(openPR) München, 25.01.2023
Vom 27. bis 28. Januar wird die osteopathische Forschungsinitiative RIO (Research Initiative Osteopathy) Forschungsergebnisse und Behandlungsansätze für Long-COVID-Patienten auf einen interdisziplinären Fachkongress in München vorstellen.
Denn Long-COVID bleibt trotz zunehmend endemischer Lage aktuell: Mindestens einer von zehn coronainfizierten Erwachsenen erkrankt daran laut einer Mitte Januar in Nature Reviews Microbiology veröffentlichten Studie.
Auf der Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Fresenius Hochschule München werden daher Ärzte und Osteopathen den aktuellen Stand der Forschung präsentieren und Osteopathie-Dozenten ihre Behandlungsansätze für Patienten in Workshops erläutern.
An dem Münchener Fachkongress nehmen als Experten teil:
Die Ärztin, ausgewiesene Long-COVID-Expertin und Buchautorin Dr. med. Claudia Ellert, die Ärztin und Präsidentin des europäischen Registers osteopathischer Ärzte, EROP, Dr. med. Gabriele Rotter von der Charité Berlin, der Augsburger Labormediziner Dr. med. Armin Schwarzbach und die Ärztin Dr. med. Mirja Effing, aus Immenstadt, die die funktionelle Medizin vertritt.
Welchen Beitrag die Osteopathie bei Long-/Post COVID und ME/CFS leisten kann, werden anhand von Vorträgen und Workshops einzeln aufzeigen:
der ehemalige Leiter des Lehrgangs “Osteopathische Medizin” an der Universität
Witten-Herdecke, Dr. rer. medic. Jean Marie Beuckels, der Berliner Osteopath und Sachbuchautor Karsten Richter, der Münchener Osteopath und Studiengangsleiter „Osteopathie“ an der Fresenius Hochschule München, Frank Scheuchl, gemeinsam mit dem Osteopathen Tino Pöhlmann aus München, die Osteopathen Maximilian Plathner aus Preetz in Schleswig-Holstein und Stefan Schöndorfer aus Scheidegg im Allgäu sowie der Initiator und Leiter des Kongresses, Andreas Risch aus Berlin.
Dazu Osteopath Risch:
„Gerade weil diese Erkrankungen so komplex sind, erfordern sie aus unserer Sicht eine interdisziplinäre Herangehensweise. Wir freuen uns deshalb, mit renommierten Vertretern der Schulmedizin diesen interdisziplinären Kongress abhalten zu können. Für die Osteopathie als eine eigenständige Form der Heilkunde wollen wir in München aufzeigen, welche Behandlungsansätze sie für Long-/Post-COVID- und ME/CFS-Patienten bieten kann.”
Als Long-/Post COVID werden Beschwerden bezeichnet, die nach einer akuten COVID-19-Erkrankung fortbestehen oder neu auftreten. Beschwerden, die bis zu drei Monate anhalten, werden Long COVID genannt, dauern sie länger an, werden sie als Post COVID bezeichnet.
Die Abkürzung ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-
Syndrom) steht für eine infektinduzierte, neuroimmunologische Erkrankung, die als Post-COVID-Syndrom auftreten kann und zu einer mindestens halbjährigen Fatigue mit Belastungsintoleranz (PEM Post-Exertional Malaise) führt.
Die veranstaltende Forschungsinitiative RIO widmet sich seit ihrer Gründung vor zwei Jahren dem Thema Long-/Post COVID und befasst sich mit den Möglichkeiten osteopathischer Interventionen für Long-/Post COVID und ME/CFS.
Der Fachkongress wird von RIO gemeinsam mit der osteopathischen Fortbildungsplattform und Online-Veranstalter LomeRio als hybride Veranstaltung organisiert.
Osteopathie ist eine eigenständige, patientenzentrierte Form der Heilkunde, die ausschließlich manuell ausgeübt wird und vorwiegend dem Aufspüren und Behandeln von Funktionsstörungen dient. Rechtlich als Heilkunde definiert, müssen die sie ausübenden Osteopathen Ärzte oder Heilpraktiker sein. Die Ausbildung in Osteopathie ist privat reglementiert und sollte gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO für Gesundheitsfachberufe mindestens 1.000 Zeitstunden (ca. 1.350 Unterrichtseinheiten) umfassen. Gegenwärtig wird Osteopathie von 88 gesetzlichen Krankenkassen als Zusatzleistung bezuschusst.
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Weitere Informationen:
· https://www.nature.com/articles/s41579-022-00846-2
· https://www.who.int/publications/i/item/9789241599665
· www.interdisziplinaere-kongressreihe-osteopathie.de







