(openPR) (Stuttgart/Ludwigsburg) In den vergangenen Jahren wurde im Umfeld von Lean bereits viel erreicht. Die Digitalisierung ist aus Sicht von Elmar Schipp lediglich ein weiteres Werkzeug, das digitale Methoden zur Verfügung stellt, um die Produktivität zu steigern. Und somit einen wesentlichen Effekt auf die Kosten zu haben.
Schipp ist Autor des eBooks „Die Digitale Roadmap – Wegweiser für den Mittelstand“, erschienen im LOG_X Verlag, Ludwigsburg. Danach gefragt, wie weit die Unternehmen in Sachen Umsetzung sind, meint Elmar Schipp: „Das lässt sich so pauschal nicht beantworten, weil die Situation sehr unterschiedlich ist. Im Rahmen einer Studie waren wir erstaunt zu sehen, dass sich viele Unternehmen bereits seit einigen Jahren mit dem Thema beschäftigen. Sie haben jedoch keine richtige Digitalstrategie entwickelt.“
Das Problem dabei sei, dass ihnen häufig nicht nur ein ganzheitliches, bereichsübergreifendes Konzept, sondern auch ein konkretes Ziel fehlt. „Hier ist noch ein weiter Weg zu gehen, vergleichbar mit der Umsetzung von Lean: Auch dort hat es knapp zwei Jahrzehnte gedauert, bis in Unternehmen operative Exzellenz erreicht wurde.“
Schipp empfiehlt, in einem ersten Schritt Themen zu identifizieren, die einen realen Nutzen und Mehrwert bieten. „Macht man sich auf die Suche“, so Schipp, „was durch die Digitalisierung anders, schneller, besser und/oder produktiver gemacht werden kann, so erhält man in der Regel schnell eine Fülle an Themen. Indem das Management bzw. ein Projektteam diese Themen einordnet, priorisiert und den Aufwand abschätzt, wie die selbstgesteckten Ziele erreicht werden sollen, ergibt sich eine logische Abfolge-Sequenz: die Digitale Roadmap.“
Er empfiehlt Unternehmen, mit denjenigen Themen zu starten, die den meisten Nutzen bieten. In diesem Zusammenhang sollte das Management darauf achten, über ein gutes Controlling sowie aussagekräftige Kennzahlen zu verfügen. Denn nur so lässt sich messen, ob die Digitalisierungs-Initiativen einen wirtschaftlichen Effekt haben.
Danach gefragt, was ein Unternehmen tun muss, damit die Umsetzung scheitert, meint er: „Nur das, was viele Unternehmen heute auch schon praktizieren: sich dem Thema ohne Strategie und ohne Ziele nach dem Trial and Error-Prinzip mit unzähligen unkoordinierten Projekten zu nähern, die Kapazitäten binden, aber keinen wirklichen Nutzen stiften. Das ist fatal.“










