(openPR) Kennt Ihr das? Kaum ist der 5S-Workshop vorbei und der Arbeitsalltag startet, fehlt plötzlich ein wichtiger Gegenstand. Alle sind ratlos, immerhin hat man die Gegenstände entsprechend der Nutzungshäufigkeit eingeschätzt und danach alles Unnötige aussortiert. Trotzdem passiert es immer wieder: Ein Gegenstand, der als überflüssig galt, wird plötzlich dringend gebraucht. Keine Sorge – das gehört zum Lernprozess dazu!
In unserem 5S-Workshop hatten wir die folgende Erkenntnis: Bevor man mit dem Aussortieren beginnt, sollte man sich überlegen, wie häufig die Gegenstände wirklich genutzt werden. Wir haben am Arbeitsplatz die Gegenstände in mehrere Kategorien eingeteilt, darunter „Täglich“, „Wöchentlich“, „Monatlich“ und „Defekt & Unbrauchbar“. Im ersten Schritt der 5S Methode beginnt die Diskussion rund um das gründliche Aussortieren.
Sobald die Gegenstände zugeordnet sind, kann es losgehen.
Einfache Tipps fürs Aussortieren
Nicht alles, was aus dem Arbeitsbereich entfernt wird, gehört sofort in den Müll. Brauchbare Gegenstände können zur Werkzeugausgabe oder ins Lager zurückgebracht werden. Nur was wirklich defekt oder nutzlos ist, wird entsorgt. Doch trotz aller Abstimmungen wird immer wieder ein Teil zu viel aussortiert. Zwar sortiert man lieber eins zu viel als gar nichts aus, doch lässt sich da ein Kompromiss finden?
Hier drei bewährte Strategien:
- Der „Uneins“-Bereich: Gegenstände, bei denen Unklarheit herrscht, kommen auf einen separaten Platz. Falls sie innerhalb der nächsten Woche benötigt werden, können sie dort entnommen und anschließend dokumentiert werden.
- Kontrolle in festen Zeiträumen: Nach einem, zwei und sechs Monaten prüft das Team gemeinsam, ob noch alles Wichtige vorhanden ist oder ob etwas fehlt. Im Falle des Letzteren kann es schnell hinzugefügt werden.
- Ordnungssystem finalisieren: Spätestens nach sechs Monaten wird entschieden, was für das 5S Ordnungssystem bleibt und was endgültig wegkommt. Unbenutzte „Uneins“-Gegenstände werden vollständig aussortiert.
Mit dieser Methode bleibt das System flexibel, und niemand muss sich darüber beschweren, dass plötzlich etwas fehlt!


Trotz der langen Historie der Verbesserungsprozesse, wie Lean, TPM, KVP, 5S & weiteren Ansätze, entwickelt oft jedes Unternehmen die Produkte zur Lösungsumsetzung selbst oder hat einen hohen Suchaufwand bei der Beschaffung! Doch warum das Rad immer wieder neu erfinden?“









