(openPR) Ein Interview mit Personal Trainer und Ernährungsberater Viviane Wintermantel
Es war ein herber Rückschlag als im März 2020 der Lockdown das Leben und die Arbeit vieler auf die Probe stellte. Vor allem, als am 22.03.2020 das bundesweite Kontaktverbot ausgesprochen wurde. Fitnessstudios und Personal Trainer mussten ihre Tore schließen. Wie haben Sie sich da gefühlt Fr. Wintermantel?
„Keine Trainings, keine persönlichen Treffen. Ich wusste erst einmal nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Jegliche persönliche 1:1 Trainings in Friedrichshafen musste ich direkt absagen. Fragen gingen mir durch den Kopf, wie ich zukünftig meine Kunden unterstützen kann. Ich war natürlich verunsichert über die Dauer des Zustandes. Zu Beginn war es nicht ganz klar, wie lange diese Kontaktbeschränkungen gelten werde.“
Wie haben Sie auf diese Schwebesituation reagiert?
„Ich habe mich erst einmal dazu entschieden, mich persönlich fortzubilden und die Ausbildung zu einer Heilpraktikerin zu starten. So konnte ich im Allgemeinen von der schwierigen Situation Abstand gewinnen. Da es nach mehreren Wochen jedoch nicht absehbar war, wie lange der Lockdown anhalten werde, entschied ich mich meine Angebote auf online Face-to-Face Lösungen umzustellen.“
Wie haben Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen an die Situationen angepasst?
„Meine Trainings sind und werden auch zukünftig immer persönlich bleiben. Das war mir bei der Umstellung sehr wichtig. Anstelle von Trainings mit direktem Kontakt, habe ich auf ein persönliches Trainingskonzept mit individuellem Trainingsplan umgestellt. Das heißt, dass ich für meine Kunden einen persönlichen Trainingsplan erstelle und für Fragen jederzeit per WhatsApp erreichbar bin. Bei den Ernährungsberatungen treffe ich die Kunden nicht mehr vor Ort, sondern telefoniere, schreibe Kurznachrichten oder verwende Technologien der Videotelefonie.“
Wie sehen Sie diese Änderungen?
„Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern erfährt ihre Daseinsberechtigung. Im aktuellen Fall können Covid-19 Infektionsketten unterbunden werden.
Persönlich sehe ich Corona als Chance für Personen, die vielleicht nicht die Möglichkeit haben, direkt vor Ort zu trainieren oder eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen. Beispielsweise können Kunden, obwohl sie sich nicht vor Ort in Friedrichshafen aufhalten, trotzdem gemeinsam mit mir per Videotelefonie trainieren. Ernährungsberatungen habe ich ebenfalls auf online Face-to-Face umgestellt. Das heißt, dass die Beratung, Ernährungsanalyse und -auswertung als auch die weitere Betreuung wie gemeinsames Kochen digital abläuft. Für meine Kunden ist dies zeitsparender. Positiv hinzu kommt, dass die Kosten für die Trainings und Beratungen günstiger sind. Der Anfahrtsweg fällt weg.“
Wie haben Ihre Kunden auf die Umstellung reagiert?
„Im Großen und Ganzen positiv. Es gibt natürlich Kunden, die lieber gemeinsam an demselben Ort trainieren. Das ist verständlich. Auch das gemeinsame Einkaufen im Supermarkt oder das gemeinsame Kochen vor Ort fällt weg. Ich persönlich vermisse den physischen Kontakt. Gerne würde ich nach einer tollen Trainingseinheit mit einem motivierenden High-5 mit meinen Kunden einklatschen. Nichtsdestotrotz sind wir alle froh, dass wir eine Lösung gefunden haben, die funktioniert. Es ermöglicht uns weiter an unseren gemeinsamen Zielen zu arbeiten, ohne dabei die Pause-Taste drücken zu müssen.“
Vielen Dank für das Interview Frau Wintermantel.
„Gerne.“











