(openPR) Bürgerinitiative bringt die geplante Bebauung des Baudenkmals Fichtebunker ins Wanken. Nach zweimonatigem Kampf der Initiative Fichtebunker wird deutlich, dass die geplante Bebauung nicht genehmigungsfähig ist. Davor lauteten die Aussagen von Bezirksbürgermeister Dr. Franz Schulz jedoch anders. Erst nach intensiver Warnung des Sportvereins Berliner Amateure und der Initiative der Anwohner dämmert es dem Bezirksamt, dass der Sportplatz Körtestraße durch die Bebauung gefährdet wird. Mit Salamitaktik und durch Streichen von geplanten Townhouses will man nun den Ärger mit den Bürgern loswerden. Die Bürgerinitiative fordert Mitsprache und Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung ihres Kiezes. Von Bauvorbescheiden, Verkauf, Bebauungsplänen und Bauanträgen bezüglich des Fichtebunkers und seines Areals erfuhren die Anwohner erst, als die Verträge schon unterzeichnet waren. Von der Initiative Fichtebunker weist Gerhard Drexel darauf hin, dass „die Bürgerinitiative für den Erhalt des in Berlin einmaligen Gasometers in der Fichtestraße in Kreuzberg ist, der in den 40er Jahren als Luftschutzbunker für 6.000 Menschen ausgebaut wurde. Während des Krie-ges bot er bis zu 30.000 Menschen Schutz. Nach Kriegsende hat er unter anderem als Flüchtlingslager und Lebensmitteldepot gedient.“ Weitere Ziele sind: Erhalt des Baumbestands, Schaffung öffentlicher Grünflächen, eine öffentliche gemeinnützige Nutzung mit Ausstellungen und fachkundlichen Führungen für Berliner, Besucher und Schulklassen. Die Investorengruppe plant laut Bauantrag auf dem Grundstück Townhouses und einen Wohnriegel. Auf dem Dach des Fichtebunkers sollen zwölf zweistöckige Wohnapartments im Maisonettestil entstehen. Die filigrane Kuppelkonstruktion aus Stahl soll mit rechtwinkliger Architektur zugebaut werden. Das stadträumliche Bild würde sich entscheidend verändern, obwohl der Straßenabschnitt als Ensembleschutz ausgewiesen ist. Bisher fehlen jegliche Angaben über die Kosten für Sanierung, Instandhaltung und Unterhalt des Baudenkmals. Die Initiative Fichtebunker befürchtet, dass Privatisierung des Fichtebunkers zu keiner Sanierung des öffentlichen Haushalts führen wird, sondern das Baudenkmal Fichtebunker zu einer unkalkulierbaren Hypothek für Berlin wird. (z.B. Asbestsanierung, Bodensanierung, Altlasten). Begleitet wird die Initiative Fichtebunker von dem Kunstprojekt Gute Geister für den Fichtebunker. Das Projekt möchte den Fichtebunker als lebendigen Ort der Erinnerung erblühen sehen und macht diesen Prozess mit der Internetseite www.fichtebunker.com öffentlich, auf der sich auch die Initiative präsentiert und informiert. Der Kreuzberger Bezirksbürgermeister Dr. Franz Schulz hat eine weitere öffentliche Sondersitzung des Ausschuss für Stadtplanung und Bauen zum Thema Fichtebunker anberaumt: Öffentliche Sitzung des Bauausschusses zur geplanten Bebauung und zu einer möglichen Bürgerbeteiligung, Dienstag, den 20. März um 18 Uhr im Nachbarschaftshaus Urbanstraße.













