(openPR) RVR: Der Verband für Freiraumsicherung, Wald- und Naturschutz
Das Ruhrgebiet hat heute einen Waldanteil von rund 18 Prozent. Das ist viel und macht das Ruhrgebiet grüner, als gemeinhin vermutet wird. An der Flächenbegrünung und der Pflege dieser Bestände hat der Regionalverband Ruhr (RVR) bzw. seine eigenbetriebsähnliche Einrichtung RVR Ruhr Grün einen nicht unwesentlichen Anteil. Seit mehr als 100 Jahren engagiert sich der Verband für den Naturschutz und ist heute mit rund 17.000 Hektar Waldfläche einer der größten kommunalen Waldbesitzer in Deutschland.
Im Zentrum des gesetzlichen Auftrags des RVR steht das Wohl der Metropole Ruhr. 480 MitarbeiterInnen kümmern sich um Regionalplanung und -entwicklung, das Management von Infrastrukturprojekten, Planung und Ausbau des regionalen Radwegenetzes sowie die Pflege und Entwicklung von Wald- und Grünflächen. Doch dazu braucht es starke Partner und starke Angebote.
diwima®: digitaler Helfer
Das junge Münsteraner Start Up Unternehmen diwima® stellt das erste System zur elektronischen Erfassung von Wildstrecken zur Verfügung und ist somit Vorreiter in der jagdlichen und forstwirtschaftlichen Digitalisierung. Über das Scannen der Wildmarke werden alle Daten einfach erfasst und in einer Cloud gespeichert. So wird es möglich, den Weg vom Zeitpunkt des erlegten Stück Wilds bis zu seiner Verarbeitung und dem Verzehr nachzuvollziehen. Diese Kompetenz nutzt nun der RVR in zwei Pilotprojekten.
Projekt 1: Vom Wald bis zum Teller
In einem ersten Projektschritt hat der RVR Ende 2020 die Digitale Wildmarke diwima® am Waldkompetenzzentrum „Heidhof“ getestet, um das Wildbret-Angebot neu zu strukturieren und digital nachvollziehbar zu machen – quasi vom Wald bis zum Teller. diwima®ermöglicht einen digitalen Informationsfluss vom Jagenden bis zum Endverbraucher: Über einen QR-Code auf der Verpackung erfährt jedermann mit einem Blick die „Ursprungsgeschichte“ des Wildstückes. Damit entsteht größtmögliche Transparenz und Lebensmittelsicherheit.
„Die Vorteile der digitalen Erfassung eines Wildstücks bereits nach Erlegung im Wald ziehen sich durch bis zur Ermittlung und Bewertung der Jahresstreckenergebnisse sowie unserer Wildbretvermarktung an den Endverbraucher“, sagt Lukas Sieberth, Fachgebietsleiter Holz/Jagd/Landwirtschaft bei RVR Ruhr Grün.
Projekt 2: Vernetzung von Pächter und Verpächter
Der RVR hat den Einsatz nach den positiven Erfahrungen mit der Digitalen Wildmarke nun um ein weiteres Pilotprojekt erweitert, welches Pächter und Verpächter digital vernetzen soll. Hierzu wird das System mit den jeweiligen Landkreisen in der Jagd- und Veterinärbehörde ausgebaut.
„Ein echtes Vorzeigeprojekt für die vernetzte Zusammenarbeit von Verpächter, Pächter und den örtlichen Behörden. Für alle Beteiligten wird erlebbar, wie die Digitalisierung für traditionelle Jagd ihre Vorzüge ausspielt, lästige Arbeit minimiert und zugleich jedem Mehrwerte bietet“, erklärt Thomas L. Rödding, Geschäftsführer der diwima®.
Weitere Projekte stehen in den Startlöchern
Da die Wald- und Grünflächen des RVR 70 Jagdreviere (10 in Eigenregie, 60 verpachtet) in 11 Städten und 4 Kreisen beheimaten, ist dem RVR sehr daran gelegen, mit der diwima® als Partnerorganisation die Streckenmeldungen aus allen Revieren digital, einheitlich und zeitnah zusammenzutragen. Das ist digital nicht nur günstiger, sondern auch weniger aufwendig und fehleranfällig als das bisherige analoge Verfahren. Mit Hilfe der diwima® sind auch langfristige Dokumentationen des Wildbestandes sowie ein Überblick über das aktuelle Jagdgeschehen problemlos abrufbar.











