(openPR) Transportplattform „move-e-star“ bietet Vorteile gegenüber klassischen Flurförderfahrzeugen
Triebwerke von Flugzeugen müssen regelmäßig gewartet werden, wie die Flugzeuge selbst auch. Nach dem Austausch von Bauteilen und der Instandsetzung der Triebwerke erfolgt regelmäßig eine Prüfung unter Volllast. Dabei werden Schubkräfte von bis zu 60 Tonnen erreicht. Für den Transport der Triebwerke von den Montageplätzen zu den speziellen Prüfständen setzt ein renommiertes deutsches Luftfahrtunternehmen zwei weitere Transportplattformen des Typs „move-e-star“ ein, die von den Fachleuten der Wardenburger HIT Hafen- und Industrietechnik GmbH entwickelt wurden.
Die Transportplattform „move-e-star“ ermöglicht es, bis zu 12 Tonnen schwere Triebwerke millimetergenau in den Prüfvorrichtungen zu platzieren. Um die Triebwerke aufnehmen zu können, entwickelten und konstruierten die Ingenieure der HIT vier bewegliche Tragarme. Diese Arme nehmen das, vom Kunden bereits verwendete, massive Traggerüst auf, an denen die Triebwerke befestigt sind. Dieses Traggerüst samt Triebwerk wird vom „move-e-star“ in die Prüfvorrichtung verbracht, wobei das Andocken an die jeweiligen Prüfeinrichtungen vollautomatisch mittels Laserscannern erfolgt. Hierbei kommt es auf extrem genaue Positionierungen an“, erläutert Andreas Thölke, Leiter Maschinenbau bei der HIT Hafen- und Industrietechnik GmbH.
Bewegt wird der „move-e-star“ über vier eigenständige Antriebseinheiten, die mit jeweils zwei Mecanum-Rädern versehen sind. Diese spezielle Radform mit diagonal gelagerten drehbaren Rollen, ermöglicht omnidirektionale Fahrmanöver. Dabei ist das Rad selbst nicht mit einer mechanischen Lenkung ausgestattet. Die Fahrmanöver erfolgen mittels Antriebsmotor mit veränderlichen Drehzahlen. Längs- und Querfahrten, Vorderrad-, Hinterrad- oder Allradlenkung sowie Drehungen um die Hochachse oder der sogenannte Krebsgang stellen kein Problem dar. „Diese besonderen Antriebseinheiten wurden auf Wunsch des Kunden verbaut“, erklärt Thölke. Die eingesetzten Mecanum-Räder unterstreichen einmal mehr, wie flexibel die Wardenburger Ingenieure und Techniker auf Kundenvorgaben reagieren können.
Alle Funktionen des „move-e-stars“ sind über eine Funkfernbedienung steuerbar.
Insgesamt bietet der „move-e-star“ erhebliche Vorteile gegenüber den klassischen Flurförderfahrzeugen, wie zum Beispiel Gabelstaplern, schon aus Gründen der Fahrdynamik. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Möglichkeit das Transportsystem vollkommen autonom fahren zu lassen. Dies kann über RFID-Systeme, QR-Codes, freie Navigation oder per Laserabtastung der Hallenstruktur erfolgen.
Der „move-e-star“ wird mittlerweile in der Aluminium- und Stahlindustrie, in Betonwerken oder der Papierfabrikation eingesetzt. Darüber hinaus ist die anpassungsfähige Transportplattform in der Luftfahrttechnik und der Bahn sowie bei Herstellern von Windenergieanlagen im Einsatz.













