(openPR) First In, First Out (FIFO) – ein Prinzip im Lean Management, das umfangreich und aufwendig erscheint, aber in der Umsetzung simpel und altbewährt ist. Der Gedanke dahinter: Materialien werden in der Reihenfolge verarbeitet, in der sie ins Lager kommen. So wird vermieden, dass ältere Bestände unbemerkt verfallen oder unbrauchbar werden, während man neues Material bevorzugt nutzt.
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis
Auf dem Papier wirkt FIFO logisch und leicht verständlich. Doch in der Praxis zeigt sich schnell, dass der Aufwand für die Mitarbeitenden steigt. Wer will schon bei jeder Materialentnahme das Datum sämtlicher Kartons abgleichen, um den ältesten Bestand zu finden? Solche Suchzeiten sind unnötig und ineffizient. Es braucht klare Kennzeichnungen!
Eine praktische Lean-Lösung für den Lageralltag
Eine Lösung, um FIFO im Lageralltag zu implementieren, basiert auf klarem visuellen Management. Dafür werden Lager-Hängetaschen genutzt, die an der Vorderseite der Regale angebracht werden. Diese Taschen zeigen eindeutig an, welcher Karton als Nächstes verwendet werden soll.
Sobald ein Karton leer ist, verschiebt man das Schild zur nächsten Einheit desselben Produkts. Der große Vorteil: Immer nur ein Karton ist markiert. Das reduziert Suchzeiten und vermeidet Verwirrung. Die Überprüfung des Produktions- oder Haltbarkeitsdatums wird nur dann erforderlich, wenn ein neuer Karton durch die Wiederbeschaffung in den Fokus rückt.
FIFO: Altbewährt, aber immer noch aktuell
Auch wenn das FIFO-Prinzip zu den Grundbausteinen des Lean Managements gehört, bleibt es relevant. Erfahrungen zeigen, dass sich selbst etablierte Methoden durch einfache, aber gezielte Anpassungen mithilfe von visuellen Hilfsmitteln optimieren lassen. Mit klaren Markierungen wird aus einer alten Idee eine moderne, praxistaugliche und vor allem einfache Lösung.


Trotz der langen Historie der Verbesserungsprozesse, wie Lean, TPM, KVP, 5S & weiteren Ansätze, entwickelt oft jedes Unternehmen die Produkte zur Lösungsumsetzung selbst oder hat einen hohen Suchaufwand bei der Beschaffung! Doch warum das Rad immer wieder neu erfinden?“









