(openPR) Kommt nach Web 2.0 nun auch Design 2.0? Dieses fragte sich auch der Designer Wolfgang Moll, Inhaber des Designbüros Produkt + Projekt in Ingolstadt. Ein klares Nein ist seine Antwort.
Web 2.0 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Grenze zwischen Erzeugern und Konsumenten aufgehoben wurde. Die Internet User bestimmen den Inhalt in Blogs, Foren und Communities weitgehend mit. Die Erzeuger stellen nur noch die technische Plattform und den Webspace zur Verfügung.
Wie ist es aber nun bei der Gestaltung? In der Mode weiß man schon lange, die Trends kommen von der Straße, aber der Designer analysiert, extrahiert und interpoliert, er macht aus vorhandenem Input etwas Neues. Und genau hier kommt die Profession ins Spiel. Es darf eben nicht irgendetwas Neues sein, das kann jeder. Der Designer muss zielgenau ins Schwarze, also die Bedürfnisse des Kunden von morgen treffen. Hierbei darf er aber auch nicht übers Ziel hinausschießen.
Der Kunde muss im Mittelpunkt der Überlegungen stehen. Welche Assoziationen löst die Gestaltung aus, welche Empfindlichkeiten sind zu berücksichtigen? Gestaltung wird mehr und mehr eine Frage der Psychologie. Begrifflichkeiten wie nett oder hübsch sind da vollkommen irrelevant. Wichtiger ist, welche Werte transportiert die Gestaltung, trifft sie die Zielgruppe, schafft sie Anreize?
Irgendwie gestalten kann jeder, zielgerichtete Gestaltung nur der professionelle Designer. Dieser setzt gestalterische Mittel wohldosiert ein und ist sich deren Wirkung sehr bewusst. Hier sieht Moll auch die Chance für den Design-Profi. Er darf kein Bildchen-Maler oder Konstruktions-Verhübscher sein, sondern muss sein kreatives und intellektuelles Potential nutzen, damit zukünftige Produkte und Dienstleistungen vom Markt akzeptiert werden, dann wird der Bedarf an professionellem Design nicht nur weiterhin bestehen, sondern sogar wachsen.
Produkt + Projekt
Wolfgang Moll
Stabiusstraße 7
85049 Ingolstadt













