(openPR) Sozialleistungen können bei immer mehr kommunalen Jobcentern und Sozialämtern online beantragt werden. Mit digitalen Ende-zu-Ende-Lösungen wird nun die nächste Stufe der Verwaltungsdigitalisierung erreicht, die auch die verwaltungsinterne Bearbeitung beschleunigt. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur vollständigen elektronischen Abwicklung wesentlicher Verwaltungsleistungen, einem der wesentlichen Ziele des aktuellen OZG-Änderungsgesetzes bzw. des E-Government-Gesetzes.
Jüngstes Beispiel ist das Jobcenter Ingolstadt, wo seit kurzem Online-Anträge auf das Bürgergeld sowie auf Bildung und Teilhabe den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen. Eingaben aus diesen Online-Anträgen übernimmt das Jobcenter in der Sachbearbeitung in digitaler Form, so dass sie dort nicht nochmals eingegeben werden müssen. Über Lösungen des Hertener IT-Anbieters Prosoz werden die Daten direkt der zuständigen Stelle zugeleitet und erzeugen dort die entsprechenden Fallanlagen bzw. Falländerungen. Hierdurch reduziert sich der Bearbeitungsaufwand in den Kommunen erheblich und die Mitarbeitenden in der Verwaltung werden spürbar entlastet.
Ermöglicht wird die Verfahrensbeschleunigung durch Online-Anträge, die von Prosoz auf Grundlage des Formulardesigns von FORMCYCLE entwickelt wurden, einem der führenden Systeme für responsive Online-Formulare. Neben der technischen Kompatibilität wurde dabei besonderer Wert auf die Nutzerfreundlichkeit gelegt. So erscheinen beim Ausfüllen der Anträge nur notwendige Eingabefelder, während nicht relevante Fragen für die Antragstellenden individuell ausgeblendet bzw. übersprungen werden. Neben der ständigen Verfügbarkeit über das Internet, wird die Antragstellung dadurch zusätzlich vereinfacht. Auch Weiterbewilligungsanträge und Dokumenteneinreichungen können über die städtische Website eingereicht werden.
Die Datenübernahme in die Fachverfahren von Prosoz Herten ist so konzipiert, dass sie nicht auf die Online-Formulare bestimmter Herkunft beschränkt ist. Entgegengenommen werden können auch Daten aus den bekannten XÖV-Standards. Damit wird den kommunalen Verwaltungen die Anbindung ihrer Fachverfahren an die zentral entwickelten EfA-Lösungen ermöglicht. Ein spezielles Modul stellt die Verbindung zu Landesportalen wie z. B. der Sozialplattform NRW her und sorgt für die sichere Datenübermittlung. Auf diese Weise können Verwaltungen aus ganz Deutschland den Datenimport nutzen.
Profitieren werden von den durchgängig digitalen Prozessen sowohl Verwaltungen wie auch Bürgerinnen und Bürger als Nutzer von Online-Services. Die Antragstellungen über das Internet entbinden von festen Öffnungszeiten und ersparen gedruckte Formulare, Postwege und Portokosten. Dadurch dass Daten, die über Online-Formulare digital erhoben werden, sich auch digital weiterverarbeiten lassen, sinkt gleichzeitig der Aufwand in den Behörden. Angesichts steigender Fallzahlen und zunehmendem Fachkräftemangel in den Sozialverwaltungen ist dies ein gewichtiges Argument für die intensivierte Digitalisierung.












