(openPR) Bei der Planung Ihrer App müssen Sie sich zunächst Gedanken machen, welche Technologie Sie nutzen möchten, um Ihre App zu realisieren. Diese Entscheidung hat einen großen Einfluss auf den Erfolg Ihrer App. Als digitaler Experte und App-Entwickler erklärt Ihnen Arnis Petrovskis zusammengefasst die wichtigsten Technologien und zeigt Ihnen dabei Vor- und Nachteile auf.
Die 3 großen Technologien
Bei der Entwicklung von Apps können verschiedene Technologien verwendet werden. Es gibt einerseits klassische native Apps und andererseits moderne Web-Apps, die immer beliebter werden. Oder hybride Apps, die eine Mischung aus den beiden genannten Varianten darstellen. Alle drei Technologien haben Vor- und Nachteile und sind unterschiedlich einsetzbar.
Native Apps
Unter Native Apps kann man die ursprüngliche Form von Apps verstehen. Ihre Entwicklung findet individualisiert für ein Betriebssystem in der entsprechenden Sprache statt, bspw. Java für Android und Swift für Apple. Sie können über den entsprechenden App-Store auf dem Device des Users installiert werden.
Vorteile von nativen Apps
Der größte Pluspunkt von nativen Apps ist ihr Leistungspotenzial. Das native App-Development eignet sich insbesondere für komplexe Apps, die die maximale Leistung eines Smartphones oder Tablets ausnutzen sollen.
Aufgrund der notwendigen Kompatibilität mit einem Betriebssystem, lassen sich Hardware-Komponenten wie Sensoren, RF-Module, Bluetooth oder NFC leistungsfähig und unmittelbar ansteuern. Die native Variante ist die beste Möglichkeit, wenn es darum geht komplexe Projekte umzusetzen, bei denen das Device am höchsten beansprucht wird.
"Die Usability von nativen Apps lässt sich oftmals besser gestalten" fasst App-Experte Arnis Petrovskis zusammen. Die dedizierte Entwicklung je Betriebssystem erlaubt es ausserdem die Design-Guides und die nativen UI-Elemente des jeweiligen Betriebssystems besser einzubinden.
Nachteile von nativen Apps
Da native Apps in unterschiedlichen Programmiersprachen (Java oder Swift) entwickelt werden, müssen deshalb immer zwei Versionen entwickelt und gepflegt werden. Selbst bei der Konzeption entsteht mehr Aufwand und somit auch mehr Kosten. Um das Maximum der nativen Entwicklung zu erreichen, sollten die Design-Richtlinien von Apple und Android bei der Erstellung des User-Interfaces berücksichtigt werden.
Web-Apps
Unter Web-App wird eine Webseite mit Eigenschaften einer nativen App verstanden. Dadurch können mobile Webseiten um Push-Notifications oder Offline-Funktionalitäten ergänzt oder GPS und Kamera zugegriffen werden. Dafür werden klassische Web-Technologien wie HTML, CSS oder JavaScript eingesetzt.
Web-Apps sind plattformunabhängig, da Sie gängige Web-Technologien verwenden. Hier muss man nicht für jedes Betriebssystem eine eigene Anwendung schreiben, sondern es genügt eine Version zu entwickeln. Anschließend wird diese Version als Webseite (über Smartphone, Tablet oder Desktop-PC) aufgerufen oder als App (Android und iOS) auf dem mobilen Device installiert.
Diese Technologie wird von Google gefördert. Seit 2019 ist es sogar möglich via Trusted Web Activity oder Android Studio die App im Play Store von Google zu veröffentlichen. Dies ist ein wesentlicher Faktor in der Vermarktung einer App. Denn durch den Store werden relevante Installationen generiert.
Von Apple wird diese Variante leider noch nicht unterstützt, es gibt daher keine Möglichkeit die App im App-Store anzubieten.
Vorteile von Web-Apps
Zunächst ist hier der geringe Entwicklungsaufwand nennenswert, da nur eine Technologie für Web und App verwendet wird. Auch die Schnelligkeit der Entwicklung ist ein markanter Vorteil.
Nachteile von Web-Apps
Momentan unterstützt Apple nicht den Vertrieb von Web-Apps. In Sachen Komplexität und Leistungsfähigkeit können Web-Apps nicht mit nativen Apps mithalten. Die User Experience ist in manchen Fällen nicht ganz nativ, da Web-Apps plattformübergreifend entwickelt werden.
Hybride Apps
Hier werden die Vorteile von Native Apps mit Web-Apps kombiniert. Hybride Apps basieren wie auch Web-Apps auf Web-Technologien wie HTML5, CSS oder JavaScript. Allerdings laufen sie in einem Webview-Container. Grundlegend kann man sich eine hybride App wie eine Web-App vorstellen, die Frameworks verwendet, um der Anwendung ein kleines natives Gehäuse (= App-Container) zu verpassen. Hybride Apps werden häufig von folgenden Frameworks entwickelt: Cordova, PhoneGap, Ionic oder React Native.
Der App-Container dient als Interface zwischen der nativen Technologie und der Web-Technologie. Damit lassen sich je nach Bedarf native Funktionen unmittelbar ansteuern. Mit dem App-Container ist es außerdem möglich die App im App-Store von Apple zu veröffentlichen.
Vorteile von hybriden Apps
Hybride Apps sind interessant, weil sie die Vorteile von nativen und webbasierten Apps kombinieren. Sie sind nativ und können damit auch im Store von Apple angeboten werden. Hybride Apps sind sowohl in der Entwicklung als auch in der Wartung einfach und kostengünstig, da nur eine Website entwickelt werden muss, die dann auf das entsprechende Betriebssystem exportiert wird.
Nachteile von hybriden Apps
Da hier Frameworks wie React Native oder Cordova verwendet werden, entsteht ein zusätzlicher Aufwand in der Entwicklung und Wartung (z.B. durch Updates der Frameworks). Sie sind also aufwändiger als Web-Apps. Auch die Leistungsfähigkeit kann nicht mit nativen Apps mithalten. Erfahrene Spezialisten wie Arnis Petrovskis empfehlen daher nur bei “kleinen” Projekten auf hybride Apps.
Welche Technologie ist für Sie die richtige?
Sie haben jetzt die 3 wichtigsten Technologien kennengelernt. Doch welche ist die richtige für Ihr Projekt?
Wenn Ihre Anwendung komplexe, rechenintensive Tasks lösen soll, empfehlen wir Ihnen die native Variante. Sollte Ihre Anwendung einfacher sein, dann können Sie auf eine Web–App zurückgreifen. Für den Mittelweg kann auch eine hybride App die Lösung sein.
Die Frage nach der richtigen Technologie kann also nicht pauschal beantwortet werden. Dazu müssen die Faktoren Zeit und Aufwand mit einbezogen werden. Wir können Ihnen hier leider keinen Geheimtipp geben. Am besten lässt sich die Frage nach der passenden Technologie für Ihre App in einem persönlichen Gespräch mit einem Experten beantworten. Für eine individuelle und kostenfreie Ersteinschätzung steht Ihnen das Team von Arnis Petrovskis und Kollegen von der NovumTech aus Buxtehude gerne zur Verfügung.







