(openPR) Die Initiative Fichtebunker sieht mit großer Besorgnis, wie von Berliner Politik und Denkmalschutzbehörde der Denkmalschutz des Fichtebunkers und der Ensembleschutz der Fichtestraße nach den Interessen von Investoren scheinbar zurechtgebogen werden. Die Initiative Fichtebunker setzt sich für eine denkmalgerechte, öffentliche soziokulturelle Nutzung des Fichtebunkers und des Fichtebunker-Grundstücks ein – im Gegensatz zur Berliner Politik, die für den Fichtebunker und seinem Grundstück eine Privatisierung, Wohnriegelbebauung, Immobilien-Kommerzialisierung, gewerbliche Nutzung und zudem eine Sondereigentums-Wohnbebauung der in Berlin einmaligen Schwedlerkuppel vorsieht. Die Initiative Fichtebunker erinnert daran, dass gerade Industriedenkmale wie der Fichtebunker das Potenzial für eine lebendige Erinnerungskultur und soziokulturelle Relevanz besitzen. Für ein Kulturdenkmal ist die übliche Projektion eines „repräsentativen“ und „schönen“ Denkmals nicht entscheidend, sondern maßgeblich ist seine historische und gesellschaftliche Einbettung. Der Gasometer-Fichtebunker (1876) vereint einzigartig Industriedenkmal (Geschichte der Berliner Gasversorgung) und Mahnmal (Kriegsbunker, Flüchtlingsheim, Jugendstrafanstalt, Seniorenheim, Obdachlosenheim, Lager der Senatsreserven, Mauerfall und Beendigung des Kalten Kriegs). Als kulturelles Erbe der Stadt Berlin macht er wesentliche Teilaspekte der Berliner Geschichte erfahrbar und ermöglicht Berlinern und Berlinbesuchern, sich mit der Geschichte Berlins am originalen Ort auseinanderzusetzen. Die Initiative Fichtebunker fragt die Berliner Politiker und Entscheidungsträger der Berliner Denkmalschutzbehörden, wie am Fichtebunker in Kreuzberg die geplanten Teilabrisse, Neubebauung auf dem Grundstück, Wohnbebauung in der transparenten Schwedlerkuppel und Nutzung des Bunkers als Lagerflächen mit dem strengen Berliner Denkmalschutzgesetz vereinbart werden können?











