openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Durch Klimawandel UV-Schutz immer wichtiger

12.04.202314:49 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Richtiges Verhalten in der Sonne senkt das Hautkrebsrisiko

Bonn (sts) – Der Frühling ist da und die Sehnsucht nach Sonnenlicht und -wärme groß. Auch wenn die heißen Monate noch bevorstehen, ist UV-Schutz bereits jetzt geboten. Bedingt durch den Klimawandel ist der Monat April deutlich sonnenreicher und wärmer als früher. Auch können in diesem Monat vermehrt sogenannte Niedrig-Ozon-Ereignisse auftreten, die mit ungewöhnlich hoher UV-Strahlung einhergehen. Zum Schutz vor Hautkrebs ist es daher wichtig, die Haut behutsam an die Sonne zu gewöhnen. Informationsmaterialien für verschiedene Altersgruppen können Interessierte unter www.krebshilfe.de kostenfrei bestellen.

Der Klimawandel belastet die menschliche Gesundheit bereits heute spürbar durch sommerliche Hitze und Extremwetterereignisse. Ebenso real, aber häufig unterschätzt, ist die Gefahr vermehrter UV-Strahlung durch eine längere Sonnenscheindauer im Jahresverlauf. Laut Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes ist beispielsweise der April in den letzten Jahrzehnten deutlich sonniger und wärmer geworden. Dies kann dazu führen, dass sich Menschen öfter und länger im Freien aufhalten und ihre Haut vermehrt UV-Strahlen aussetzen. „Schützen Sie sich ausreichend in der Sonne und senken Sie so langfristig Ihr Hautkrebsrisiko“, empfiehlt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

UV-Schutz bei Niedrig-Ozon-Ereignissen besonders erforderlich
Im Zuge des Klimawandels beobachten Wetterexperten zudem vermehrt „Niedrig-Ozon-Ereignisse“ im Frühjahr. Bei diesem Wetterphänomen strömt ozonarme Luft aus der Arktis nach Europa und führt vereinzelt zu ungewöhnlich hohen UV-Werten. Die Vorhersage dieser komplexen Ereignisse ist schwierig und nur kurzfristig möglich. Tagesaktuell bietet der UV-Index (UVI) Auskunft über die zu erwartende Intensität der Sonnenstrahlung. Er wird unter anderem vom Bundesamt für Strahlenschutz und dem Deutschen Wetterdienst veröffentlicht.

UV-Strahlung verursacht Hautkrebs
Treffen UV-Strahlen auf ungeschützte Haut, entstehen innerhalb von Sekunden Schäden im Erbgut von Hautzellen. „Ein ausgeklügeltes körpereigenes Reparatursystem erkennt und behebt diese Schäden bis zu einem gewissen Grad sehr gut“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Bei erhöhter UV-Strahlung bleiben jedoch geschädigte Zellen zurück, aus denen langfristig Hautkrebs entstehen kann. „Man muss sich unsere Haut wie ein Sammelkonto vorstellen, das wir im Laufe des Lebens mit immer mehr UV-Schäden belasten.“

UV-Schutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Die Deutsche Krebshilfe und die ADP sensibilisieren die Bevölkerung seit über drei Jahrzehnten für das Thema UV-Schutz: durch zielgruppenspezifische Informationsmaterialien und Aufklärungskampagnen. Ein Beispiel ist das bundesweite Kooperationsprojekt „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN“, welches sich zielgruppenspezifisch an Kitas, Grund- und weiterführende Schulen, Sportvereine sowie Arztpraxen richtet. „UV-Schutz ist keine ausschließliche Privatsache, sondern fordert uns gesamtgesellschaftlich“, so Nettekoven. „Durch Wissensvermittlung, ausreichende Schattenplatzangebote, flexible Tagespläne bei hohen UV-Strahlungsintensitäten sowie bauliche Maßnahmen können verschiedenste gesellschaftliche Akteure aktiv zum Schutz vor Hautkrebs beitragen.“


PRAKTISCHE TIPPS

Das können Sie persönlich tun:

Rufen Sie täglich den UV-Index ab
Der international gültige UV-Index (UVI) hilft, die UV-Strahlung richtig einzuschätzen. Er ist auf vielen Wetter-Apps angegeben und über das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) oder den Deutschen Wetterdienst (DWD) täglich abrufbar. Aufgebaut nach dem Ampel-Prinzip gibt der UV-Index Schutzhinweise ab einen UVI von 3. 

Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die Sonne und nutzen Sie Schatten
So verlockend die ersten Sonnentage auch sind: Achten Sie darauf, ihre Haut durch kurze Außenaufenthalte behutsam an die Sonne zu gewöhnen. Meiden Sie ab einem UV-Index von 3 möglichst die Mittagssonne und nutzen Sie Schatten.

Nutzen Sie die richtige Bekleidung inklusive Sonnenbrille und Kopfbedeckung
Schultern, Nacken, Dekolleté sowie Stirn, Nase, Kopfhaut und Ohren bekommen besonders viel UV-Strahlen ab. Bedecken Sie diese mit Kleidung, inklusive Kopfbedeckung. Eine Sonnenbrille vermeidet Augenschäden sowie Binde- und Hornhautentzündungen.

Benutzen Sie Sonnencreme als Ergänzung
Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 (UV-A- und UV-B-Schutz) für alle unbedeckten Körperstellen. Cremen Sie öfter nach. Schützen Sie Säuglinge bis zum Alter von 12 Monaten vor allem durch Schatten und Kleidung und vermeiden Sie Sonnencreme.

Das kann die Gesellschaft tun:

Achten Sie auf UV-Schutz in Ihrer Lebenswelt
Etwa acht Millionen Menschen arbeiten im Freien. Hier ist im Rahmen des Arbeitsschutzes auf angemessenen UV-Schutz zu achten. Dazu zählen vor allem technische Einrichtungen, wie Schattenplätze, und organisatorische Maßnahmen, wie das Anpassen von Arbeitszeiten an den UV-Index sowie die Information der Beschäftigten. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), viele Berufsgenossenschaften sowie die Unfallversicherungsträger bieten hierzu Infos.

Einrichtungen für Kinder und Jugendliche wie Schulen und Kindertagesstätten finden im Projekt „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN“ der Deutschen Krebshilfe praktische Anregungen und Materialien, um UV-Schutz in Ihrer Einrichtung umzusetzen.

Informieren Sie sich zu UV-Schutz im Rahmen von Architektur und Stadtplanung
Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention engagieren sich gemeinsam mit weiteren Fachexperten im UV-Schutz-Bündnis, das vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) koordiniert wird. In einem Grundsatzpapier definiert das Bündnis Maßnahmen und Voraussetzungen zur Prävention gesundheitlicher Schäden durch die Sonne in der Stadt und auf dem Land. Dabei berücksichtigt es UV-Schutz und den Schutz vor Hitzebelastungen im Sinne einer Gesamtstrategie.

Auch die S3-Leitlinie „Prävention von Hautkrebs“ des Onkologischen Leitlinienprogramms der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften greift das Thema Klimawandel und Städtebau mit auf.
 

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1243679
 667

Pressebericht „Durch Klimawandel UV-Schutz immer wichtiger“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Krebshilfe

Deutsche Krebshilfe baut Netzwerk der Spitzenmedizin weiter aus
Deutsche Krebshilfe baut Netzwerk der Spitzenmedizin weiter aus
_Weitere 35,4 Millionen Euro für Comprehensive Cancer Center_ Bonn (ast) – Die Deutsche Krebshilfe setzt ihre Förderung der Onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center, CCCs) fort und entwickelt dieses Netzwerk konsequent weiter. Mit den Universitätskliniken Kiel, Lübeck und Mannheim werden drei neue Standorte als Teile von CCC-Verbünden in das Förderprogramm aufgenommen. Damit profitieren auch hier zukünftig Krebspatientinnen und -patienten von der Arbeit eines CCCs. Für die Weiterförderung mehrerer Zentren hat die Deutsche Kr…
04.08.2026
11:09
Starkes Spendenergebnis für Forschung, Versorgung und Prävention
Starkes Spendenergebnis für Forschung, Versorgung und Prävention
_Die Deutsche Krebshilfe zieht Bilanz zum Geschäftsjahr 2025_ Bonn (age) – „Ich möchte all denjenigen danken, die die Arbeit der Deutschen Krebshilfe möglich machen – denn als Bürgerbewegung gegen Krebs finanzieren wir alle unsere Aktivitäten zur Krebsbekämpfung ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung“, so eröffnete Präsidentin Prof. Dr. Rita Schmutzler die Jahrespressekonferenz der Deutschen Krebshilfe. Insgesamt vertrauten ihr die Menschen in Deutschland im Jahr 2025 171 Millionen Euro an – damit konnte die …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Gemeinsam für UV-Schutz in der Freizeit
Gemeinsam für UV-Schutz in der Freizeit
… der ADP leitet.Mehr als 370.000 Menschen erkranken, derzeit jährlich neu an Hautkrebs. Der bedeutendste Risikofaktor für das Entstehen ist die UV-Strahlung. Bedingt durch den Klimawandel ist diese in Deutschland heute intensiver als vor Jahrzehnten und könnte zukünftig noch weiter steigen. „Um Hautkrebs besser vorzubeugen, muss UV-Schutz im Alltag selbstverständlich …
Bild: Sonnenschutzkleidung am Strand - Zoggs schützt Kids vor UV-StrahlenBild: Sonnenschutzkleidung am Strand - Zoggs schützt Kids vor UV-Strahlen
Sonnenschutzkleidung am Strand - Zoggs schützt Kids vor UV-Strahlen
… bieten nur begrenzt Schutz vor den gefährlichen UV-Strahlen. Auf Dauer gibt es nur ein wirksames Mittel: die richtige Kleidung. Die heiße Jahreszeit wird immer heißer. Der Klimawandel tut sein Übriges und lässt Sonnenstrahlen aggressiver werden. Wer den ganzen Tag am Strand verbringt braucht also Schutz. Für empfindliche Kinderhaut gilt dies ganz besonders. …
Bild: 500. Clever in Sonne und Schatten-Kita ausgezeichnet
500. Clever in Sonne und Schatten-Kita ausgezeichnet
… richtiges Sonnenschutzverhalten zu erlernen. Bis zu 500.000 Kinder wurden bereits erreicht. Um Hautkrebs vorzubeugen, wird UV-Schutz immer bedeutender, denn durch den Klimawandel steigt auch hierzulande die Zahl der jährlichen Sonnenstunden. Kitas erhalten die Programmpakete kostenfrei unter www.cleverinsonne.de.„Die UniKids in Leipzig sind kleine Sonnenschutz-Profis. …
UV-Schutz: Bereits im Frühling ein Muss!
UV-Schutz: Bereits im Frühling ein Muss!
Tagesaktueller UV-Index hilft beim Schutz vor HautkrebsBonn - Durch den Klimawandel sind die Frühlingsmonate deutlich sonnenreicher und wärmer als früher. In der Folge steigt auch die Intensität krebserregender UV-Strahlung. Um Hautkrebs vorzubeugen, ist richtiger UV-Schutz daher bereits jetzt wichtig. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft …
Bild: Sonnenschutz darf beim Sport nicht fehlen!
Sonnenschutz darf beim Sport nicht fehlen!
… Materialien hierzu können unter www.CleverinSonne.de kostenfrei bestellt werden.Viele Menschen, die sportlich aktiv sind, bewegen sich vor allem im Sommer im Freien. Durch den Klimawandel verstärken sich jedoch die Belastungen beim Sport unter freiem Himmel: Steigende Temperaturen führen unmittelbar zu einer stärkeren Hitzebelastung. Darauf wird im Sport …
UV-Schutz in Zeiten des Klimawandels
UV-Schutz in Zeiten des Klimawandels
… Haut und Gesundheit – warnt vor klimabedingten Gesundheitsschäden durch die Sonne: „Wir müssen genau hinsehen, welche Wechselwirkungen zwischen Wärme und UV-Strahlung der Klimawandel mit sich bringt. Der Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung, aber auch vor Hitze wird zukünftig immer bedeutsamer werden“, betont Bündnis-Koordinatorin Dr. Cornelia Baldermann …
Bild: Umweltschäden durch Sonnenschutzmittel
Umweltschäden durch Sonnenschutzmittel
… Lösung dar, um die lebensnotwendige Sonne zu tanken, risikolos zu bräunen, die körperliche Gesundheit und Psyche zu fördern und dabei das Ökosystem in keiner Weise zu belasten. HelioVital wird den medizinischen und ökologischen Erkenntnissen unserer Zeit und den Herausforderungen von Klimawandel und globaler Erwärmung auf einzigartige Weise gerecht.
Bild: Klimawandel erfordert Anpassungsstrategien in Kitas
Klimawandel erfordert Anpassungsstrategien in Kitas
… „Clever in Sonne und Schatten“ stärkt die HautkrebspräventionBonn (sts) – Zwischen Sandkasten und Spielwiese: Auch in deutschen Kitas sind die Folgen des Klimawandels spürbar, durch Hitze und steigende Sonnenbrandgefahr. Um Hautkrebs langfristig vorzubeugen, müssen insbesondere Kinder vor UV-Strahlen geschützt werden. Für Erzieherinnen und Erzieher in …
UV-Schutz im Frühjahr immer wichtiger!
UV-Schutz im Frühjahr immer wichtiger!
… Zudem ist er beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sowie dem Deutschen Wetterdienst (DWD) tagesaktuell und als Prognose für die folgenden Tage abrufbar.Herausforderung KlimawandelDie ersten Monate dieses Jahres waren deutschlandweit die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch die Sonnenscheindauer im Frühjahr steigt stetig, wie Daten des …
Achtung Frühlingssonne: Hohe UV-Werte möglich - Einfache Tipps zum Schutz vor Sonnenbrand und Hautkrebs
Achtung Frühlingssonne: Hohe UV-Werte möglich - Einfache Tipps zum Schutz vor Sonnenbrand und Hautkrebs
… geboten. Bestimmte klimatische Verhältnisse, sogenannte Niedrig-Ozon-Ereignisse, können aktuell dazu führen, dass die UV-Strahlung stellenweise so intensiv ist wie im Sommer. Bedingt durch den Klimawandel hat auch die Sonnenscheindauer in den Frühlingsmonaten zugenommen. Zum Schutz vor Hautkrebs sollte die Haut daher sehr behutsam an die Sonne gewöhnt …
Sie lesen gerade: Durch Klimawandel UV-Schutz immer wichtiger