(openPR) Karten auf den Tisch! Mit dieser außergewöhnlichen Aktion will WOHLLEBEN SPORTS auf die extrem angespannte Lage in der Radbranche aufmerksam machen. Der durch massive Überlager bei gleichzeitiger Konsumzurückhaltung geprägte Radmarkt erfährt einen nie da gewesenen Preiskampf. Dieser ist auf Dauer aber einfach nur ruinös. Anstatt wieder mit Rabatten in Form von Prozenten zu werben, entschied sich das Team von WOHLLEBEN SPORTS deshalb zu dieser ehrlichen und transparenten Preisdarstellung in Form des Einkaufspreises diverser Räder. Damit soll zum einen auf den vorherrschenden Liquiditätsdruck reagiert werden, zum anderen soll aber auch die „Geiz ist geil“ Mentalität kritisch beleuchtet werden. Klar ist dieser Preiskampf für die Kund*innen kurzfristig von Vorteil, langfristig wird dieser aber die Handelslandschaft – nicht nur in der Radbranche - in einer Art und Weise verändern, die wahrscheinlich viele Konsument*innen in der Zukunft noch sehr „bereuen“ könnten. Klar, im Zeitalter des Internets herrscht eine extreme Preistransparenz. Doch die permanente Forderung nach dem günstigsten Preis – wie auch immer dieser online zustande gekommen ist – bringt den stationären Handel immer näher an den Rande des Abgrunds.
Aber warum ist das so? Ganz einfach, weil der Mehrwert des stationären Handels bezahlt werden muss. Ein mit viel Liebe zum Produkt kuratiertes Sortiment, kompetente Beratung, Service am Kunden, Testmöglichkeiten und viele weitere Dinge (mehr dazu unter www.wohlleben-sports.de/service) führen unweigerlich zu komplett anderen Kostenstrukturen als im Onlinehandel, welchen wir hiermit aber in keiner Weise verteufeln wollen. Vielmehr wollen wir mit dieser provokanten Aktion auf eine entscheidende Tatsache hinweisen: bester Service zum besten Preis ist ein nicht realisierbarer Widerspruch in sich selbst - ein nachvollziehbarer Wunsch eines jeden Kunden, der aber nicht erfüllt werden kann. Preisdiskussionen gab es selbstverständlich schon immer. Der stationäre Handel wird jetzt allerdings mit Preisen konfrontiert, die keinerlei Luft zum Atmen mehr lassen. Kund*innen kommen in den Laden, testen die Bikes, lassen sich durch unser fachkundiges Personal ausgiebig beraten und fordern zum Ende eines Verkaufsgesprächs dann einen Preis, der weit unter unserem Einkaufspreis liegt. Mit einer Selbstverständlichkeit, die bei uns oft nur noch einem Kopfschütteln hinterlässt. Im Kopf des Beraters bleibt dann nur die Frage: war denn meine eben geleistete Arbeit wirklich so schlecht, dass sie nicht in Form eines Preisaufschlags auf den Online-Preis gewertschätzt werden kann?
Nochmal, auch wir sind im Privaten von enormen Preissteigerungen und daher immer weiter schrumpfenden realen Haushaltseinkommen betroffen. Wir sind außerhalb unserer beruflichen Tätigkeit auch tagtäglich Kunden. Daher haben wir für die Frage nach dem Preis auch durchaus Verständnis. Doch für uns gilt dabei die klare Maxime: leben und leben lassen. Doch viele aktuelle Forderungen, die mit einer Vehemenz an uns herangetragen werden, lassen nur noch eines zu: sterben. Ein Händlersterben hätte allerdings fatale Folgen – für die gesamte Gesellschaft. Keine sofortige Verfügbarkeit mehr. Keine Testmöglichkeiten mehr. Keine kompetente Beratung mehr. Kein Fachsimpeln zu sportlichen Fragen bei einer Tasse Kaffee mehr. Keine schnelle und unkomplizierte Hilfe bei Problemen mehr. Keine Unterstützung von regionalen Sportlern, Vereinen und Sportveranstaltungen mehr. Wir wollen mit dieser Aktion nicht jammern, dafür lieben wir den Sport – und damit verbunden unsere Tätigkeit als Sporthändler - einfach viel zu sehr. Wir wollen lediglich ein wenig zum Nachdenken anregen – und natürlich diese schwierige Phase überleben …













