(openPR) In einer repräsentativen Studie der Hochschule Darmstadt und der Berliner Kommunikationsagentur Tinkerbelle wurden Entscheider*innen in Wirtschaft und Verwaltung zu Ihren Einstellungen und Verhaltensmustern bezüglich Innovation befragt. Entstanden ist dabei eine Typologie inklusive Online-Tool, die unter Deutschlands Entscheider*innen sechs Typen identifiziert.
Auf der AIKA NEXT:CONFERENCE am 24.6.22 wurden Studie und Ergebnisse erstmals vorgestellt und mit dem typologiebasierten neuen Online-Tool von innovationstypen.de gearbeitet.
Die Studie
In einer Studie der Werbeagentur Tinkerbelle und der Hochschule Darmstadt wurde der unternehmerischen Innovationsgeist in Deutschland unter die Lupe genommen und untersucht, ob sich wiederkehrende Mindsets und verschiedene Innovations-Typen ableiten lassen. Ziel war es, einen wirtschaftspsychologischen Blick auf den deutschen Innovationsgeist zu werfen, um zu verstehen, was sich in den Köpfen der Entscheider*innen abspielt. Anhand eines Fragebogens wurden unterschiedliche Aspekte rund um Kund*innenerwartungen, Nachhaltigkeitsthemen und Prozesse in den Unternehmen untersucht. Anschließend wurden mit statistischen Verfahren die zentralen Handlungs- und Einstellungsmuster der Entscheider*innen zu den jeweiligen Themenschwerpunkten ermittelt. Die vielschichtigen Einstellungen lassen sich zu sechs Innovationstypen zusammenfassen:
Visionär*innen: wandel-optimistisch und kreativ
Pfadfinder*innen: ergebnisorientiert und Chancen-sehend
Wegbereiter*innen: Struktur- und Prozess-orientiert
Beobachter*innen: imageorientiert und individualistisch
Gutachter*innen: sicherheitsorientiert und hinterfragend
Bewahrer*innen: geschäftsorientiert und traditionsverankert
Das Tool
Auf Grundlage der Ergebnisse wurde ein Online-Tool entwickelt. Der “Typomat” auf innovationstypen.de ist ein Instrument zum Selbsttesten, mit dem Unternehmer*innen oder ihre Mitarbeitenden mit nur wenigen Schlüsselfragen ihren Innovations-Typen ermitteln können. Die Berliner Digitalagentur um Jan Donaj und Kai Becker, Keyelement, hat für die technische Umsetzung des Innovationstypomaten und der Website übernommen.
Die Typologie bietet die Chance, die Kombination der Einstellungen, Erfahrungen und Perspektiven gezielt zu nutzen: Für innovative Entwicklung durch Iteration braucht es Treiber*innen und Kritiker*innen, Fantasie und Vorsicht, Erfahrung und Mut zu Neuem. Unternehmen, die ihre Entwicklungs-Teams mit dem passenden Mix aus Typen und Kompetenzen zusammenstellen, können Innovation ideal fördern.
Ein weiterer Vorteil der Typologie besteht in der individuellen Teamarbeit selbst: Denn wer die Typen kennt, kann besser mit ihnen umgehen, Kritik konstruktiv verstehen, Vorschläge offener annehmen und so Ideen effizienter und mit weniger Reibungsverlusten entwickeln.
Typologie in Action
Am 24.06.2022 in Berlin wurde auf der AIKA NEXT:CONFERENCE die repräsentative Studie “Innovationsgeist für morgen” erstmals vorgestellt und mit dem Online-Tool von innovationstypen.de gearbeitet. Hier haben sich inhabergeführte Werbeagenturen mit dem Thema Innovation und ihrer Rolle in Deutschlands Innovationsprozess auseinandergesetzt. In unterschiedlichen “Laboren” wurden Ideen und Konzepte rund ums Thema Innovation erarbeitet. Dabei begleiteten Prof. Dr. Ingo Hamm sowie Studierende der Hochschule Darmstadt die Konferenz von wissenschaftlicher Seite aus. So kamen Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und konnten die gegenseitige Expertise nutzen, um Potentiale zu erkennen, Neues zu schaffen und sich gegenseitig zu inspirieren.
In insgesamt 10 wechselnden Workshop-Sessions befassten sich Agenturköpfe aus Deutschland und Österreich mit verschiedenen Methodologien, um Trends, Zukünfte und Innovations-Mindsets einzuschätzen und als Sprungbrett für Beratung, Entwicklung und Kreation zu nutzen. „Toller Input und ein tolles Programm“, fasste eine Teilnehmerin die Innovations-Impulse zusammen.
Innovation in Deutschland
Wir leben in einer sich immer schneller drehenden Welt. Wir müssen uns anpassen, um Themen wie Corona oder der Digitalisierung gerecht zu werden. Wandel und Wachstum sind dabei wichtigere Treiber unserer Wirtschaft. Täglich wollen neue Herausforderungen gemeistert und Kund*innenbedürfnisse erfüllt werden. Und genau dabei ist Innovation der Schlüssel zum Erfolg. In Zeiten mit vielen neuen Herausforderungen muss eine starke Innovationskraft die Antwort sein. Laut des Global Innovation Index 2021 der Weltorganisation für geistiges Eigentum, liegt Deutschland beim Thema Innovation jedoch nur auf Platz 10. Besonders beim Thema Digitalisierung bleibt es hinter anderen Ländern zurück. Wie kommt es zu dieser Flaute beim Thema Innovation? Warum gehört Deutschland eigentlich nicht zu den Top-Player*innen?
Initiatoren und Forschende
Bei dem Forschungsprojekt handelt es sich um eine Kooperation der Agentur Tinkerbelle und der Hochschule Darmstadt, um aktuelle Themen aus Wirtschaft und Gesellschaft professionell vor dem Hintergrund menschlichen Verhaltens und menschlicher Motivationen zu beleuchten.
Tinkerbelle und die Hochschule Darmstadt (h_da) haben in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich geforscht: zu Themen wie Plastikvermeidung und Mobilitätsverhalten.













