(openPR) Der mit 3.000 Euro dotierte „Dentaprime Forschungspreis Zahnmedizin“ geht in diesem Jahr an ein Forscherteam der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik sowie der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sonja Südbeck nahm den Preis im Namen des Teams am 29. Mai 2021 im bulgarischen Varna entgegen.
Dr. Dr. Regina Schindjalova, wissenschaftliche Leiterin der Dentaprime-Zahnklinik, überreichte den Preis gemeinsam mit Dr. Dimo Daskalov und Dr. Nikolau Mirchev. Corona-bedingt fand die Veranstaltung diesmal in kleinem Rahmen im Vorlesungsraum des neuen Dentaprime-Behandlungszentrums statt. Interessierte Journalistinnen und Journalisten konnten das Geschehen per Livestream auf YouTube mitverfolgen.
Die Zahnmediziner aus München überzeugten mit ihrer Studie zum Thema „Ein neues Implantatsystem mit direkt verschraubten Einzelzahnkronen: Der Einfluss von Kronenmaterial, Sinterprotokoll und künstlicher Alterung auf das Biegemoment“.
Hieran hatte das Team aus Sonja Südbeck, Dr. Ramona Buser, Dr. Marcel Reymus, Moritz Hoffmann, Prof. Dr. Daniel Edelhoff und Prof. Dr. Dipl. Ing Bogna Stawarczyk noch bis Februar 2021 geforscht und die Ergebnisse der Studie kurz vor Einsendeschluss des Dentaprime Forschungspreises Ende März 2021 eingereicht.
Ziel der In-vitro-Studie war es, den Biegemoment von Implantaten mit direkt verschraubten Einzelzahnkronen und Implantaten mit auf Titanbasen verklebten Einzelzahnkronen zu vergleichen. Auch der Einfluss von Kronenmaterial, Sinterparameter und thermo-mechanischer Alterung auf das Biegemoment sollte dabei Beachtung finden.
„Trotz jahrelanger klinischer Erfahrung, technischem Fortschritt und den daraus resultierenden zuverlässigen Ergebnissen, liegt die Optimierung der zahnärztlichen Implantologie weiterhin im Fokus der aktuellen Forschung“, so das Team in ihrer Arbeit. „Dabei gilt es unter anderem verschiedene Formen von Verbindungen zwischen Implantat und Krone zu untersuchen, da diese eine Schlüsselposition bei der Versorgung von Implantaten einnehmen.“
Das Ergebnis in der Zusammenfassung: Die Art des Implantats scheint das Biegemoment zu beeinflussen, jedoch waren Prüfkörper mit direkt verschraubten Kronen grundsätzlich mit solchen mit Hybrid-Abutment-Kronen klinisch vergleichbar. Es ist also davon auszugehen, dass direkt verschraubte monolithische Einzelzahnkronen auf Implantaten eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Implantatsystemen darstellen, da sie nicht nur herausragende ästhetische Ergebnisse erzielen, sondern auch Zeit und Kosten der Implantation reduzieren können.
Weitere Informationen zum ausgelobten Forschungspreis sowie zu früheren Preisträgern und deren Arbeiten sind unter https://www.dentaprime.com/forschungspreis/forschungspreis-archiv verfügbar.












