openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Darmkrebsmonat März: Erblich bedingter Darmkrebs

02.03.2023 • 11:16 Uhr • Gesundheit & Medizin

(openPR) Individuelle Früherkennung und Versorgung zum Wohle der Patienten

Bonn (fei) – Schätzungen des Robert Koch-Instituts zufolge erhalten jedes Jahr etwa 58.000 Menschen die Diagnose Darmkrebs, davon etwa 33.100 Männer und rund 25.000 Frauen. Die Erkrankung zählt bei beiden Geschlechtern zu den drei häufigsten Krebsleiden. In etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle beruht die Erkrankung auf einer angeborenen genetischen Veranlagung. Das sogenannte Lynch-Syndrom ist die häufigste erbliche bedingte Ursache. Betroffene haben bereits in jungen Jahren ein hohes Risiko, an Darmkrebs aber auch an anderen Krebsarten zu erkranken. Anlässlich des Darmkrebsmonats, der jährlich im März stattfindet, macht die Deutsche Krebshilfe auf erblich bedingten Darmkrebs sowie auf die besondere Notwendigkeit der Früherkennung und Versorgung aufmerksam. 

„Wenn Krebs durch genetische Veränderungen entsteht, müssen wir unser Hauptaugenmerk einmal mehr auf individuelle und engmaschige Konzepte bei der Früherkennung und Versorgung legen. Die Deutsche Krebshilfe hat sich daher schon früh dafür eingesetzt, Zentren für familiären Krebs zu initiieren und damit eine wichtige Struktur in der Onkologie zu entwickeln“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Menschen haben ein deutlich höheres familiäres Risiko, wenn mehrere Verwandte ersten Grades (Eltern/Geschwister) oder zweiten Grades (Onkel/Tante) an Dickdarmkrebs erkrankt sind und das besonders vor dem 45. Lebensjahr.

Intensive Beratung und regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sind für die Betroffenen besonders wichtig. Damit Familien und Angehörige mit erblich bedingtem Krebs optimal beraten und betreut werden können, sind bundesweit Zentren für familiären Darmkrebs sowie ebenfalls für Brust- und Eierstockkrebs entstanden. In den spezialisierten universitären Einrichtungen profitieren Betroffene von einem umfassenden Versorgungskonzept. Die Betreuung beinhaltet sowohl die medizinische als auch die psychologische Beratung über Früherkennungsmaßnahmen und vorbeugende Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus können die Betroffenen eine humangenetische Beratung über das erbliche Risiko in Anspruch nehmen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, sich einer genetischen Untersuchung zu unterziehen. 

Aktuell fördert die Deutsche Krebshilfe zudem ein Forschungsprojekt an den Universitätskliniken in Bochum und Tübingen mit 260.000 Euro. Ärzte und Wissenschaftler untersuchen bestimmte Patienten, bei denen Darmkrebs in der Familie gehäuft vorkommt, bei denen im Tumor oder im Blut jedoch keine bekannten genetischen Veränderungen nachgewiesen werden können. Sie entnehmen den betroffenen Personen Blutproben und führen damit umfassende Analysen des Erbguts durch. Die Wissenschaftler erhoffen sich, auf diese Weise bislang unbekannte Erbgutveränderungen aufzudecken, die den Tumorerkrankungen zu Grunde liegen. Mit dem Projekt zielen die Forschenden darauf ab, eine verbesserte und individuelle Vorsorge für Betroffene und Risikopersonen mit familiären Darmkrebserkrankungen zu erreichen 


Über das Lynch-Syndrom

In Deutschland werden jährlich rund 2.000 Neuerkrankungen mit Lynch-Syndrom diagnostiziert. Die Zahl der Träger mit dem Gendefekt beläuft sich deutschlandweit auf etwa 400.000, europaweit liegt sie bei 3,5 Millionen. Beim Lynch-Syndrom besteht ein hohes Risiko, an Darmkrebs, aber auch an anderen Krebsarten wie Gebärmutterschleimhautkrebs, seltener Eierstockkrebs, Magenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Obwohl 20 Prozent der Träger gesund bleiben, können sie die Veränderung des Erbguts an ihre Nachkommen weitergeben.


Weitere Informationen zum Thema Darmkrebs sind hier verfügbar. Informationsmaterialien können bei der Deutschen Krebshilfe kostenfrei bestellt werden. Eine Übersicht des kompletten Informationsangebotes ist in der Infothek abrufbereit.


Interviews auf Anfrage.


Bonn, 2. Februar 2023

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1241640
 598

Pressebericht „Darmkrebsmonat März: Erblich bedingter Darmkrebs“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Krebshilfe

Bild: Lass mal checkenBild: Lass mal checken
Lass mal checken
Nationale Krebspräventionswoche startet Informationsoffensive zur Krebsfrüherkennung _Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)_ In Deutschland erkranken jährlich mehr als 500.000 Personen an Krebs. Etwa ein Drittel davon betrifft Menschen im erwerbsfähigen Alter. Die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Deutsche Krebsgesellschaft starten daher mit der Nationalen Krebspräventionswoche 2026 (21. bis 27.9.) eine Frühe…
Bild: Durchbruch bei der Therapie von Hochrisiko-Leukämie im Kindesalter
Durchbruch bei der Therapie von Hochrisiko-Leukämie im Kindesalter
Immuntherapie senkt Rückfälle und reduziert schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie deutlich Für Kinder mit einer besonders risikoreichen Form der akuten lymphatischen Leukämie und hohem Rückfallrisiko eröffnen sich deutlich bessere Heilungschancen: In einer großen internationalen Studie konnte ein Teil der bislang etablierten intensiven Chemotherapie durch eine Immuntherapie ersetzt werden, die körpereigene Abwehrzellen gegen die Leukämie nutzt. Dadurch ging die Zahl der Rückfälle nahezu um die Hälfte zurück, zugleich traten deutlich wenig…

Das könnte Sie auch interessieren:

Darmkrebs aktiv vorbeugen – das ganze Jahr über
Darmkrebs aktiv vorbeugen – das ganze Jahr über
… 50 Jahren kostenlose Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen an. Die Deutsche Krebshilfe informiert die Bevölkerung kontinuierlich über Darmkrebs und setzt sich auch im Anschluss an den Darmkrebsmonat März dafür ein, dass noch mehr Menschen die Chancen der Prävention und Früherkennung wahrnehmen. Denn Darmkrebs ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern …
Sport senkt das Darmkrebsrisiko
Sport senkt das Darmkrebsrisiko
Deutsche Krebshilfe gibt Tipps im Darmkrebsmonat März 2012 Bonn (sts) – Darmkrebs gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deut-schland. Experten machen hierzulande insbesondere Lebensstil-Faktoren wie Bewegungsarmut und Übergewicht für die hohen Erkrankungszahlen verantwortlich. „Bewegen Sie sich täglich mindestens eine halbe Stunde, möglichst …
Bild: Darmkrebsmonat März 2017: Hyperthermie und lokal ausgerichtete Elektro-Hyperthermie
Darmkrebsmonat März 2017: Hyperthermie und lokal ausgerichtete Elektro-Hyperthermie
Anlässlich der diesjährigen Darmkrebsmonats März macht Prof. Dr. András Szász, Begründer der Oncothermie, einer speziellen Form der Hyperthermie, auf Informationen der Felix Burda Stiftung aufmerksam, die 2002 die Kampagne „Darmkrebsmonat“ ins Leben rief. Unter www.darmkrebs.de steht: „Zu den seriösen Anwendungen der Naturheilkunde bei der Behandlung …
Darmkrebs-Früherkennung rettet Leben
Darmkrebs-Früherkennung rettet Leben
Deutsche Krebshilfe verstärkt Aufklärung im Darmkrebsmonat März Bonn (sts) – Rund 73.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an Darmkrebs. Früh erkannt, ist diese bösartige Krankheit heilbar. Daher bieten die Gesetzlichen Krankenkassen allen Versicherten ab 50 Jahren ein umfassendes Darmkrebs-Früherkennungs¬angebot an. Doch viele Menschen haben Fragen …
Bild: Zentrum für familiär vererbten Darmkrebs erhält Felix Burda AwardBild: Zentrum für familiär vererbten Darmkrebs erhält Felix Burda Award
Zentrum für familiär vererbten Darmkrebs erhält Felix Burda Award
… durch Prof Dr. Wolff Schmiegel, Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, vertreten wird. Bereits seit 2003 wird der Preis im Darmkrebsmonat März vergeben und ehrt die erfolgreichsten, innovativsten und herausragendsten Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge wie nun die Aktivitäten …
Darmkrebs: vorbeugen, erkennen, heilen
Darmkrebs: vorbeugen, erkennen, heilen
Deutsche Krebshilfe informiert zum Darmkrebsmonat März Bonn (sts) – Jährlich erkranken etwa 73.000 Menschen neu an Darmkrebs, 27.000 Menschen sterben daran. Früh erkannt ist diese Krankheit jedoch gut heilbar. Daher bieten die Gesetzlichen Krankenkassen allen Versicherten ab 50 Jahren ein umfassendes Darmkrebs-Früherkennungsangebot an. „Die Experten …
Veranstaltungen zum Darmkrebsmonat auf einen Blick –Gesundheitskalender sanago.de verschafft den Überblick
Veranstaltungen zum Darmkrebsmonat auf einen Blick –Gesundheitskalender sanago.de verschafft den Überblick
… kostenlos anmelden und ihre Veranstaltung online stellen. Die Felix Burda Stiftung engagiert sich seit 2001 rund um das Thema und hat den Monat März zum sogenannten Darmkrebsmonat ernannt. Deshalb informieren viele Ärzte und Kliniken besonders im März über Darmkrebs. Sanago.de möchte diese Arbeit unterstützen und bietet für solche Terminhinweise die ideale …
Bild: Darmzentrum Südwestfalen erfolgreich re-zertifiziert
Darmzentrum Südwestfalen erfolgreich re-zertifiziert
Der März ist seit mehr als 10 Jahren der Darmkrebsmonat in Deutschland, in dem sich Verbände und Stiftungen intensiv dem Darmkrebs als einen der häufigsten auftretenden Tumore widmen. Jährlich erkranken etwa 65.000 Menschen neu an Darmkrebs, rund 27.000 Menschen sterben daran.Früh erkannt ist diese Krankheit jedoch gut heilbar. 2002 startete Deutschland …
Bild: Verleihung der Felix Burda Awards in Berlin: Olympus im Kampf gegen den DarmkrebsBild: Verleihung der Felix Burda Awards in Berlin: Olympus im Kampf gegen den Darmkrebs
Verleihung der Felix Burda Awards in Berlin: Olympus im Kampf gegen den Darmkrebs
… Verleger Prof. Dr. Hubert Burda gegründet und widmet sich ausschließlich der Vorsorge von Darmkrebs. Zu den Projekten der Stiftung zählen der 2002 initiierte, bundesweite Darmkrebsmonat März, sowie der 2003 geschaffene Felix Burda Award. Olympus, weltweit Marktführer im Bereich der Flexiblen Endoskopie, unterstützt die Stiftung bereits seit vielen Jahren. …
Darmkrebsmonat der Felix-Burda-Stiftung erstmalig unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers
Darmkrebsmonat der Felix-Burda-Stiftung erstmalig unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers
… erstmalig der Bundesgesundheitsminister das Engagement gegen Darmkrebs unterstützt: Als Mitglied im Netzwerk gegen Darmkrebs der Felix Burda Stiftung und nach Jahren aktiver Beteiligung am Darmkrebsmonat März sind wir froh und dankbar über dieses politische Signal. Bahr will mit seiner Schirmherrschaft allen, die sich haupt- und ehrenamtlich in der Darmkrebsbekämpfung …
Sie lesen gerade: Darmkrebsmonat März: Erblich bedingter Darmkrebs