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Europa diskutiert Zukunft disruptiver Innovation

17.09.202512:13 UhrIT, New Media & Software
Bild: Europa diskutiert Zukunft disruptiver Innovation

(openPR) Wie lassen sich erfolgreiche Methodiken des US-amerikanischen DARPA-Modells auf europäische Strukturen übertragen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Fireside-Chats zwischen Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor der Cyberagentur, und Anne-Marie Sassen als Vertreterin des Europäischen Innovationsrates (EIC) auf den Europäischen Forschungs- und Innovationstagen in Brüssel in ihrer gemeinsamen Session „A European ‚ARPA‘ approach - funding breakthrough innovations in Europe“.

Prof. Dr. Hummert hob hervor, dass die Europäische Kommission in den vergangenen Jahren bereits die nötigen Instrumente geschaffen habe. Entscheidend sei nun, diese in größerem Umfang zur Anwendung zu bringen und entsprechendes Know-how in der Praxis aufzubauen. Ein Beispiel sei das Vergabeverfahren Pre-Commercial-Procurement (PCP), das bereits 2009 eingeführt, in Deutschland aber erst 2022 von der Cyberagentur in größerem Maßstab umgesetzt wurde.

„Der EIC hat in den vier Jahren seines Bestehens Großartiges geleistet. Wir freuen uns, bei den Gesprächen über Lösungen für die kommenden Herausforderungen unsere Erfahrungen einbringen zu dürfen. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam ein wirklich europäisches DARPA-Modell begründen können“, erklärte Prof. Dr. Christian Hummert.
Seit 2021 finanziert der EIC disruptive Forschung durch Zuwendungen und Equity-Finanzierung mit dem Ziel, radikale Innovationen in marktfähige Produkte zu überführen. Durch radikale Innovationen soll der EIC dazu beitragen, Europas wirtschaftliche Bedeutung in Zukunft zu sichern. Im Entwurf für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen ist eine deutliche Aufstockung des Budgets vorgesehen. Künftig sollen die Mittel verstärkt über kompetitive, ARPA-ähnliche Verfahren der Forschungsfinanzierung verausgabt werden – ein Schritt, der Europas Innovationsfähigkeit nachhaltig stärken soll.

Europäische Forschungs- und Innovationstage 2025

Die jährliche Leitveranstaltung der Europäischen Kommission zum Thema Forschung und Innovation bringt politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Forschende, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie die Zivilgesellschaft zusammen, um die Zukunft von Forschung und Innovation in Europa und darüber hinaus zu diskutieren und zu gestalten.

Die Veranstaltung dient der Gestaltung der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik, indem sie die verschiedenen Interessengruppen und die Öffentlichkeit in den Dialog bringt. Im Fokus stehen die Stärkung von Europas Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit sowie die Diskussion aktueller Strategien, darunter die Startup and Scaleup Strategy, die European Life Sciences Strategy, die AI in Science Strategy und die European Innovation and Research Area Acts.

Die diesjährigen Europäischen Forschungs- und Innovationstagen fallen in eine entscheidende Phase der Diskussionen über den nächsten EU-Haushalt und zentrale politische Maßnahmen. Sie bieten eine Plattform für die Einbindung von Stakeholdern in die strategische Ausrichtung der EU-Forschungsfinanzierung.

Der Auftritt von Prof. Dr. Christian Hummert als Sprecher und die Präsentation der Cyberagentur als ARPA-ähnlichste Innovationsagentur Europas unterstreichen die strategische Positionierung der Cyberagentur im europäischen Innovationsdiskurs.

Weitere Informationen:

https://research-and-innovation.ec.europa.eu/events/european-research-and-innovation-days_en

Kontakt:

Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
Große Steinstraße 19
06108 Halle (Saale)

Michael Lindner
Pressesprecher

Tel.: +49 151 44150 645
E-Mail:

Hintergrund: Cyberagentur

Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) wurde im Jahr 2020 als vollständige Inhouse-Gesellschaft des Bundes unter der gemeinsamen Federführung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat durch die Bundesregierung mit dem Ziel gegründet, einen im Bereich der Cybersicherheit anwendungsstrategiebezogenen und ressortübergreifenden Blick auf die Innere und Äußere Sicherheit einzunehmen. Vor diesem Hintergrund bezweckt die Arbeit der Cyberagentur maßgeblich eine institutionalisierte Durchführung von hochinnovativen Vorhaben, die mit einem hohen Risiko bezüglich der Zielerreichung behaftet sind, gleichzeitig aber ein sehr hohes Disruptionspotenzial bei Erfolg innehaben können.

Die Cyberagentur ist Bestandteil der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland.

Der Cyberagentur stehen als Geschäftsführung Prof. Dr. Christian Hummert als Forschungsdirektor und Bettina Bubnys als kaufmännische Geschäftsführerin vor.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor

Originalpublikation:
https://www.cyberagentur.de/presse/europa-diskutiert-zukunft-disruptiver-innovation/

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