(openPR) Der Bauausschuss der BVV Friedrichshain-Kreuzberg stimmte gegen Eröffnung eines Bebauungsplanverfahrens. Mit den Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen und der PDS wurde am 20.03.07 in einer eigens dazu anberaumten öffentlichen Sitzung des Bauausschusses im Nachbarschaftshaus Urbanstrasse ein Antrag auf Eröffnung eines Bebauungsplanverfahrens für das Gelände um den Fichtebunker abgelehnt. Entgegen der Forderungen zahlreicher Bürger und der kleineren Fraktionen konnte sich Bezirksbürgermeister Dr. Franz Schulz (Grüne) durchsetzen. Den zunehmend aufgebrachten Bürgern im Saal wurde vom Juristen des Bezirksamtes ausführlich erläutert, warum man mit einem B-Planverfahren den Erhalt des Sportplatzes gefährden könnte, aber alternative Vorschläge zu dessen Sicherung wurden weder vom Amt noch von den Ausschussmitgliedern gemacht. Der Erhalt des Denkmals Gasometer und Fichtebunker soll ohne jede vertragliche Absicherung in die Hände eines privaten Investors gelegt werden. Doch der vermeintlich weiße Ritter entpuppt sich immer mehr als brüchiger Strohhalm. Im Bauantrag wird zwar die Öffnung des Denkmals für die Öffentlichkeit versprochen, aber als Nutzung für den Bunker wird ein Gemüse- und Obstlager beantragt. Das hatten die Investoren der Öffentlichkeit bisher verschwiegen. Informationen zu dem Bauvorhaben wurden in den letzten Wochen häufig erst dann eingeräumt, wenn sie von den Bürgern entdeckt wurden. Arm in Arm versuchen Bezirksamt und Investoren mit einer Salamitaktik das Vorhaben durchzusetzen und werden dabei bisher von der Mehrheit der Mitglieder der BVV unterstützt. Die Initiative Fichtebunker fordert die Mitglieder des Bauausschusses auf, endlich ernsthaft auf die Einwände und bestehenden Konflikte einzugehen. Wer ein ordentliches Bebauungsplanverfahren mit entsprechender Beteiligung der Öffentlichkeit ablehnt, muss erklären, in welcher anderen Art und Weise die Sicherung des Sportplatzes, der Erhalt und eine öffentliche soziokulturelle Nutzung des Denkmals, als lebendigen Ort der Erinnerung und eine verträgliche Entwicklung im Stadtteil mit anderen Mitteln erreicht werden kann. Die Initiative Fichtebunker wird auch weiterhin mit Information und Aktion auf die mangelnde Transparenz in dem Verfahren und den fehlenden Wille hinweisen, die öffentlichen Flächen zwischen Hasenheide, Fichte- und Körtestrasse gegen eine vollständige Privatisierung zu schützen.













