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Die Teilkrankschreibung – Lösung oder bürokratischer Irrweg?

04.03.202515:50 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Die Teilkrankschreibung – Lösung oder bürokratischer Irrweg?

(openPR) BGM-Experten fordern mehr Verantwortung der Unternehmen statt neuer Bürokratie.

Die Krankenstände in Deutschland steigen, und sowohl Unternehmen als auch die Bundesregierung suchen nach Lösungen. Doch ist die Einführung einer Teilkrankschreibung wirklich der richtige Weg – oder schafft sie nur zusätzliche bürokratische Hürden? Die Saneware Software GmbH, spezialisiert auf digitale Lösungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), sieht in dieser Maßnahme erhebliche Risiken für Arbeitnehmer:innen und Unternehmen.

Teilkrankschreibung: Mehr Flexibilität & mehr Einsparungen

Der ExperInnenrat „Gesundheit und Resilienz" der Bundesregierung argumentiert, dass eine Teilkrankschreibung die starre Trennung zwischen „krank“ und „gesund“ aufweichen und Arbeitnehmer:innen die Möglichkeit bieten könnte, mit reduzierter Stundenzahl oder im Homeoffice tätig zu sein. Dies würde ihnen ermöglichen, trotz gesundheitlicher Einschränkungen im Berufsleben zu bleiben und sich schrittweise zu erholen. Auch Unternehmen profitieren von geringeren krankheitsbedingten Fehlzeiten.

Risiken und Hürden der Teilkrankschreibung

Doch der Vorschlag einer Teilkrankschreibung birgt auch erhebliche Gefahren. Arbeitnehmer:innen könnten sich unter Druck gesetzt fühlen, zu früh wieder zu arbeiten, anstatt sich vollständig auszukurieren. Dies fördert den Präsentismus und führt langfristig zu mehr Erkrankungen. Gleichzeitig könnten Unternehmen versuchen, die Regelung auszunutzen, um Personallücken zu überbrücken – selbst wenn Mitarbeitende medizinisch noch nicht vollständig genesen sind.

Auch das Gesundheitssystem würde weiter belastet. Da eine Teilkrankschreibung ärztlich attestiert werden müsste, steigt nicht nur der bürokratische Aufwand, sondern auch die Wartezeiten in ohnehin überfüllten Praxen. Zudem bleibt unklar, wie der Grad der Arbeitsunfähigkeit objektiv bestimmt werden soll und welche Auswirkungen dies auf die Lohnfortzahlung haben wird.

„Statt neuer Bürokratie brauchen wir gesunde Arbeitsbedingungen“

„Es ist Zeit, Unternehmen stärker in die Verantwortung zu nehmen“, sagt Philipp Kochan, Geschäftsführer der Saneware Software GmbH. „Statt einer neuen Regelung wie der Teilkrankschreibung brauchen wir Arbeitsbedingungen, die Gesundheit fördern, anstatt sie nur zu verwalten. Unternehmen müssen ihre gesetzliche Fürsorgepflicht ernst nehmen und aktiv in präventive Maßnahmen investieren.“

Die Zahlen zeigen, dass es in deutschen Unternehmen großen Ausbaubedarf im betrieblichen Gesundheitsmanagement gibt. Nur 27 % der Unternehmen setzen ganzheitliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung um, während fast 10 % keinerlei betriebliche Gesundheitsmaßnahmen anbieten. (whatsnext-Studie 2022, TK).

„Gesundheitsmanagement darf kein optionales Extra sein“, so Kochan weiter. „Statt über Teilkrankschreibungen zu diskutieren, sollten wir Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen, nachhaltige Gesundheitsstrategien zu etablieren.“

Mehr Verantwortung statt mehr Bürokratie

Anstatt eine weitere bürokratische Hürde zu schaffen, sollten Unternehmen laut Saneware ein gesundes Arbeitsumfeld aktiv gestalten. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlichen Mindeststandards wie Arbeitsschutz und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), sondern vor allem um eine konsequente betriebliche Gesundheitsförderung.

„Unternehmen müssen jetzt handeln, um ein Arbeitsumfeld schaffen, das Gesundheit schützt, statt Krankheiten zu verwalten“, fordert Philipp Kochan.

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