(openPR)
Rebellion der Verkannten im krautART ARTspace – Ein kühnes Manifest künstlerischer Unabhängigkeit
Berlin, 28. Januar 2024: Mit dem "Salon de Refusées" im krautART ARTspace erlebt Berlin eine historische Wiederbelebung des Pariser Salon des Refusés von 1863. Diese Ausstellung, die vom 29. Februar bis 29. März 2024 stattfindet, präsentiert die Werke von 47 Künstlerinnen aus 17 Ländern, deren Kunst von etablierten Kunstinstitutionen abgelehnt wurde, und deren Werke sich mit brisanten und oft zensierten Themen beschäftigen.
Die Ausstellung zeigt unter anderem die explizite Fotoserie von Bob Jones, die die weibliche Vulva in den Mittelpunkt stellt, und damit das Recht auf Darstellung des menschlichen Körpers einfordert. Julia Apostolidou, charLotte und Gennifer Deri erforschen intensiv den weiblichen Körper und seine Formen. Zahralena Frohwitter konfrontiert mit ihrer Fotodokumentation „Gypsophila y todas las flores“ die Zensur und das Schweigen zu Femiziden. Kathrin Greiner und Leigh Witherell thematisieren körperlichen und psychischen Schmerz, während auch Themen wie gleichgeschlechtliche Liebe, Kapitalismuskritik und Klimaschutz aufgegriffen werden.
So hinterfragt Natasha Lelencos 'Exchange Currencies' kraftvoll die Konzepte von Währung und Fremdheit, indem sie die gängigen nationalen Symbole auf Münzen durch anonyme, heterogene Profile ersetzt und so die Bedeutung von Währung und von Kunst in einem globalen Kontext neu definiert.
Der Salon de Refusées wird durch diese explosive Mischung von Werken zu einem Raum des Widerstands und der Freiheit in der Kunstszene, in dem das Recht auf künstlerische Darstellung des Körpers und gesellschaftskritischer Themen vehement verteidigt wird. Gleichzeitig präsentiert die Ausstellung eine große Bandbreite an Medien und Techniken, von Textilkunst, Malerei und Mixed-Media-Techniken bis hin zu 3D-Kunstinstallationen und Videospielen.
Diese einzigartige Schau ist ein wichtiges Statement für die künstlerische Freiheit und Vielfalt. Der "Salon de Refusées" fordert die Besucher*innen heraus, sich mit Kunstwerken auseinanderzusetzen, die konventionelle Grenzen überschreiten und Diskussionen herausfordern.
"Die Idee für den Salon de Refusées entstand aus persönlicher Erfahrung und einem Dialog mit GPT-4, nachdem ich selbst Ablehnungen von etablierten Kunstinstitutionen erhalten hatte. Solche Zurückweisungen sind für Künstlerinnen zwar alltäglich, dennoch hinterfragen sie den Wert unserer Arbeit. In Zeiten der Rezession, wo der Kunstverkauf besonders für unbekannte Künstlerinnen schwierig ist, entstand die Vision einer Ausstellung, in der abgelehnte Kunst gewürdigt wird. Die Begeisterung in der Kunstszene für dieses Konzept war überwältigend und bestätigt die Notwendigkeit eines solchen Projekts." - cornelia es said
Zusätzliche Informationen:
Der krautART ARTspace bietet eine Plattform im Herzen Berlins, um bisher nicht anerkannte Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Hier geht es nicht nur um die Präsentation der Kunst, sondern auch um Diskussionen und die Förderung künstlerischer Vielfalt und Resilienz.












