(openPR) Barnitz. An 14 Sommertagen vom 21. Juli bis 04. August können (semi-) professionelle Künstler und engagierte Laien, die sich ihrer eigenen kreativen Entwicklung widmen wollen, aus einem umfangreichen Kunst-Kursprogramm auswählen. Die Programmbereiche des TraveArt Sommer-Ateliers 2007, nämlich
Malerei – Zeichnen – Drucken und Objekte – Keramik – Bildhauen, Papier – Filz und Landart – Outdoor – Naturkunst, Musik – Theater und Foto – Film – Internet, bieten dazu zahlreiche Teilnahmemöglichkeiten.
In dem Bereich Objekte – Keramik – Bildhauen bietet das TraveArt Sommer-Atelier in Nordstormarn die nachfolgenden sieben Kurse an. Die Dozenten kommen aus Kamakura (Japan), Hamburg, Schwerin und den Kreisen Stormarn und Lüchow-Dannenberg.
Von den vielen Dingen und Objekten, die uns umgeben, nehmen wir oft nur ihren dekorativen oder nützlichen Gebrauchswert wahr. In neue Zusammenhänge gestellt oder mit Werkzeug bearbeitet, gewinnen diese Gegenstände eine neue und überraschende Bedeutung. Sie können ihre eigene Sprache entwickeln und mit dem Gestalter und später dem Betrachter in einen ganz persönlichen Dialog treten.
„Woher wusstest Du, dass diese Figur in dem Stein war?“ wurde der Bildhauer gefragt, als die Gestalt in seinem Stein immer deutlichere Formen annahm. Wie ein Stein einem erzählt, was in ihm steckt und wie man dies herausarbeitet, können Anfänger und Fortgeschrittene in zwei Bildhauerkursen an je fünf Tagen im TraveArt Sommer-Atelier in Barnitz lernen. Thomas Helbing aus Barnitz und Norbert Jäger aus Hamburg sind zwei anerkannte Künstler ihres Faches. Sie werden die Teilnehmer mit Schlägel, Holz-Knüpfel, Spitzeisen, Zahn- und Flacheisen, aber auch mit der Diamant-Scheibe an die Bearbeitung von Thüster Kalkstein, Alabaster, Sandstein, Marmor oder Granit heranführen und von der Idee über den Entwurf bis hin zu einer eigenen Skulptur führen.
Ein gänzlich anderer Werkstoff mit eigenen Anforderungen an die Bearbeitung ist das Holz. Als wohl einer der ältesten Werkstoffe des Menschen hat Holz in seinen unterschiedlichen Qualitäten sehr verschiedene Verwendungen gefunden. Silke Krempien, Holzbildhauerin aus Schwerin, wird Teilnehmern ihres Anfängerkurses für Holzbildhauen die Verschiedenartigkeit der unterschiedlichen Hölzer und die Werkzeuge für ihre Bearbeitung vorstellen. Mit einfachen Schnitttechniken in das leicht zu modellierende Lindenholz werden die Teilnehmer schon bald Muster, kleine Figuren oder Ornamente aus dem Holz heraus schauen lassen. In dem Kurs für Fortgeschrittene der Holzbildhauerei werden diese Techniken vertieft, der Kerbschnitt vermittelt und an dem anspruchsvolleren Holz der Eiche oder einer Ostsorte gearbeitet.
Mit dem Angebot von Joy Suzuki aus Kamakura in Japan knüpft das Sommer-Atelier an das Trave-Art-Festival im Jahr 2005 an. Die Technik, die sie vor zwei Jahren mit nach Barnitz brachte, wird die in Japan und den USA sehr bekannte Glaskünstlerin nun im TraveArt Sommer-Atelier vermitteln. An verschiedenen Glasobjekten der Teilnehmer (Glasplatten, Glasbehältern etc.) wird sie in die Kunst des Glas-Sandstrahlens einführen und Aspekte japanischer Ästhetik vermitteln.
Auch die RAKU-Keramik basiert auf einer traditionsreichen japanischen Technik. RAKU bedeutet „Freude“ und ist gleichzeitig der Name einer alten japanischen Töpferdynastie. Das besondere an der RAKU-Technik sind die Glasuren und der Zufall, dem man es nach dem Brennen überlässt, den besonderen RAKU-Effekt auf die Oberfläche zu zaubern. Kerstin Kempe hat langjährige Erfahrungen mit dieser Technik gesammelt und gibt diese in Seminaren weiter. Ihren Kurs im TraveArt Sommer-Atelier hat sie auf zwei Termine aufgeteilt. Im ersten Teil werden Töpfer-Stücke aus dem speziell für die RAKU-Technik verwendeten Ton hergestellt. Nach genügend Zeit zum Austrocknen werden sich die Teilnehmer dann im zweiten Teil ganz der RAKU-Glasur und Brenntechnik widmen.
„Die Sprache der Dinge“ sucht und findet Bea Simon, freie Objektkünstlerin und Figurentheaterspielerin, in ihrem Angebot gemeinsam mit ihren Teilnehmern. Schon mit einer kleinen Veränderung kann ein alltäglicher Gegenstand eine neue Bedeutung erhalten, eine neue Geschichte erzählen. Dinge und Materialien werden in diesem Kurs gemeinsam intensiv untersucht, es wird mit Verfremdung gearbeitet, neue Ordnungen werden hergestellt, Gegensätzliches in Beziehungen gesetzt, Kombinationen ausprobiert, mit Fundstücken gespielt und experimentiert. Im Laufe des Kurses entstehen so unterschiedlichste Skulpturen, Installationen, Collagen, Objekte – in jedem Fall Ungewöhnliches.
„Das TraveArt Sommer-Atelier beflügelt den Austausch. Weit über die Verständigung mit Worten hinaus treten wir mit Menschen, Dingen, Materialien oder Kunstwerken auf die unterschiedlichste Art in Verbindung. In den zwei Wochen des Sommer-Ateliers laden wir Gäste von nah und fern ein, mit uns gemeinsam zu experimentieren, zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen. Ich hoffe, dass jeder reich und beschwingt nach Haus fährt und den Geist des TraveArt Sommer-Ateliers noch sehr lange in seinem Alltag spüren kann.“ formuliert Cornelia von der Heydt ihren Wunsch an das kommende Kunstereignis in Barnitz.
Weitere Details - auch zu den anderen Bereichen des Kursprogramms - sowie zu Terminen, Unterkunft und Kursgebühren sind im Internet unter http://www.traveart.net/sommer-atelier-index.htm hinterlegt.
Pressephotos
zum Download und zum kostenfreien Abdruck im Internet unter
http://www.traveart.net/presse-traveart-photos.htm













