(openPR) Bereits zum 16. Mal organisierte das SBBZ ESENT Martinshaus Kleintobel ein Skilager für Kinder und Jugendliche der Jugendhilfeeinrichtung der Zieglerschen.
Nach zwei Jahren Coronapause war es im vergangenen Monat wieder so weit. Acht Jugendliche der Klassenstufen 7 und 9 fuhren zusammen mit zwei pädagogischen Fachkräften in ein österreichisches Skigebiet. Gemeinsam lebten, lernten und integrierten sich die jungen Menschen in einer Gemeinschaft. Eine einfache Hütte abseits der touristischen Hochburg des Brandnertals wurde die Basis für das Skilager. Gefeuert wurde in dieser Hütte mit einem Holzofen, das gesunde Essen wurde gemeinschaftlich zubereitet und gegessen und auch die Lernzeit war Teil des Wochenprogramms.
Was sich erst einmal nach einer klassischen Hütten- und Pistengaudi anhört, entpuppte sich bei näherer Betrachtung als herausfordernde Jugendarbeit. Denn das Teilnehmerspektrum war beim diesjährigen Skilager sehr breitgefächert. Nicht nur die bisherigen Erfahrungen im Skilaufen waren unterschiedlich, auch die Altersunterschiede bzw. die emotionale Entwicklung der Teilnehmer stellte eine Herausforderung für die beiden Lehrkräfte dar.
„Neben dem Spaß an der sportlichen Betätigung stand für uns die gegenseitige Rücksichtnahme, die Teamfähigkeit, das Durchhaltevermögen und die Bestätigung des eigenen Könnens im Vordergrund“, berichtete Martin Braun, Koordinator Sonderpädagogischer Dienst und Inklusion des Geschäftsbereichs Jugendhilfe. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jonas Pfeiffer begleitete der Fachlehrer die diesjährige erlebnispädagogische Skiwoche und brachte den Jugendlichen an 4 Tagen das Skifahren bei. Die Mehrzahl der jungen Menschen hatten bislang nur ein- oder zweimal auf Skiern gestanden. Jeden Morgen um 7 Uhr startete der Tag und um 8:30 Uhr ging es auf die Piste zu einer Aufwärmphase am Übungshang. Ganz langsam hatten so die Kinder und Jugendlichen die Chance, das eigene Können zu üben und Grenzen kennen zu lernen, aber auch mit Rückschlägen klar zu kommen.
Beim gemeinsamen Fackellauf am Abend, den Spielerunden in der Hütte oder dem Grillen im Schnee wuchs die Gruppe zu einer guten Gemeinschaft zusammen. Die Lehrer erhielten während der gemeinsamen Zeit auch die Gelegenheit, einen besonderen Zugang zu emotional herausfordernden Schülern oder Jugendlichen mit einem autistischen Spektrum aufzubauen. Zudem ergaben sich wertvolle Gespräche, in denen die jungen Menschen ihre eigenen Erfahrungen mit den Lehrkräften reflektieren konnten.
Der Höhepunkt der erlebnispädagogischen Woche war das Skirennen am letzten Tag. Die Betreiber der Piste stellten der Jugendgruppe das entsprechende Equipment zur Verfügung. Und so konnten die Skiläufer stilecht durch richtige Stangen die Piste hinunter jagen. Jeder schaffte eine gültige Abfahrt und alle Teilnehmer erhielten nach der Siegerehrung eine Urkunde.
Mit einem Lächeln im Gesicht fuhren dann die 10 Skifahrer wieder zurück in das Martinshaus nach Berg.
Dank der großzügigen Spenden der Carin Riesen Stiftung und Weiteren konnte das diesjährige Skilager durchgeführt werden.











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