(openPR) CRR III – alles schon umgesetzt?
Seit dem 1. Januar 2025 gilt CRR III – und mit ihr ein ganzer Katalog an verschärften Vorgaben, die Banken unmittelbar in ihren Kernprozessen treffen. Kreditrisiko, OpRisk, Kapitalplanung und Meldewesen müssen nach neuen Maßstäben ausgerichtet werden. Doch die Praxis zeigt: Viele Institute kämpfen mit gravierenden Umsetzungsproblemen. Unklare Abgrenzungen zwischen Anlage- und Handelsbuch, fehlerhafte Segmentierungen im Mengengeschäft oder unvollständig dokumentierte Immobilienfinanzierungen sind keine Ausnahmen, sondern häufige Prüfungsfeststellungen. Besonders kritisch ist, dass selbst kleine Fehler in der Datenqualität unmittelbare Auswirkungen auf die Eigenmittelunterlegung haben – und damit direkt die Kapitalausstattung und Geschäftsfähigkeit eines Instituts gefährden können.
Die Aufsicht hat unmissverständlich klargemacht: Bei der Umsetzung von CRR III gibt es keinen Spielraum für Schlamperei. Prüfungen legen den Finger auf Schwachstellen, etwa bei der Risikotragfähigkeitsrechnung, bei der Kapitalplanung oder bei der Abbildung neuer Risikotreiber. Gerade im Immobiliengeschäft werden Unschärfen zwischen IPRE- und ADC-Finanzierungen immer wieder bemängelt – mit der Folge, dass Institute im Zweifel zu hohe Eigenmittelanforderungen tragen oder regulatorische Beanstandungen riskieren. Auch die Eigenmittelunterlegung operationeller Risiken nach dem neuen Ansatz wirft viele Fragen auf, die ohne klare Konzepte schnell zu Fehlsteuerungen führen.
Das Online-Seminar „CRR III-Umsetzung im Fokus: Aufsicht & Praxis“ am 7. November 2025 zeigt, wie Banken diesen Herausforderungen begegnen können. Am Vormittag erläutert eine Aufsichtsvertreterin die Schwerpunkte aktueller Prüfungen: neue KSA-Forderungsklassen, die LTV-basierte Risikogewichtung von Immobilienkrediten, Konversionsfaktoren, Zuschläge für Fremdwährungspositionen und den neuen Offenlegungs-Hub der EBA. Die Teilnehmenden erfahren aus erster Hand, welche Erwartungen die Aufsicht an die Umsetzung stellt und wo die häufigsten Fehler in den Instituten liegen.
Am Nachmittag berichtet Katja Ries (AWADO WPG StBG GmbH) aus der Praxis laufender Umsetzungsprojekte. Sie zeigt, wie Segmentierungsvorgehen in den verschiedenen Forderungsklassen funktionieren, welche Stolpersteine in der operativen Umsetzung auftreten und wie Institute ihre Kapitalplanung und Kreditprozesse auf die neuen Anforderungen ausrichten können. Ein besonderer Fokus liegt auf Zweifelsfällen im Immobiliengeschäft, den Herausforderungen bei Spezialfinanzierungen und auf der Frage, wie Datenqualität im Alltag sichergestellt werden kann.
Das Seminar verbindet regulatorischen Tiefgang mit praxisnahen Umsetzungstipps. Teilnehmende profitieren nicht nur von einem klaren Überblick über die neuen Regeln, sondern erhalten konkrete Handlungsansätze, um Fehlsteuerungen zu vermeiden und künftige Prüfungen souverän zu bestehen.
Die Botschaft ist klar: Wer CRR III unterschätzt, riskiert nicht nur Beanstandungen, sondern setzt die eigene Kapitalausstattung und damit die Geschäftsfähigkeit aufs Spiel. Dieses exklusive Kompakt-Seminar bietet die Gelegenheit, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen, Fragen direkt mit Aufsicht und Praxisexpert*innen zu diskutieren und die Weichen für eine sichere Umsetzung zu stellen.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.akademie-heidelberg.de/termin/crr-iii-umsetzung-im-fokus-aufsicht-praxis













