(openPR) In letzter Zeit hört man oft, dass der Onlinehandel-Boom anhält und die Händler von den schwierigen Coronazeiten profitieren. Die Zahlen sprechen auch dafür: Die Umsätze steigen, es werden immer mehr Waren und Dienstleistungen online gekauft, es gibt kaum noch Produkte, die man nicht online bestellen kann. Die Coronazeiten haben diesen Trend deutlich beschleunigt.
Mit steigenden Umsätzen kommt aber auf die Onlinehändler auch mehr Verantwortung zu. Nachhaltigkeit und Klimaneutralität werden immer wichtiger und für die Unternehmer immer bedeutsamer. Wenn die Kunden danach fragen, gibt es kaum eine Möglichkeit, dies zu ignorieren.
Unseren Onlineshop haben wir im Jahr 2003 aufgebaut, die Onlineumsätze in dieser Zeit waren deutlich geringer als die durch Zeitungsanzeigen. Nach ein paar Jahren hat sich das deutlich geändert. In Zeitungen haben wir nicht mehr inseriert, seit 2005 haben wir nur noch Onlinebetrieb. Es kommen keine Kunden persönlich zu uns. Wegen der Corona-Beschränkungen sind seit 2020 auch die Messen weggefallen, also findet der Verkauf nur online statt. Dies hat natürlich Nachteile, denn unsere Steine verkaufe ich am liebsten direkt in die Hände der Kunden, dabei habe ich ein besseres Gefühl. Der Onlinehandel hat aber auch Vorteile: Bei uns kaufen Menschen, die weit weg wohnen, viele auch im Ausland. Ohne Internet hätte ich diese Menschen nie erreicht. Die Kunden wiederum hätten auch nie die Möglichkeit, ohne Internet an einen so seltenen und besonderen Stein, wie wir ihn anbieten, so preiswert heranzukommen.
Seit Jahren steigen die Umsätze, deswegen müssen auch viele Abläufe überdacht und neu gestaltet werden. Auch viele Materialien, die wir nutzen, mussten im Laufe der Jahre geändert werden. Obwohl wir nichts produzieren, benötigen wir viele Materialien zum Versenden: Verpackung, Füllmaterial und vieles mehr, was zu einem Betrieb gehört. Auf diese Änderungen haben wir reagiert und sie als wichtige Chance genutzt. Durch Eigeninitiative und Anregungen unserer Kunden haben wir innerhalb weniger Jahre ein paar wichtige Veränderungen durchgeführt. Statt Kunststoff- und Noppenfolien verwenden wir fast ausschließlich Recyclingpapier. Unsere Fixierverpackung besteht aus Karton und Folie, die recycelt werden kann. Verpackungsmaterial von unseren Lieferanten werfen wir selten weg, sondern wir haben gelernt, es wiederzuverwenden. Auch im Bürobetrieb haben wir versucht, Abläufe zu optimieren. So wird deutlich weniger Druckerpapier verwendet. Auch wenn diese Veränderungen auf den ersten Blick aufwendig erscheinen, haben sie sich auf lange Sicht gelohnt. Wir verhalten uns bewusst sparsamer und umweltfreundlicher, dadurch sparen wir Materialkosten und Energie.
Für solche Maßnahmen sind keine teuren Consulting-Firmen notwendig, sondern der Wille, sich den neuen Zeiten anzupassen, ist dabei vollkommen ausreichend. Der Wandel findet statt, ob wir das wollen oder nicht. Wenn ein Großteil der Verkäufe online durchgeführt wird, muss auch der Onlinehandel sich ändern. Wenn der Kunde sein Produkt aus einer Verpackung auspackt, die aus Recyclingmaterial besteht, hat er ein gutes Gefühl und die Wahrscheinlichkeit, dass er wieder bei diesem Unternehmen kauft, ist höher.
Ich wünsche mir, dass viele Onlinehändler über die Abläufe in ihrem Betrieb nachdenken. Es gibt immer etwas zu verbessern, um die Umwelt zu schützen und dadurch auch das eigene Unternehmen profitabel zu machen.











