemühungen, die Erderwärmung zu bremsen und Ökosysteme zu erhalten, fehlen bisher wirksame Maßnahmen zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Meere und Ozeane und ihrer Ressourcen. „Die kommende Legislaturperiode ist entscheidend, um in Deutschland die Weichen zu stellen – für den Klima- und Meeresschutz und letztlich zum Schutz von allen Lebewesen auf unserer Erde.“, ergänzt Harms. „Das Wissen für die Umsetzung ist vorhanden. Nun liegt es bei jedem Einzelnen, sich mit der Wahl einer der Parteien, die das Thema Klimaschutz auf der Agenda haben, auch für Meeresschutz zu entscheiden.“

Fakten zum Hintergrund: Meere und Ozeane als Lebensgrundlage

Die Meere und Ozeane sind entscheidend für das Leben auf der Erde:

- Meere und Ozeane sind Nahrungs- und Einkommensquelle für Millionen von Menschen: Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung wohnt weniger als 100 Kilometer von der Küste entfernt. Hunderte Millionen Menschen sind für ihren Lebensunterhalt auf die Ressourcen aus den Meeren angewiesen. Zusätzlich sind Meere und Ozeane wichtige Transportwege, liefern erneuerbare Energie und sind zudem Orte der Erholung und Inspiration.

- Sie sind ein wichtiger CO2-Speicher: Meere und Ozeane speichern mehr als 50-mal so viel Kohlenstoff wie die Atmosphäre und haben bislang ca. 25 Prozent des seit Beginn der Industrialisierung vom Menschen erzeugten Kohlendioxid-Emissionen aufgenommen und damit eine noch schnellere Erderwärmung verhindert.

- Meere und Ozean übernehmen eine wichtige klimaregulierende Funktion: Sie haben bisher mehr als 90 Prozent der zusätzlichen Wärmeenergie aufgenommen, die durch menschengemachte Treibhausgasemissionen entsteht – und die Auswirkungen des Klimawandels maßgeblich verzögert. Doch die Meere können nicht unbegrenzt Kohlendioxid und Wärme aufnehmen.

- Meere und Ozeane sind einzigartige Ökosysteme und Orte der Biodiversität: Sie bieten Lebensraum für wahrscheinlich über eine Millionen Arten. Gut ein Drittel – insbesondere die Tiefsee – sind noch nicht bekannt und erforscht. Wenn Arten stark dezimiert werden oder aussterben und damit ihre ökologischen Funktionen entfallen, kann das gravierende Folgen haben.

Doch die Meere und Ozeane gelangen an ihre Grenzen – zu Lasten von uns Menschen:

- Sie sind verschmutzt und überdüngt: Die Übernutzung der Meere und Ozeane durch Schifffahrt, den Abbau von Rohstoffen, Bautätigkeit, Tourismus sowie die Entsorgung von Müll im Meer sind Meere und Ozeane als Lebensräume erheblich gefährdet. Der hohe Eintrag von Schad- und Nährstoffen aus Industrie, Landwirtschaft und Haushalten führt zudem zu Sauerstoffarmut im Wasser und zur Veränderung ganzer Stoffkreisläufe im Meer.

- Sie sind überfischt: Dreiviertel der marinen Fischbestände weltweit gelten als überfischt oder bis zur Tragfähigkeitsgrenze genutzt. Etliche Fischbestände sind aufgrund zu hoher Fangmengen sogar bereits zusammengebrochen – zu Lasten der Menschen, die von ihnen leben.

- Sie sind zu sauer: Durch die Fähigkeit der Meere und Ozeane, Treibhausgas aus der Atmosphäre zu speichern, nimmt der pH-Wert des Meerwassers kontinuierlich ab – dieser Prozess wirkt sich in vielerlei Hinsicht nachteilig auf marine Lebewesen, Nahrungsketten und Ökosysteme aus.

- Sie sind zu warm: Durch die menschengemachte Erderwärmung steigen die Wassertemperaturen der Meere und Ozeane stetig an: Im Jahr 2024 lagen die Mittelwerte der Oberflächentemperatur aller Ozeane so hoch wie noch nie zuvor seit Beginn der Messungen in den 1980er-Jahren. Die durch die Erwärmung bedingte Sauerstoffarmut im Wasser gefährdet marine Lebewesen und Ökosysteme. Aufgrund erhöhter Verdunstung entstehen zudem häufigere und stärkere Stürme und Sturmfluten.

- Sie sind zu hoch: Als Folge der Erderwärmung – schmelzendes Eis an den Polkappen und wärmeres Wasser, das sich ausdehnt – ist der Meeresspiegel in den vergangenen 50 Jahren im Mittel um rund zehn Zentimeter gestiegen. Nach Einschätzung vieler Klimaforscher dürfte sich der Anstieg in den kommenden Jahrzehnten noch beschleunigen. Dabei gibt es große regionale Unterschiede.

- Sie sind zu laut: Meeressäuger und andere Meeresbewohner leiden unter stetig ansteigendem Unterwasserlärm durch z.B. Schiffsverkehr, Baggerarbeiten, Marinesonar, Munitionsexplosionen und Bautätigkeit. Meeressäuger werden in der Wahrnehmung überlebenswichtiger Schallsignale gestört. Durch mangelnde Rückzugsmöglichkeiten sind sie erheblichem Stress ausgesetzt, der bis zum Tod führen kann.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1296551
 669

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Klimaschutz wählen heißt Meere schützen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Wenn Sicherheit zum Unsicherheitsfaktor wird
Wenn Sicherheit zum Unsicherheitsfaktor wird
URL-Scanner-Dienste wie URLScan, VirusTotal oder Cloudflare Radar analysieren Webseiten automatisch auf verdächtige Inhalte. „Sie prüfen beispielsweise Netzwerkanfragen, die Reputation der Seiten oder eingebettete Skripte und helfen so Unternehmen und Privatpersonen, schädliche Webseiten frühzeitig zu erkennen“, erklärt Ali Mustafa. Viele Unternehmen nutzen laut dem CISPA-Forscher solche Dienste inzwischen als festen Bestandteil ihrer Sicherheitsmaßnahmen. So prüfen sie zum Beispiel automatisch Links in eingehenden E-Mails der Mitarbeitenden.…
07.08.2026
10:40
Bild: «Waldbrände können Bäume zusätzlich stressen.»Bild: «Waldbrände können Bäume zusätzlich stressen.»
«Waldbrände können Bäume zusätzlich stressen.»
Frau Bottero, entziehen die Waldbrände den Borkenkäfern die Lebensgrundlage? Nicht unbedingt. In den stark verbrannten Flächen finden Buchdrucker zwar meist keine geeigneten Brutbäume mehr. An den Rändern der Brandflächen kann die Situation jedoch anders aussehen. Dort überleben oft Fichten, die durch Hitze, Trockenheit, Wurzelschäden geschwächt wurden. Solche Bäume sind anfälliger für einen Befall und können geeignetes Brutmaterial für den Buchdrucker bieten. Ob sich daraus tatsächlich ein Ausbruch entwickelt, ist jedoch keineswegs sicher. …
07.08.2026
09:03

Das könnte Sie auch interessieren:

Das IASS auf der Weltklimakonferenz in Bonn
Das IASS auf der Weltklimakonferenz in Bonn
… vor Ort und lädt zur Diskussion über zentrale Fragen ein: Welche Rolle spielt der Schutz der Ozeane auf dem Weg zu den Paris-Zielen? Wie wirken Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zusammen? Was sind Risiken und Potenziale von Geoengineering? Und kann der gesellschaftliche Dialog die Energiewende voranbringen? Expertinnen und Experten des IASS informieren …
Bild: UN - Welttag der Meere am 8. Juni 2012
UN - Welttag der Meere am 8. Juni 2012
… 8.06.2012 - Seit 1992 werden jährlich am 8. Juni weltweit Aktionen und Informationsveranstaltungen über die Bedeutung der Ozeane für die Menschheit sowie zu verschiedenen meeresrelevanten Themen durchgeführt. Seit 2009 ist der Tag der Meere (engl: World Oceans Day) ein offizieller Tag der Vereinten Nationen. Trotzdem ist der Zustand des Ökosystems …
Bild: Yachtcharter-Agentur OCEANBOOKERS unterstützt NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.)
Yachtcharter-Agentur OCEANBOOKERS unterstützt NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.)
… umfangreiche Strandreinigungsaktionen an Nord- und Ostsee sowie Veranstaltungen zur Umweltbildung umgesetzt werden. NABU engagiert sich bereits seit mehr als 100 Jahren für aktiven Natur- und Klimaschutz sowie für den Erhalt der Artenvielfalt. „Wir freuen uns, mit unserer Aktion einen kleinen Beitrag zur phantastischen Arbeit des NABU beitragen zu können“, …
Bild: Gemeinsam für eine saubere Zukunft
Gemeinsam für eine saubere Zukunft
Arena Mietmöbel unterstützt den Naturschutzbund Deutschland e.V. bei der Aktion „Meere ohne Plastik“ Arena Mietmöbel engagiert sich in der Vorweihnachtszeit im Rahmen des Projektes „Meere ohne Plastik“ für den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU). Mit der Aktion, die am 01. Oktober startet, möchte sich der Möbelausstatter für die Reduzierung des …
Am 8. Juni ist der Tag der Meere 2012
Am 8. Juni ist der Tag der Meere 2012
Der Tag der Meere hat seinen Ursprung im Erdgipfel (Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung) am 8. Juni 1992 in Rio de Janeiro. Seit 2009 wird der 8. Juni als Tag der Meere von den Vereinten Nationen begangen. Die Ozeane werden als bedeutend für Ernährungssicherheit, Gesundheit und dem Überleben allen Lebens, für das Klima und als …
Bild: UN Ocean Conference: Beiträge des ZMT auf der Weltozean-Konferenz in Nizza
UN Ocean Conference: Beiträge des ZMT auf der Weltozean-Konferenz in Nizza
… gemeinsamer Meeresaktionsplan (‚Nice Ocean Action Plan‘) verabschiedet und so für den Schutz der Weltmeere vergleichbare Fortschritte erzielt werden wie 2015 im Bereich des Klimaschutzes mit dem Pariser Abkommen.Die Erwartungen an die Konferenz sind hoch, nicht nur weil die Ozeane durch die Folgen des Klimawandels, Umweltverschmutzung und Überfischung …
Bild: Klimaschutz meets Direktvertrieb: Branche pflanzt über  228.000 Bäume
Klimaschutz meets Direktvertrieb: Branche pflanzt über 228.000 Bäume
Bäume binden CO2 aus der Atmosphäre und speichern den Kohlenstoff in ihren Blättern, Stämmen und Wurzeln. So werden Wälder zu Partnern im Klimaschutz. Mit den „Bäumen Durch Direktvertrieb“ leisten der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland (BDD), seine Mitglieder und Kooperationspartner seit Oktober 2019 einen Beitrag dazu. Durch Spenden und verschieden …
Bild: International Polar Bear Day am 27. Februar 2015
International Polar Bear Day am 27. Februar 2015
… aus aller Welt, um den König der Arktis in seinem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Die örtlichen Reiseanbieter gehen hierbei ebenfalls sehr sensibel mit dem Thema Klimaschutz um. Von der umweltverträglichen Unterbringung der Gäste bis hin zur aktiven Kooperation mit Polar Bears International – der Schutz der Eisbären spielt stets eine übergeordnete …
Bild: Ozeane in NotBild: Ozeane in Not
Ozeane in Not
Herne, 07.06.2013 Die Meere der Welt sind in den vergangenen Jahrzehnten durch die Einflussnahme des Menschen arg in Mitleidenschaft gezogen worden und mit jedem Tag wächst der Druck auf das sensible Ökosystem weiter an. Die Vereinten Nationen (UN) haben daher den 8. Juni zum „Welttag der Meere“ ausgerufen, um ein größeres Interesse für die verschiedenen …
Sie lesen gerade: Klimaschutz wählen heißt Meere schützen