(openPR) Das eisenbindende Glykoprotein Lactoferrin, welches von allen Säugetieren produziert wird und Bestandteil des Immunsystems ist, weist viele positive biologische Eigenschaften auf. Diese sind in zahlreichen Versuchen und Studien in vitro sowie in vivo untersucht und nachgewiesen. Dabei sorgt die Anwendung für therapeutische Zwecke zunehmend für Aufsehen. Der wesentliche Herkunftsort des verwendeten Lactoferrins bezieht sich dabei auf bovine Quellen. Neben dem Einfluss auf den Eisenhaushalt und der antimikrobiellen Aktivitäten, sind zu Zeiten der anhaltenden Corona-Pandemie die antiviralen Eigenschaften von besonderem Interesse.
Im Zuge des Aufbaus der eigenen Lactoferrin-Produktion beschäftigt sich die Mercurius Production GmbH mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und biologischen Eigenschaften.
Hierbei stehen die hohen Qualitätsansprüche an das „red Protein“, das aus Kuhmilch gewonnen wird, im Vordergrund:
Neben der Reinheit ist ein wesentlicher Aspekt die Elimination bzw. Abtrennung von Verunreinigungen (Endotoxinen, Angiogenin), die durch einen neu entwickelten Produktionsprozess ermöglicht wird. Das Resultat ist ein hochreiner Rohstoff für vielfältige Produktanwendungen wie Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel, diätetische Lebensmittel, Säuglingsnahrung aber auch für klinische Studien. Auf Basis dieses biotechnologischen Produktionsprozesses ist es von höchster Priorität auch bis zum Ende des Isolationsverfahrens die Bioaktivität von nativen bovinen Lactoferrin zu erhalten.
Standardmäßig werden zwei wesentliche biologische Aktivitäten als Nachweis der Proteinfunktionalität genutzt:
Zum einen die originäre Funktion des Proteins, Eisen zu binden (Lactoferrin gehört zur Gruppe der Transferrine) nachgewiesen wird, was zusätzlich indirekt auch Rückschlüsse auf eine intakte Proteinstruktur liefert.
Des Weiteren werden die antibakteriellen Effekte gegen verschiedene E. Coli Bakterienstämme herangezogen.
Für beide Testungen ergeben sich hervorragende Ergebnisse für das Lactoferrin von Mercurius Production GmbH: Die nachgewiesene hohe Eisenbindungskapazität und zeitlich schnelle Eisenbindung, zeigt sich über eine photometrische Messung. Dabei wird freies Eisen in eine Lösung mit Lactoferrin gegeben und die Bindungseigenschaften im zeitlichen Verlauf bestimmt. Bei der Inkubation von Lactoferrin mit unterschiedlichen E. Coli Stämmen konnte eine 100%ige Wachstumsinhibierung gezeigt werden.
Im Rahmen eines geplanten Studienprojektes mit einem renommierten deutschen Universitätsklinikum, soll die Verwendung des bovinem Lactoferrins als präventive Anwendung zur Verhinderung von Infektionserkrankungen (u.a. auch COVID19) untersucht werden. Auch hier spiegeln sich die hohen Qualitätsanforderungen an den Rohstoff wider:
Die Nachweise der Bioaktivität sind dabei studienvorbereitend essenziell und stellen die regulatorische Voraussetzung dar. In diesem Zuge veranlasste die Mercurius Production die in vitro Messung der antiviralen Aktivität von ihrem Lactoferrin bei SARS-CoV2.
Es wurde eine 100%ige Neutralisation des SARS-CoV2 durch das Lactoferrin der Mercurius Production GmbH nachgewiesen. Durchgeführt wurden die Testungen gemeinsam mit einem der renommiertesten Virologie-Institutein Deutschland.
Die anhaltende Corona-Pandemie und Zunahme diverser Virusmutationen, animierte die Forschergruppe zur weiteren Durchführung von Testungen: So zeigt sich auch bei der sich
mehr und mehr weitverbreiteten Alpha- (vormals britische), sowie der Beta-Variante (vormals südafrikanische) ebenfalls eine konzentrationsabhängige 100%ige Neutralisierung durch bovines Lactoferrin.
Der entdeckte Wirkmechanismus des Lactoferrins stellt dabei eine neue Erkenntnis dar, da es sich hierbei nicht um eine Rezeptorweg-Blockierung (Verhinderung des Eindringens des Virus in die Wirtszelle durch Blockierung des Wirtszellenrezeptors) oder die Replikationshemmung nach Infektion der Wirtszelle handelt, sondern einen direkten antiviralen Effekt, des Lactoferrins: Durch die Interkation mit den Spikeproteinen des SARS-CoV 2 wird das Virus neutralisiert. In der Folge kann das Virus nicht in die Zelle Eindringen und eine Replikation kann nicht stattfinden.
Eine weitere Testung zur SARS-CoV (SARS 1), bei der ebenfalls eine effektive Neutralisierung nachgewiesen wurde, untermauert die Argumentation, dass Lactoferrin, als Bestandteil des angeborenen Immunsystems, in der Lage ist bereits bei erster Kontamination seine protektiven Eigenschaften zu entfalten. Dabei scheint der nachgewiesene Wirkmechanismus als universell zu gelten und auch auf unterschiedliche Viren übertragbar zu sein. Die daraus abgeleitete Hypothese ist, dass Lactoferrin auch gegen zukünftige auftretende Virusmutationen wirksam ist. Ob sich die 100%ige Neutralisierung auch bei der zunehmenden Delta-Variante zeigt, wird aktuell untersucht. Die Ergebnisse werden zeitnah publiziert.











