(openPR) Der Dachverband der Buddhisten in Deutschland veranstaltet am 11. Juni in Hannover eine Demonstration vor Zementwerken von HeidelbergCement und Holcim.
Eine Gruppe von Buddhist:innen meditiert und demonstriert vor Standorten der größten Zementhersteller, um über die schädlichen Wirkungen von Beton hinzuweisen und Veränderung anzustoßen.
Am 11. Juni 2022 werden einige Mitglieder der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) vor zwei Zementfabriken der Firmen Heidelberger Zement und Holcim in Hannover und Umgebung demonstrieren.
Manfred Folkers, Mitglied im Rat der DBU und Leiter der Arbeitsgruppe Umwelt sagt: “ Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass bei der Produktion von Zement global drei- bis viermal so viel CO2 entsteht wie durch den gesamten Flugverkehr. Der daraus hergestellte Beton im Wohnungs- und Straßenbau ist für die weiter zunehmende Zersiedelung und Bodenversiegelung verantwortlich. Diese ungesunde Lebensweise auf dem Rücken unserer Kinder und Enkel gilt es zu erkennen und zu ändern.“
Seit einigen Jahren veranstalten buddhistische Gruppen in mehreren europäischen Ländern den ‘Buddhistischen Aktions-Monat‘. Erstmals beteiligt sich die ‘Deutsche Buddhistische Union‘ (DBU) am 11. Juni 2022 mit einer Kundgebung vor Zementwerken bei Hannover an diesen Aktivitäten. HeidelbergCement und Holcim gehören zu den größten Baustoffunternehmen der Welt und tragen mit ihren Produkten zu den schädlichen Wirkungen auf die Umwelt direkt bei.
Die DBU weist mit ihrer Veranstaltung auch auf die buddhistischen Praktiken Meditation und Achtsamkeit hin. Diese verwirklichen die Essenz der buddhistischen Lehre: „Das Heilsame tun - das Unheilsame lassen“. „Die Anwendung der Lehre des Buddha (Dharma) ist eine überzeugende Kraftquelle für ein ökologisches Engagement. Sie fördert eine innere Transformation und beflügelt auf diese Weise den Einsatz für eine notwendige gesellschaftliche Transformation des menschlichen Zusammenlebens“, sagt Claus Herboth, Rats- und Vorstandsmitglied der DBU.
Die Kern-Forderungen der Gruppe sind:
1. Aufklärung über die Klimafolgen der Beton- und Bauindustrie
2. Reduktion der Verwendung von Zement und Beton
3. Weniger Neubau, mehr Sanierung
4. Änderung der Bau-Politik mit immer mehr neuen Gebäuden und Versieglung von Flächen.
5. Aufzeigen von Veränderungsmöglichkeiten jedes Einzelnen um Verbesserungen für die Gesellschaft und Umwelt zu erreichen.
Ablauf der Demonstration:
· 11:15 Uhr: Kurzes Treffen vor dem Werkstor "HeidelbergCement“, Lohweg 34, 30559 Hannover
· ab 11:30 Uhr: Kundgebung vor dem Tor 2 der Zementfirma "Holcim" (Hannoversche Straße 28 in Höver, 31319 Sehnde)
· ab ca. 13:30 Uhr: Spaziergang zum am Steinbruch-Gelände (Mergelbruch) direkt gegenüber inkl. Geh-Meditation
Aus buddhistischer Sicht sind Individuen und Gesellschaft eine lebendige Einheit und Teilnehmende einer grundsätzlichen Verbundenheit. Menschen verwirklichen diesen Beziehungsreichtum, indem sie daraus eine universelle Verantwortung ableiten, deren Wirksamkeit sich durch die Verminderung des eigenen Beitrags an der Schädigung der Mitwelt verbessern lässt.
Über Manfred Folkers
Manfred Folkers ist Mitglied im Rat der DBU, Leiter der AG Umwelt in der DBU und Co-Buchautor des Buchs „All you need is less – Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht.“, 2020.













