(openPR) Das Bewusstsein als Wort ist vielen geläufig. Das Bewusstsein als Inhalt / Content dagegen nicht.
Allgemein wird Bewusstsein definiert als “Wissen über etwas habend” abgeleitet von dem Wort “bewissen” oder auch abgeleitet vom Wortstamm “wusst”, der auf “ich wusste es” oder “ich habe es gewusst” hindeutet.
Die Definition als “Wissen über etwas habend” ist unvollständig. Denn es fehlt der Bezug auf das “Sein”. Sein bedeutet Existenz. Existenz bedeutet Leben.
1)
Ohne Bewusstsein ist eine Wahrnehmung nicht möglich. Und ohne Wahrnehmung existiert subjektiv auch keine Welt. Zum Beispiel in der Vollnarkose oder im Tiefschlaf. Es existiert subjektiv keine Welt. Es existiert subjektiv kein Leben.
Das Bewusstsein ist wie das Licht, durch das eine objektiv existierende Welt als subjektive Welt erscheint, durch das ein subjektives (Er)Leben erst möglich wird.
2)
Die Qualität des Bewusstseins entscheidet über die Qualität des Seins. Ein enges Bewusstsein bedeutet eine enge Welt. Wie auch ein weites Bewusstsein eine weite Welt bedeutet.
Die Welt, in der ein Mensch subjektiv lebt, wird also bestimmt durch die Qualität seines Bewusstseins. Das Leben, durch das sich ein Mensch erfährt, wird also durch die Qualität seines Bewusstseins bestimmt.
3)
Die Qualität des Bewusstseins hängt aufs Engste mit der Denkqualität zusammen. Denn Denken und Bewusstsein sind miteinander verknüpft. “Ich denke, also bin ich.” Das Denken hat eine Denk-Art, einen Denk-Modus.
Den Menschen ist das nicht bewusst. Sie kennen weder ihre Denk-Art. Noch kennen sie die Qualität ihres Bewusstseins. Und weil es ihnen nicht bewusst ist, kommen sie auch nicht auf den Gedanken, die Qualität ihres Bewusstseins zu verändern. Sie stagnieren. Und mit der Stagnation stagniert auch das Leben. Es wird öde und fad.
4)
Die Formel für das Bewusstsein lautet: Wissen im Sein + Sein im Wissen = Bewusstsein. Sein steht für das Leben. Bewusstsein geht also über das Kopfwissen hinaus. Bewusstsein zeigt sich an der Weisheit, die das Sein (Leben) ausstrahlt.
Bewusstsein wird an der Schule nicht gelehrt. Und auch das Studium der Philosophie ersetzt die Schulung des Bewusstseins nicht. Es fehlt der Bezug zum (Er)Leben. Es fehlt das Wissen aus der Erfahrung. Es fehlt die Ausstrahlung aus dem Sein.
Für eine qualitative Verbesserung des eigenen Bewusstseins, für eine qualitative Verbesserung des eigenen (Er)Lebens bleibt also nur die eigene Initiative. Es bleibt also nur die eigene private Schulung des Bewusstseins.













