(openPR) „Wir erleben jetzt eine neue Runde im Monopoly-Spiel um Mietwohnungen“, kommentierte Dr. Franz-Georg Rips, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Berichte, der US-Finanzinvestor Blackstone habe die Mehrheit seines deutschen Immobilienbesitzes an eine britische Investorengruppe verkauft. „Das Milliarden-Karussell dreht sich immer schneller. Betroffen sind von dem jetzigen Wohnungsdeal rund 31.000 Mieterhaushalte.“
Die verkauften Wohnungen – überwiegend in Kiel, Bremen, Wuppertal und Mönchengladbach – haben in den letzten Jahren mehrfach den Eigentümer gewechselt. Blackstone hatte die Wohnungen erst 2004 von der Beteiligungsgesellschaft WCM übernommen.
„Vor allem die ehemaligen Wohnungen der öffentlichen Hände werden in einem atemberaubenden Tempo von Beteiligungsgesellschaften, Finanzinvestoren oder anderen börsennotierten Unternehmen durchgehandelt. Mit jedem Verkauf steigt der Renditedruck. Die Zeche müssen die Bewohner, das heißt die Mieter, und die Städte zahlen“, sagte Rips. „Wir fordern deshalb klare gesetzliche Vorgaben, damit Wohnungen nicht zu reinen Handelswaren verkommen. Das bedeutet zum Beispiel:
- keine reinen Spekulationsgeschäfte mit Mietwohnungen;
- keine gigantischen Schuldenbelastungen der Wohnungsunternehmen durch
überwiegend kreditfinanzierte Aufkäufe;
- konkrete Vorgaben für erforderliche und durchzuführende Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen und
- Sicherung der Mieterrechte, zum Beispiel durch verlängerte Kündigungssperrfristen.“







