(openPR) Kempten, März 2007. Der MB Trac gilt als kleiner Bruder des Unimog. Das Zwei-Wege-Fahrzeug aus Gaggenau schreibt eine kurze, aber intensive Erfolgsgeschichte. Drei viertel der insgesamt rund 40.000 produzierten MB Tracs sind heute noch im Einsatz. Besondere Modelle sowie die Geschichte der Marke zeigt jetzt ein neuer Film von Agrarvideo.de.
Die Firma Mercedes Benz entscheidet sich 1967, eine landwirtschaftliche Arbeitsmaschine zu entwickeln. Den Anstoß dazu gibt die sinkende Wettbewerbsfähigkeit des legendären Unimog im Agrarbereich. „Wenn Sie so wollen: Die Ideen des Ur-Unimogs wurden übertragen auf eine MB Trac Technik für die 70er Jahre – so ging alles los“, erklärt Hans-Jürgen Wischhof, ehemaliger Werksleiter in Gaggenau. Das Konzept: Vier gleichgroße Räder und Allradantrieb für maximale Zugkraft im Acker und auf der Strasse. Durch vielseitig nutzbare An- und Aufbauräume können mehrere Arbeitsgeräte gleichzeitig betrieben werden. Trotzdem ist es ein langer und steiniger Weg vom ersten Prototyp bis zur Serienproduktion.
Die Anfänge
Gebaut werden soll die Maschine in Gaggenau, im selben Werk wie der Unimog. Dadurch ist es möglich geringe Stückzahlen kostengünstig zu produzieren. 1970 werden die ersten Praxistests durchgeführt. Im spöttisch genannten „fahrenden Telefonhäuschen“ findet der Fahrer einen bis dahin unbekannten Komfort. Vollgefedert, bequeme Sitze, eine Heizung und eine neue Form der Unfallsicherheit. Der erste MB Trac bekommt die Typenbezeichnung 65/70, angetrieben von einem 65 PS Daimler-Benz-Motor. Auf der DLG-Ausstellung werden 350 Bestellungen abgegeben. Bereits schon ein Jahr nach der Präsentation rollt der 1100ste Schlepper vom Band.
Gut 30 Jahre Mercedes Benz Tracs
Das Folgemodell ist der 700er MB Trac. Von nun an bestimmt die Anzahl der PS die Namensgebung. Die gerundete Anzahl der Pferdestärken vervielfacht mit dem Faktor 10 ergibt die Typenbezeichnung. Mit dem 800er und dem Beginn der 80er Jahre folgt die neue Farbgebung – das typische MB Trac grün. Der 900er leistet bereits 85 PS. Im Oktober 1976 kommt der erste 1300er auf den Markt. Ein Sechszylinder mit 125 PS. Der Motor stammt wie immer von Daimler Benz, ein OM 352A. Der in Sonderfarben lackierte MB Trac 1800 Intercooler läuft als letzter Trac vom Band – am 17. Dezember 1991.
Im Film zu sehen
Vom ersten Prototypen über den 1500er mit 150 PS bis hin zum 1800er Intercooler mit 180 PS: der Film zeigt die Klassiker und ausgewählte, ausgefallene Modelle echter MB-Freaks, mit extrabreiten Kotflügeln und Galionsfiguren. Außerdem gibt es besondere Einsätze zu sehen: ein Lohnunternehmer mit einem Fuhrpark von elf Tracs, einen MB Trac auf 1.000 Höhenmeter, der den Almabtrieb übernimmt, Tracs beim Mulchereinsatz im Obstgarten, bei Bodenbearbeitung, Pflegearbeiten und Ernte, bei Spezial-Fällungen in Parks, Gärten und sensiblen Vegetationen, bei der Forstarbeit und auf der Schiene.
Eine kostenlose Vorschau gibt es unter www.traktor-tv.de, Deutschlands erstem Traktor-Internet-Fernsehen. Die DVD kostet 24,80 Euro und ist zu beziehen im Internet unter www.AgrarVideo.de oder telefonisch unter 0831-5125416.












