(openPR) Die gesetzlich vorgeschriebenen Regionalkonferenzen stellen die Begleitung und Beteiligung der Bevölkerung in den ausgewählten Standortregionen sicher. Doch nicht alle Bürger:innen werden ihre Meinung oder Kritik über diesen institutionalisierten Weg äußern.
Wie können die jeweils gewählten Vertreter:innen der Regionalkonferenzen angemessen mit Protesten aus der Bevölkerung umgehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt „NipPa“. Es untersucht Möglichkeiten und Grenzen der Integration von nicht-institutionalisierten Formen der politischen Partizipation in etablierte Beteiligungsprozesse.
Nicht institutionalisierte politische Partizipation hat viele Ausprägungen, zum Beispiel Demonstrationen, Beiträge in sozialen Medien oder Unterschriftensammlungen. Die Akteure der Regionalkonferenzen haben verschiedene Möglichkeiten, auf Proteste zu reagieren. Entweder können die vorgebrachten Anliegen in die etablierten Beteiligungsformate eingebracht werden. Oder sie werden ignoriert oder als illegitime Form des Protests abgelehnt.
Das Forschungsprojekt „NipPa“ hat auch die Auswirkungen dieser Reaktionen untersucht. Im Fokus steht die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass sich die Bürger:innen langfristig angemessen durch die Regionalkonferenzen vertreten fühlen.
Um diese Fragen zu beantworten, wurde ein umfangreiches Vignetten-Experiment mit 60 verschiedenen Protestszenarien durchgeführt. Im Rahmen einer Online-Befragung bewerteten rund 5.000 Personen die Legitimität des im jeweiligen Szenario dargestellten Umgangs der Regionalkonferenzen mit unterschiedlichen Formen von Protestverhalten. Die Befragungsergebnisse werden in dieser Veranstaltung durch das Forschungsinstitut aproxima vorgestellt. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Gelegenheit für Fragen und Diskussion.
Veranstaltung am 3.9. von 13-14 Uhr. Anmeldung unter https://www.base.bund.de/shareddocs/termine/de/2026/sciencebased-regionalkonferenzen.html













