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Neue Alte sichern Produktivität von morgen; Brose denkt voraus

Bild: Neue Alte sichern Produktivität von morgen; Brose denkt voraus
Prof. Dr. Kurt Landau beim Symposium in Darmstadt
Prof. Dr. Kurt Landau beim Symposium in Darmstadt

(openPR) Hohe krankheitsbedingte Ausfallzeiten, körperlicher und geistiger Abbau am Arbeitsplatz - das Schreckgespenst der alternden Belegschaft ängstigt und lähmt. Doch woher kommt diese Angst?
Prof. Dr.-Ing. Kurt Landau vom Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt sieht einen Grund dafür in der weit verbreiteten Meinung, dass „außer dem Körpergewicht im Alter alles abnimmt“. Er ist Co-Autor des Buches „Altersmanagement als betriebliche Herausforderung“ und unterstützt die Deutsche MTM-Vereinigung seit Jahren intensiv bei ihrer Arbeit. In seinem Vortrag zum Symposium „Produktivität und Ergonomie – kein Widerspruch“, das Ende Februar in Darmstadt stattfand, räumte er mit weit verbreiteten Vorurteilen auf.



Der Arbeitseinsatz Älterer im Betrieb ist heute noch überwiegend geprägt von der sogenannten Defizit-Theorie des Alterns. Obwohl diese Theorie des körperlichen und geistigen Abbaus seit Jahren als weitgehend wissenschaftlich widerlegt gilt, sind „Schonarbeitsplätze“ und „Frührente“ nur zwei verbreitete Ansätze von Altersdiskriminierung. Dabei sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten älterer Mitarbeiter nicht defizitär, schlechter oder geringer, sondern nur anders profiliert. Mit dem vorzeitigen Ausscheiden dieser Mitarbeiter verliert der Betrieb in dramatischer Weise Know how, Erfahrungswissen, Verantwortungsbewusstsein, soziale Intelligenz, hohe Arbeitszuverlässigkeit und vieles mehr. Studien belegen, dass der ältere Mitarbeiter durch diese Vorteile altersbedingte Beeinträchtigungen wie sinkende Muskelkraft, Nachlassen der Sinnesorgane sowie abnehmendes Reaktions- und Aufnahmevermögen weitgehend kompensieren kann. Es muss also nicht zwangsläufig zu einem altersbedingten Leistungsabfall am Arbeitsplatz kommen.

Natürlich stellen der ältere Mitarbeiter selbst und auch seine Mitmenschen fest, dass sich bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten im Alter verändern. Hierbei handelt es sich jedoch zu einem Großteil um psychische und physische Merkmale, die nicht mehr trainiert wurden. Hier sind frühzeitig Personalplanung und Altersmanagement der Unternehmen gefragt. Ältere Mitarbeiter brauchen keinen Schongang oder gar die Stillegung, sondern altersdifferenziert gestaltete Arbeitsplätze. Dafür bietet das vom Ergonomia Verlag Stuttgart und dem Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt neu herausgegebene Buch „Altersmanagement als betriebliche Herausforderung“ Lösungsansätze mit konkreten Handlungsanleitungen. Der Vortrag von Prof. Landau basierte auf den Erkenntnissen und Studien aus diesem Buch. Fazit: Ein längeres (und vielleicht auch besseres) Erwerbsleben ist möglich und sinnvoll, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Es lohnt sich, arbeitsgestaltende Maßnahmen auch bei jungen Belegschaften lieber früher als später umzusetzen, damit die Mitarbeiter gesund bleiben und ein Umdenken hinsichtlich altersdifferenzierter Arbeit stattfinden kann.

Arbeitsgestaltung bei Brose

Ein positives Beispiel für humane und ergonomische Arbeitsgestaltung ist die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Coburg. Der namhafte Systemlieferant der internationalen Automobilindustrie setzt seit Jahren MTM zur Analyse, Gestaltung und Optimierung der Arbeitsprozesse ein. Thomas Gruber, Leiter der zentralen Fertigungstechnik bei Brose, gab als Referent zum Symposium in Darmstadt einen Einblick in die Gestaltungsmaßnahmen des Unternehmens. Zum einen wird mit der MTM-Software ProKon2 bereits im Vorfeld der Fertigung für eine qualitative, montagegerechte Gestaltung von Bauteilen und Montageanlagen gesorgt. Weiterhin sichern standardisierte, auf MTM-Daten aufgebaute Montagekonzepte die Einhaltung ergonomischer Richtlinien für Mitarbeiter jeden Alters. Die Kontrolle liegt in der Hand eines Sicherheitsbeauftragten. Für jeden Arbeitsplatz wird eine Belastungsanalyse erstellt, die ergonomische Belastungen frühzeitig erkennt. Werden bestimmte Belastungsgrenzwerte überschritten, werden konstruktive oder technische Lösungen erarbeitet und sofort umgesetzt. Alle verantwortlichen Fertigungsplaner, Meister und Betriebsmitteltechniker werden drei Tage lang zu den Themen Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung geschult. Außerdem können die Mitarbeiter das betriebseigene Fitnessstudio nutzen. Dort erhalten sie unter fachkundiger Anleitung individuelle Trainingspläne und erhalten beim „Back-Check“ Informationen über den Zustand ihrer Muskulatur.

Die meisten Mitarbeiter bei Brose sind zwischen 30 – 40 Jahren alt. Damit hat das Unternehmen zwar eine relativ junge Belegschaft, sorgt aber schon heute durch gesundheitsfördernde Maßnahmen und Arbeitsgestaltung dafür, dass die Mitarbeiter möglichst lange gesund und fit und damit dem Unternehmen als Erfahrungsträger erhalten bleiben. Gerade solche Unternehmen, deren Teams heute relativ jung und altershomogen sind, werden in 10 oder 20 Jahren voraussichtlich Probleme bekommen, weil dann der Großteil der kompetenten Mitarbeiter zu den älteren Arbeitnehmern gehört. Die nächsten Schritte für Brose könnten in der weiterführenden Schaffung altersgemischter Teams und in der Umsetzung altersdifferenzierender Gestaltungsmaßnahmen liegen.

Die Umsetzung von Gestaltungsmaßnahmen braucht Experten

Zur Projektierung und Umsetzung von Arbeitsgestaltungsmaßnahmen im Unternehmen gibt es kompetente Partner, die sich auf dieses Themenfeld spezialisiert haben. Dies sind zum einen die Arbeitswissenschaftler. Prof. Dr. Ralph Bruder, Institutsleiter des Institutes für Arbeitswissenschaft Darmstadt, rief die Unternehmen in seinem Symposiumsvortrag dazu auf, die interdisziplinäre Ausbildung und das Wissen seiner Kollegen von Anfang an, am besten schon in der Produktdesignphase, zu nutzen.
Zum anderen gibt es Institutionen wie die Deutsche MTM-Vereinigung. Die Vereinigung befasst sich seit 1962 mit der Gestaltung von Arbeitsprozessen und verfügt heute über den weltgrößten Bestand an standardisierten Prozessdaten für nahezu alle Branchen. Mit Hilfe dieses Materials lassen sich alle manuellen Arbeitsvorgänge objektiv beschreiben und hinsichtlich ihrer Zeit- und Produktivitätseffizienz optimieren. Die MTM-Projektleiter begleiten und schulen die verantwortlichen Mitarbeiter im Unternehmen von der Ist-Analyse bis hin zu konkret umgesetzten Maßnahmen.

Die Deutsche MTM-Vereinigung war, neben dem Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und der Initiative neue Qualität der Arbeit, Mitveranstalter des Darmstädter Symposiums „Produktivität und Ergonomie – kein Widerspruch!“ Sie widmet sich zunehmend Ergonomie-Themen und entwickelte MTMergonomics®, eine Software, die ergonomische Risikoanalysen für bestehende oder zukünftige Arbeitsplätze erstellt und ungünstige Belastungen frühzeitig prognostizieren kann. Die Entwickler der Software arbeiten eng mit Arbeitswissenschaftlern wie Prof. Dr. Landau zusammen, um die Unternehmen zukünftig auch bei der Einführung altersdifferenziert gestalteter Arbeit optimal unterstützen zu können. Vielleicht gibt es dann auch bald ein Symposium mit dem Titel „Produktivität und Alter – kein Widerspruch“, denn nicht nur die Arbeitswissenschaft erkennt: Die „Neuen Alten“ sichern die Produktivität von morgen.

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